Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com
Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com

Thrice + Support am 12.06.2018 in der Live Music Hall, Köln

“Thrice in concert – Ein Grund, sentimental zu werden“

Eventname: Europa Tour 2018

Künstler: Thrice (USA)

Vorband: Brutus (BE)

Ort: Live Music Hall, Köln

Datum: 12.06.2018

Kosten: 32,00 EUR

Genre: Post-HC, Black Metal, Post Rock, Math Rock, Alternative Rock

Veranstalter: Prime Entertainment, FKP Scorpio

Linkhttps://www.facebook.com/events/2005247279716481/

Setlists:

01. War
02. Horde II
03. Justice De Julia II
04. Drive
05. Child
06. All Along
07. Horde

01. Hurricane
02. Silhouette
03. Of Dust and Nations
04. All the World Is Mad
05. Black Honey
06. In Exile
07. Daedalus
08. Hold Fast Hope
09. Stare at the Sun
10. Blood on the Sand
11. The Grey
12. The Weight
13. The Window
14. Firebreather
15. Death From Above
16. Yellow Belly
17. The Long Defeat
Zugabe:
18. The Artist In The Ambulance
19. Deadbolt
20. The Earth Will Shake

Photos im Auftrag für Time For Metal: www.quintenquist.com

Nachdem die Live Music Hall gestern mit Killswitch Engage eine der Größen des Metalcore begrüßen durfte, geht es am heutigen Dienstag mit einer der Größen des Post-HC weiter. Die mächtigen Thrice haben sich samt Support angekündigt und werden einem der letzten verbliebenen Musikvenues in Ehrenfeld zeigen, dass sie’s noch drauf haben. Im Gepäck haben die Herrschaften aus Kalifornien ihre neue Single The Grey, die sie zum Labeleinstand mit Epitaph Records veröffentlicht haben. Für’s Warmup sorgen Brutus aus dem belgischen Leuven, bestehend aus Schlagzeugerin und Sängerin Stefanie, Bassist Peter und Gitarrist Stijn.

Und mit selbigen geht’s dann auch um kurz vor 20:00 Uhr los. Nach dem gut fünf Minuten dauernden Intro entert die Band die Bühne, auf der bereits für beide Acts alles aufgebaut ist, weshalb Stefanie mit ihrem Drumkit weit vorne rechts am Bühnenrand sitzt, den Blick in Richtung der gegenüberliegenden Wand. Musikalisch ist es schwer zu beschreiben, was die Drei anzubieten haben. Mal drischt sie wilde Punkrockbeats, mal wird es schwermütig, mal erklingen Black Metal lastige Blastbeats, wohlgemerkt alles ohne Double Bass-Fußmaschine gespielt. Klanglich spiegelt sich das auch im Output von Gitarre und Bass wider. Mit Ansagen hält man sich zurück, konzentriert sich auf die eigene Musik.

Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com

Und nicht, um die – technisch versierte – Band, die auch ohne viel Publikumsinteraktion sympathisch rüberkommt schlechtzumachen, sondern weil es eben Momente wie der folgende sind, die den Auftritt doch recht liebenswert machen, denn mitten in einem Song verspielt sich Stefanie und die Band verstummt abrupt. “Sorry, we’ll do it again.” Cantina Band-Modus *on* und denselben Song nochmal von vorn. Nach 40 Minuten atmosphärischem Black Metal, Math Rock, Post Rock und Punk verlässt das Trio unter Applaus die Bühne.

Brutus @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com

Um 21:00 Uhr geht’s dann weiter mit dem Headliner. Thrice waren zuletzt 2016 mit FJØRT hier zu Gast und haben ihr damaliges Album To Be Everywhere Is To Be Nowhere präsentiert. Als Fan der ersten Stunde war ich nicht immer sonderlich glücklich über die musikalische Entwicklung, die nach dem Über-Album The Artist In The Ambulance immer mehr akustische Spuren von Frontmann Dustin Kensrues religiös geprägten Solo-Arbeiten aufwies. Ich lasse mich heute aber mal überraschen, ob der Labelwechsel zum Punkrock-Giganten Epitaph Auswirkungen auf die Gesamterscheinung haben könnte.

Und in der Tat scheinen die Herren spielfreudiger als noch vor zwei Jahren, bewegen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, allen voran Bassist Ed Breckenridge, der zudem einen dominanten, satten, trockenen und harschen Basssound gen Publikum schmettert. Und auch Dustin Kensrue verlässt in gesangsfreien Parts den Platz am Mikro und nutzt den Raum auf der Bühne.

Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com

Und obwohl die Temperaturen im Vergleich zu gestern, als die Halle gefühlt 50° hatte deutlich gefallen sind, hat sich die Mehrheit des Publikums entgegen der Performance der Band entschieden, die Show lieber konzentriert zu verfolgen. Mitgesungen wird dennoch aus voller Brust bei Hits wie Stare At The Sun oder auch neueren Songs wie The Long Defeat, den das Publikum am Ende alleine bestreitet. Einige Crowdsurf-Versuche werden bei Stare At The Sun unternommen, die aber recht schnell wieder abgebrochen werden.

Thrice @ Live Music Hall, 12.06.2018, Photo: www.quintenquist.com

Die Tracklist ist allgemein mit Auswahlen aus neun Alben heute begrüßenswert bunt gemischt. Drei Songs von The Artist In The Ambulance und als Zugabe dann vom The Illusion Of Safety-Album Deadbolt…so gefällt mir das. Vor Deadbolt folgt aber erst einmal der Titeltrack des 2003er Giganten als erste Zugabe. Das Bonus-Triple wird noch vom massiven The Earth Will Shake abgerundet. Nach ca. 80 Minuten verstummt der letzte Ton und der Eindruck hat sich verfestigt, dass Thrice mit der neuen Single The Grey als Vorboten vielleicht zu alter Stärke zurückgefunden haben könnten, was sich durch die Spielfreude und Performance heute auch subjektiv aufdrängte. Ich bin gespannt, wann mit einem Album zu rechnen ist und was das neue Umfeld für das Songwriting der Band bedeutet. Wenn das heute der Vorgeschmack war, dann sehe ich in einen starken Longplayer auf uns zukommen.

Und apropos Killswitch Engage: Während der Zugabe streift niemand Geringeres als Adam D. gen Ausgang an mir vorbei, der sich die Show in der Halle vorab angesehen hatte, wohl dadurch bedingt, dass seine Band vor der Show in Berlin einen Day Off hatte.

 

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