The Young Gods: neues Album „Data Mirage Tangram“ erscheint am 22.02.2019

Wann hat man schon mal eine Band auf dem Tisch, die als Inspirationsquelle für Künstler wie U2, Nine Inch Nails oder sogar David Bowie diente oder von der sehr kritischen UK Presse als „Next big thing“ Ende der 80er geadelt wurde?

The Young Gods sind tatsächlich so eine Band und am 22. Februar erscheint ihr neues Album via Two Gentlemen/Rough Trade.
Figure Sans Nom ist die erste Single aus dem neuen Album …

Bereits seit Mitte der 80er Jahre gibt es The Young Gods. Schon damals gingen die Schweizer an die musikalischen Grenzen und darüber hinaus. Zum Beginn ihrer Karriere gehörten sie zu den Pionieren des Industrial Punk und flirteten dann mit surrealem Kabarett und verschrieben sich später Electro/Techno Sounds als sie schon Legenden der europäischen Szene waren.

Im Winter 1984 – 85 definierten Franz Treichler und Cesare Pizzi eine neue Formel für Rock indem sie einfache Maschinen nutzen. Unterstützt wurden sie dabei von Drummer Frank Bagnoud. Die ersten Konzerte waren wie Elektroschocks. Dargeboten mit Gesang, Drums, Sampler … und fettesten Gitarrenwänden aber ohne Gitarren. So etwas hatte man bis dahin noch nicht gehört.
Nachdem 1987 das erste Album erschien, schrieb die Britische Presse „The Young Gods are the next big thing, they are what happens next …“
Anfang der 90er ersetzte Al Comet Cesare Pizzi am Sampler. In der Besetzung erschien das Album T.V. Sky mit der Single Skinflowers, die dank einer MTV Rotation die Tür nach Amerika aufstieß.

David Bowie, U2 und Nine Inch Nails benannten The Young Gods als Inspirationsquelle, die Dinge entwickelten sich in einem atemberaubenden Tempo bis alles zu viel wurde…

Zu Beginn der 2000er Jahre reformierte sich die Band dann wieder in Genf und rückte musikalisch deutlich dichter in Richtung Electro/Techno und Bernard Trontin ersetzte Üse Hiestand an den Drums.

2005 feierten The Young Gods beim Montreux Jazz Festival ihr zwanzigjähriges Jubiläum mit Mike Patton (Faith No More, Mr.Bungle, Fantômas) als Sänger. Sie waren Teil des Amazonia Ambient Project für das Genfer Wissenschaftsmuseum, interpretierten das legendäre Woodstock Festival von 1969 und kollaborierten mit den alternativen Hip-Hopern von Dälek, dem Improvisationstrio Koch, Schütz & Studer und der Band Nação Zumbi.

2008 erschien das Akustik-Album Knock On Wood, mit dem sie auf Tour gingen, bevor sie dann für das 2010er-Album Everybody Knows abermals die Maschinen anwarfen bei dem auch flesh-and-blood Gitarrist Vincent Hänni mitwirkte. Dann spielten sie ihre ersten beiden Alben The Young Gods und L’Eau Rouge live zusammen mit dem Gründungsmitglied Cesare Pizzi an den Samplern.

Und wie sieht nun die musikalische Zukunft von Vincent Hänni aus? Treichler, Pizzi and Trontin zeigten sich 2015 beim Cully Jazz Festival. Drei Jahre später steht das 12. Album in den Startlöchern und wird im Februar 2019 veröffentlicht. Eine Europatour folgt im März/April, gefolgt von einer Welttour.

Am 28. März spielen The Young Gods in Berlin.

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