The New Roses – One More For The Road

“The New Roses auf dem Weg zur Spitze!“

Artist:  The New Roses

Herkunft: Wiesbaden, Deutschland

Album: No More For The Road

Spiellänge: 54:36 Minuten

Genre: Rock, Hard Rock

Release: 25.08.2017

Label:  Napalm Records

Link: www.thenewroses.com

Produktion: The New Roses

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Timmy Rough
Gitarre – Norman Bites
Bass – Hardy
Schlagzeug – Urban Berz

Tracklist:

  1. Quarter To Twelve
  2. My Own Worst Enemy
  3. Forever Never Comes
  4. Dancing On A Razor Blade
  5. Consider Me Gone
  6. Life Ain’t Easy (For A BoyWith Long Hair)
  7. Every Wild Heart
  8. Fight You Leaving Me
  9. The Same Moon
  10. Piece By Piece Of Mind
  11. One More For The Road
  12. Do I Look Scared For You (Bonus Track)
  13. The Storm (Bonus Track)
  14. Nitro Nights (Bonus Track)

Bereits anderthalb Jahre nach dem letzten Opus Dead Man’s Voice erscheint hier nun die neueste Kreation aus dem Hause The New Roses. Bereits im Vorfeld gab es die ein oder andere Auskopplung, die Gutes erhoffen ließ. Die Single Life Ain’t Easy (For A Boy With Long Hair) lässt die Rockerherzen höher schlagen, und so entwickelt sich der Song zu einer Hymne für die Mähnenträger. Wer die Karriere der vier Musiker aus Wiesbaden verfolgt hat und auch die Konzerte besucht, der hat auch schon mal den Song und Namensgeber für die vorliegende CD One More For The Road gehört, denn der wurde bereits im Frühjahr das eine oder andere Mal vorgestellt. Da kommen wir auch gleich zu dem anwachsenden Bekanntheitsgrad der Mannen um Raustimme Timmy Rough. Die Band absolviert ein strammes Tourprogramm (250 Auftritte in den letzten zwei Jahren) und sichert sich dadurch eine stetig wachsende Anhängerschar. Aber der Erfolg sei ihnen gegönnt, denn sie kreieren nicht nur eingängige tolle Songs und liefern eine energiegeladene Show, sondern sind auch sympathisch und fleißig. So wird das gesamte Equipment mit wenig Hilfe selbst aufgebaut und der Tross fährt in einem relativ kleinen Tourbus von Gig zu Gig. Gerne werden auch kleinere Locations angefahren und so entwickelt sich eine gute Fanbase, die ihnen die Treue hält.

Der Opener Quarter To Twelve zeigt gleich, wo es langgehen soll. Rockig mit eingängigen Riffs durch Gitarrist Norman Bites und einer guten Melodie – so darf es weitergehen. My Own Worst Enemy kommt etwas langsamer aus den Boxen. Aber deshalb nicht minder rockig. Auch hier eine gute Melodie – und Timmy setzt dem einen drauf und Shoutet, dass es eine wahre Freude ist. Interessant ist, dass er eine gänzlich andere Sprechstimme hat. Bei einem Interview im März war ich doch zunächst sehr verwundert. Aber zu den Stücken ist das absolut passend. Bei dem einen oder anderen Song kommt eine leichte Ähnlichkeit zu Tom Keifer von Cinderella auf. Das ist im positiven Sinne gerade in dem folgendem Stück Forever Never Comes zu merken. Musikalisch wieder gelungen auch dank des Schlagzeugspiels von Urban Berz, der eine solide Leistung abliefert. Dancing On A Razor Blade wartet mit einer Besonderheit auf, im Hintergrund wird mehrstimmig untermalt. Das kommt nicht zu häufig vor. Ein guter Rocksong, der Norman wieder Spielraum auf der Elektrischen gewährt. Natürlich darf auch Timmy Rough an der Gitarre nicht unerwähnt bleiben aber seine Hauptaufgabe ist nun mal der Gesang und so ist er meist im Rhythmusbereich unterwegs. Es gab aber auch schon tolle Duelle der beiden Gitarristen auf der Bühne. Das ist der Unterschied zu den Liveperformances, da wirken viele Songs noch wesentlich rauer.

