Wolfpakk – Wolves Reign

“Hier heulen 25 Wölfe um die Wette“

Artist: Wolfpakk

Herkunft: Deutschland/Schweiz

Album: Wolves Reign

Spiellänge: 56:58 Minuten

Genre: Melodic Metal

Release: 28.01.2017

Label: AFM / Soulfood Records

Produziert: Mark Sweeney, Michael Voss

Link: http://www.wolfpakk.net

Bandmitglieder:

Mark Sweeney
Michael Voss

Gastmusiker:

Gesang – Claus Lessmann (Ex-Bonfire), Biff Byford (Saxon), Ronnie Atkins (Pretty Maids), Mike Vescera (Ex-Malmstenn), Tony Harnell (TNT), Oliver Hartmann (Avantasia), Jioti Parcharidis (Victory), Steve Grimmett (Grim Reaper), Pasi Rantanen (Thunderstone), Danny Vaughn (Tyketto), Andy Lickford (Killer), Simone Christinat (Legenda Aurea), Jean-Marc Viller (Callaway)

Gitarre – Timo Somers (Delain), Brad Gillis (Night Ranger), George Lynch (Ex-Dokken), Alen Brentini (Andreas Gabalier), Jen Majura (Evanescence), Chris Holmes (Ex-W.A.S.P.), Martin Rauber (Top4Tea)

Bass  –  Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne, Dio), Marc Lynn (Gotthard), Volker Krawczak (Axel Rudi Pell), Michael Müller (Jaded Heart)

Schlagzeug – Alex Holzwarth (Avantasia, Rhapsody Of Fire), Gereon Homann (Eat The Gun)

Tracklist:

  1. Falling
  2. Run All Night
  3. Blood Brothers
  4. Wolves Reign
  5. No Remorse
  6. Inside The Animal Mind
  7. Scream Of The Hawk
  8. The 10 Commandments
  9. Mother Earth
  10. Tomorrowland
  11. I’m Onto You

Das Wolfsrudel schlägt wieder zu. Die Beute diesmal keine Schafsherde sondern unsere Ohren. Unterstützt werden die beiden Leitwölfe Mark Sweeney (Ex Crystal Ball) und Michael Voss (Ex Casanova, Mad Max) von vielen illustren Gastwölfen. Wer im Einzelnen bei welchem Song mitgewirkt hat, ist auf www.wolfpakk.net nachzulesen. Deshalb beschränken wir uns hier auf die elf Songs und deren Qualitäten. Immerhin ist es bereits das vierte Album von Wolfpakk und nun stellt sich die Frage, ob das neue Album das vorherige toppen kann. Das lässt sich nicht so einfach beantworten, denn auch dieses ist mit einer eigenen Identität ausgestattet, die sich von jedem der vorherigen unterscheidet. Deshalb ist ein direkter Vergleich kaum möglich.

Gleich der Opener Falling zeigt die Marschrichtung auf. Treibende Rhythmussektion, hier Rudi Sarzo am Bass und Claus Lessmann am Mikro lassen keine Wünsche offen. Da wird das Songwriting der beiden Leitwölfe konsequent umgesetzt. Run All Night besticht durch die gute Melodie und den Gesang von Mike Vescera. Blood Brothers lässt glatt an Karl May erinnern, da galoppieren die Apachen durch das imaginäre Bild und kein geringerer als Saxon Häuptling Biff Byford schwingt anstatt des Tomahawks das Mikro.

Der Titeltrack Wolves Reign mit Georg Lynch an der Gitarre, wird durch eine eingängige Melodie und die Stimme von Tony Harnell geprägt. Die Mid Tempo Nummer kann überzeugen, auch wenn es nicht der ganz große Wurf ist. No Remorse hat ein gutes Gitarrensolo von Allen Bretini, welches dem Helloween Flair des Songs gut zu Gesicht steht. Bei Inside The Animal Mind steht wieder Michael Voss vordergründig an der Gitarre. Fast schon an den guten 80er Jahre Hairy Metal erinnernd, ist das ein nicht ganz an die vorherigen Nummern heranreichendes Stück.

Der Schrei Des Falken ertönt bei Scream Of The Hawk nicht, aber eine eingängige Melodie, die von Steve Grimmet schon fast in den Höhen eines Greifvogels gesungen wird. The 10 Commandments verfügt wieder über alles, was ein gutes Stück dieses Genres Melodic Metal ausmacht. Guter Gesang von Pasi Rantanen, Drums von Alex Holzwarth, der dem Song dadurch ein wenig Avantasia Feeling einhaucht, eine Melodie und ein Arrangement, welches dieses noch gekonnt unterstreicht. Gelungen. Mother Earth wird von Ronnie Atkins trefflich in Szene gesetzt. Unterstützt von Simone Christinat an den Vocals entwickelt sich das Stück Musik über die getragene Melodie. Mit einem orientalisch angehauchten Mittelteil, zu einem gitarrenlastigen Song mit Ohrwurmcharakter. Jen Majura an der Klampfe überzeugt mit einem tollen Solo.

Die letzten beiden Tracks beginnen mit Tomorrowland. Ein leichtes Piano unterstützt die Stimme von Danny Vaughn und es entwickelt sich eine richtig schöne Ballade. Auch hier fällt wieder auf, dass die Songs auf die jeweiligen Gastmusiker zugeschnitten sind. Der Rausschmeißer I’m Onto You verabschiedet die insgesamt 23 Gastwölfe würdig. Die irgendwo zwischen Accept mäßigen Riffs und Hard Rock angesiedelte Nummer ist ein guter Abschluss eines insgesamt beachtenswerten Albums.

Fazit: Vierter Streich des Wolfsrudels um Mark Sweeney und Michael Voss. Wie das mit den illustren Gästen auf die Bühne gebracht werden soll, ist schleierhaft und scheinbar auch zunächst nicht geplant. Wer aber ein feines Album mit vielen tollen Songs möchte, ist hier richtig. Es lohnt auch das mehrmalige Hören, denn man entdeckt immer etwas Neues: eine neue Melodie oder ein geiles Riff. Nicht alle elf Songs sind herausragend, vielleicht hätten ein oder zwei weniger mehr ausgemacht. Immerhin ist fast eine Stunde Spielzeit schon ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Anspieltipps: Falling, Mother Earth, Tomorrowland
Kay L.
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