The Ossuary – Southern Funeral

“Wirbeln viel Staub auf!“

Artist: The Ossuary

Herkunft: Bari, Italien

Album: Southern Funeral

Spiellänge: 44:51 Minuten

Genre: Heavy Rock, 70’s Heavy Metal, Doom Metal

Release: 26.01.2019

Label: Supreme Chaors Records

Link: https://www.facebook.com/TheOssuary/

Bandmitglieder:

Gesang – Stefano Fiore
Gitarre – Domenico Mele
Bassgitarre – Dario DeFalco
Schlagzeug – Max Marzocca

Tracklist:

  1. Walk Into Sepulchral Haze
  2. Maze Of No Return
  3. Belphegor
  4. Southern Funeral
  5. Eternal Pyre
  6. Sleep Demon
  7. Under The Spell
  8. Shadow Of Plague

Post Mortem Blues ist jetzt genau zwei Jahre raus und trotzdem blieb mir die Scheibe ein treuer Wegbegleiter. In diesem Jahr haben die Italiener The Ossuary einen neuen Output anzubieten. Labeltechnisch bleibt alles beim Alten und Supreme Chaors Records ist die erste Wahl der vier Männer aus Bari. Ein großer Umbruch war nach dem letzten Spektakel nicht nötig und daher wurden nur minimale Veränderungen am Heavy Rock, 70’s Heavy Metal bzw. Doom Metal vorgenommen. Southern Funeral passt wunderbar als Titel, denn ein feiner Wüstenwind liegt in der Luft, der sogar in Stonergefilde vordringt.

Den Anfang einer abwechslungsreichen Dreiviertelstunde macht Walk Into Sepulchral Haze, in dem der Groovemotor hochgefahren wird. Ein guter Anfang, aber trotzdem einer der schwächeren Stücke. Davon lassen sich The Ossuary nicht abhalten und drehen in der Folge mächtig auf. Meine Frage, die sich immer wieder zwischen den Werken eindrängt: Ist die Platte jetzt besser als der Vorgänger oder doch eher gleichwertig, was immer noch ein wunderbares Ergebnis ist. Maze Of No Return unterstreicht eher die erste These, die dann mit Belphegor fundamentiert ein klares Statement gibt. Das Erzeugnis von Stefano Fiore am Mikrofon, Domenico Mele an der Gitarre sowie Bassist Dario DeFalco und Taktgeber Max Marzocca kann kein Zufallsprodukt sein, dafür können sie es quasi in jeder einzelnen Auskopplung aufs Neue bestätigen. Alleine an Belphegor spürt man die Intelligenz dumpfe, staubige Rhythmen mit einem prägnanten Refrain zu versehen, der tagelang die Blut-Hirn-Schranke passiert und vom Körper drogenähnlich aufgesogen wird. Die Wurzel aus dem 70’s Heavy Metal macht das Konzept noch sattelfest, wie eine Wurzel des Feigenbaums, die, man mag es kaum glauben, bis in 100 Meter Tiefe vordringen kann. Geerdet mit dem Blick aufs Wesentliche entspringen noch weitere Höhepunkte aus Southern Funeral. Der Titeltrack schaltet einen Gang zurück, driftet weiter in die Doom Materie ab und sorgt für einen kleinen aber willkommenen Break. Danach bleiben The Ossuary abwechslungsreich – mal mehr Stoner, da eine Portion mehr Groove und immer eine gute Doom Note machen die Südeuropäer zu einem ernst zu nehmenden Angreifer im Sektor, der schnell an Anhängerschaft dazugewinnen sollte. Zwei erfolgreiche Veröffentlichungen sprechen erst mal für das Quartett.

Fazit: Es passt hier einfach alles - The Ossuary machen nichts Neues, dafür aber alles richtig, lassen Platz für einen eigenen Anstrich und kombinieren sich zu einem abwechslungsreichen Haufen, der mit einigen Werken sogar Hitpotenzial abliefert. Das Niveau zwischen den einzelnen Titeln lässt keinen Abriss zu - auch wenn zwischen den besten und schwächeren Tracks schon eine gute Messlatte liegt. Im Schnitt liegen sie wieder im oberen Bereich und können eine ähnliche Bewertung wie Post Mortem Blues abgreifen!

Anspieltipps: Belphegor
Rene W.
8.4
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