The Rain I Bleed – Narcissist

„Zu ähnliche Songs reißen die Griechen in das Mittelmaß!“

Artist: The Rain I Bleed

Album: Narcissist

Spiellänge: 38:53 Minuten

Genre: Symphonic Metal

Release: 12.08.2011

Label: Twilight Zone Records

Link: http://www.myspace.com/therainibleed

Klingt wie: Within Temptation, Nightwish

Band Mitglieder

Gesang – Mina
Gitarre – Nodas
Gitarre – Spyros
Bass – Stelios
Schlagzeug – Simos

Trackliste

  1. The Utter Me
  2. The Day after Tomorrow
  3. Nocturne
  4. Eternally
  5. The Rain Into My Eyes
  6. Tearful Eyes
  7. The Water Turns To Ice
  8. Nightmares
  9. Lullaby

Die griechische Band The Rain I Bleed möchte auch im restlichen Europa Fuß fassen und mit ihrem Album neue Fans gewinnen. Melodischer Metal und eine wohlklingende Frauenstimme stehen für diesen Act. Angelehnt an Within Temptation rockt die Band seit 2008 die Bühnen in ihrem Heimatland. Unterstützt werden sie hierbei von bekannten Künstlern. Beim Blick auf das Cover von Narcissist fällt direkt die kreative Gestaltung auf: warme Farben und eine gut gewählte Schriftart dürften einige Käufer anlocken.

Musikalisch präsentieren sich The Rain I Bleed typisch im melodischen Metal-Stil. Harte Riffs eröffnen den ersten Song und die hohe Stimmfarbe der Sängerin Mina nimmt die Energie mit. Auch gibt es neben den gängigen Rockinstrumenten viele technische Soundeffekte (wie z.B. Keyboard), die die Melodie untermalen und einen sphärischen Klang ergeben. In einzelnen Stücken wird verstärkt mit diesen Effekten gearbeitet, um die Tiefe deutlich zu machen. Die Gitarrensoli stechen dennoch hervor und sind wirklich gut gespielt.

The Day after Tomorrow beginnt direkt sehr kraftvoll und mit viel Power. Schnelle Riffs und Tempowechsel sind hier zu finden. Ebenso arbeitet man mit technischen Effekten, die aber nicht ganz so gut passen und den Song etwas verspielt wirken lassen. Die Passagen ohne Effekte sind wirklich gut umgesetzt und machen Spaß. Die Stimme bettet sich in das spielerische Können ein und das ganze Stück strahlt eine Kraft aus, die greifbar erscheint.

Der Song Nocturne beginnt schon etwas ruhiger und hat anfangs etwas von Gothic, gleitet dann jedoch zum Melodic Metal über. Die Stimme kommt hier sehr gut zum Ausdruck. Eine tiefere Stimmfarbe steht der Sängerin wesentlich besser als die höheren Lagen. So werden die Strophen dominiert von sehr ruhigen Parts, die die Vocals hervorheben und danach in die bekannten hohen Abschnitte übergehen. Vollendetet wird das Gesamtwerk durch ein Gitarrensolo.

The Water Turns To Ice beginnt sehr melodisch. Begleitet durch das Keyboard ertönt der Gesang in sanft steigendem Rhythmus und das Spieltempo erhöht sich zeitgleich nach und nach. Der Song bietet Abwechslung, da auch die Abfolge der Riffs variiert und den Titel so lebendig macht.

Lullaby ist das emotionalste Lied des Albums. Die sanfte Stimme, vom Klavier begleitet, drückt eine Sehnsucht aus, die schwer in Worte zu fassen ist. Ein sehr kurzes Stück, aber dennoch intensiv und sehr berührend.

Fazit: Allgemein ist das Album schon sehr fließend und in sich schlüssig. Jedoch sind sich die Tracks alle ziemlich ähnlich. Es gibt kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Stücken und so könnte durchaus auch Langeweile aufkommen. Dazu klingt die Frauenstimme in den tieferen Lagen kraftvoller und eindringlicher als in den hohen Parts. Musikalisch gibt es nichts auszusetzen, die instrumentelle Umsetzung passt sich ins Gesamtgefüge ein. Anspieltipps: Nocturne, Lullaby
Nadine S.
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