Bevor die bereits erwähnte Auskoppelung Life Ain’t Easy (For A Boy With Long Hair) ertönt, kommt noch Consider Me Gone. Der passt sich nahtlos in die Riege der tollen Rocksongs ein. Bei Life Ain’t Easy beginnt zunächst eine akustische Gitarre und lässt die einsetzende Stimme von Timmy noch besser zur Geltung kommen. Der Track ist nicht so hart, er könnte auch gut in einem Südstaatensaloon gespielt werden. Absolut radiotauglich. Every Wild Heart geht wieder mehr in die härteren Gefilde. Der Refrain besticht durch den starken Mitsingcharakter. Eine Topnummer, die sich gut im Liverepertoire ausmachen dürfte. Vielleicht ist sie auf der Herbsttour schon zu hören. Jetzt wird es ruhiger. Fight You Leavin‘ Me ist schon fast eine Ballade, aber nur fast. Sie tendiert dahin, geht aber auch als gute Mid-Tempo-Nummer durch. Ganz egal, es ist ein schöner Titel. Da dürften Feuerzeuge, äh.. Handydisplays in der Halle zum Einsatz kommen. Nach dem etwas schwächeren The Same Moon, trotz des Solos von Norman, kommt Piece By Piece Of Mind. Es wird wieder schneller und härter. Hardy am Bass liefert eine stabile Basis, auf der sich der Song aufbaut. Unterstützt wird er von Urban, der hier die fetten Beats liefert. Letzter regulärer Track ist der Titelsong One More For The Road, der seine Qualitäten ja schon in der Vergangenheit bewiesen hat und zurecht in das Liveprogramm aufgenommen worden ist. Der eingängige Refrain bleibt im Ohr hängen und gräbt sich ein. Der Titel passt auch zu der Band… One More For The Road. Ein Song für das unermüdliche Touren.

Auf der mir vorliegenden Version sind noch die drei Bonus Tracks Do I Looked Scared For You, The Storm und Nirto Nights zu finden. Dadurch kommt die CD auf 14 Titel. Das ist schon eine beachtliche Anzahl und man fragt sich, wann schreiben die das alles? Die sind doch ständig unterwegs. Aber es scheint zu gelingen und auch die oben erwähnten Bonuslieder passen in das Gesamtgefüge. Wer also den Kauf der CD, den ich nur wärmstens empfehlen kann, in Erwägung zieht, dann mit den Bonussongs, denn auch die sind lohnenswert. Die Mid-Tempo-Nummer The Storm gefällt mit dabei besonders.

Fazit: Gelungenes drittes Album der vier Wiesbadener Dauertourer. Es passt nahtlos in die Reihe der Vorgänger Alben und wird bei jedem Durchgang besser. Wer die beiden vorherigen Werke kennt, wird hier nicht etwas vollkommen Neues hören, aber die Entwicklung ist deutlich zu spüren. Altbewährtes gutes Songwriting, an der einen oder anderen Stelle etwas härter, aber auch gereifter, trifft auf solide Instrumentalarbeit und ausdruckstarken Gesang. Diese Mischung lässt das Album mit Recht in eine hohe Benotung rutschen. Wäre ich Prophet, würde ich auch eine hohe Platzierung in den Charts vermuten. Wünschenswert ist es auf jeden Fall, denn hier wird durch Fleiß und Können der Karriere Vorschub geleistet. Auffallend ist das Artwork des Covers, fällt es doch aus dem Rahmen der vorherigen etwas raus. Aber das ist gewollt und erfrischend. Das alles sollte belohnt werden. Meine Empfehlung: kaufen, hören, hören, hören, Fan werden und zu den Konzerten eilen.

Anspieltipps: Every Wild Heart, Quarter To Twelve, The Storm, One More For The Road
Kay L.
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