The Rite – Liturgy Of The Black

Internationaler Black Doom

Artist: The Rite

Herkunft: Dänemark / Italien

Album: Liturgy Of The Black

Genre: Black Metal, Doom Metal

Spiellänge: 45:20 Minuten

Release: 19.06.2020

Label: Bonehead Production

Link: https://www.facebook.com/The-Rite-band-page-219647875291113/

Bandmitglieder:

Schlagzeug – Priest G.
Gitarre – Gabriel
Gitarre, Bass, Keyboards – A.th
Gesang – Ustumallagam

Tracklist:

  1. The Initation
  2. The Black Effigy
  3. Children Of Belial
  4. Necromancy
  5. Famadihana
  6. The Bornless One
  7. Echoes Of Past Lives
  8. Sinister Minister
  9. Trespassing The chapel
  10. Last Rites

Bei Bonehead Production erscheint das Debütalbum der Black/Doom Metal Band The Rite mit dem schönen Titel Liturgy Of The Black.

Wer The Rite noch nicht kennen sollte: Hier handelt es sich um ein Nebenprojekt von Ustumallagam, der der Black Metal Welt wohl durch seine Vocals bei Denial Of God bekannt sein dürfte. Bei The Rite umgibt sich der Däne Ustumallagam mit Bandmembers der italienischen Bands Black Oath und Krossburst.

2017 gegründet, ist Liturgy Of The Black nach einer Demo (First Sin) und der EP The Brocken Fires das erste vollwertige schwarze Machwerk in Langfassung der Band. Erhältlich sein wird es ab dem 19.06.2020 über Bonehead Production als CD und Vinyl.

Im Gegensatz zur Hauptband Denial Of God des Fronters Ustumallagam, welche im traditionellen Black Metal angesiedelt ist, wirkt das musikalische Werk von The Rite wesentlich doomiger. Was beiden Bands jeweils zugutekommt, ist jedoch das Gesangsorgan des Fronters.

The Initation entrückt den Hörer in eine horrorartige Liturgie des Bösen, wobei es sich hierbei wohlgemerkt nur um das Intro zu diesem tollen Album handelt.

The Black Effigy legt dann als erster Grundstein für die nun folgenden Songs richtig los. Das Album bewegt sich in einer Liturgie aus Black und Doom Metal. Starke Riffs und ein ebensolches Drumming dringen zusammen mit der bösen, schwarz gefärbten Stimme in den letzten Winkel des Knochenmarks und malträtieren dieses fünfundvierzig Minuten lang. In dem Promotext zum Longplayer werden solche Bands wie Mercyful Fate, Celtic Frost, Death SS und Samael als Haupteinflussgeber genannt. Ich sage ja immer: Vergleiche sind des Hasen Tod. Hier muss ich jedoch gestehen, dass man sich bei den genannten Bands wohl nur auf deren beste Einflüsse verlassen hat und daraus was Ureigenes gemacht hat.

Children Of Belial beginnt mit einigem Tempo mehr, bevor es nach einem Break deutlich an Tempo nachlässt und schön zähflüssig doomig wird. Als Quintessenz von allem entpuppt sich Necromancy, welches zugleich aus meiner Sicht so etwas wie den Höhepunkt des Albums darstellt. Fast acht Minuten absoluter Black/Doom Wahnsinn in all seinen Facetten mit sehr viel diabolischer Atmosphäre und total mitreißend.

Düster schließt sich Famadihana mit gedrosseltem Tempo an, bleibt trotzdem sehr wuchtig, wobei einige Tempoausbrüche auch diesem Song nicht verwehrt bleiben. Hervorzuheben in diesem Fall auch die teuflischen Gitarrenausbrüche.

So geht es auch bei den folgenden Songs weiter mit fließend übergehenden Tempiwechsel, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.

Schleppend düstere Horrorstimmung kommt noch einmal mit Echoes From Past Lives auf, einem Song, dem fast schon eine sakrale Stimmung innewohnt.

Kurz vor Schluss durchqueren wir sogar kriechend doomig eine Kapelle, bevor uns ein letzter Ritus mit dem Outro Last Rites atmosphärisch entlässt.

The Rite – Liturgy Of The Black
Fazit
The Rite schaffen es auf ihrem ersten Album, zwischen Intro und Outro eine faszinierende Liturgy Of The Black hinzulegen, die die Fans des Black und Doom Metals begeistern wird

Anspieltipps: Children Of Belial, Necromancy und Trespassing The Chapel
Juergen S.
9.5
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