“Entspannend aber schon oft gehört“
Artist: Tears Of Martyr
Herkunft: Madrid, Spanien
Album: Tales
Spiellänge: 41:10 Minuten
Genre: Gothic Metal
Release: 26.04.2013
Label: Massacre Records
Link: http://www.tearsofmartyr.com/
Bandmitglieder:
Gesang – Berenice Musa
Gitarre und Backgroundgesang – Miguel Ángel Marqués Castellano
Bassgitarre – Adrián Miranda
Schlagzeug – Doramas Parraga
Tracklist:
- The Scent N° 13th
- Golem
- Mermaid And Loneliness
- Vampiress Of The Sunset Street
- Ancient Pine Awaits
- Lost Boys
- Fallen Hero
- Of A Raven Born
- Wolves And A Witch
- Ran Into The Forest
Ich bin ja erstaunt, dass es das spanische Quartett Tears Of Martyr schon seit dem Jahr 1996 gibt. Trotz dieser langen Bandgeschichte wurden in all der Zeit nur eine Single, zwei Demos und ihr bisher einziges 2009 erschienenes Album Entrance veröffentlicht. Nun, gute vier Jahre nach ihren ersten Full-Length folgt unter der Fahne von Massacre Records das zweite Werk mit dem Namen Tales.
Wo der Song The Scent N° 13th nun anläuft, finde ich das Ganze schon mal nicht schlecht, denn es läuft alles sehr mystisch ab und wie im Gothic Metal auch oftmals üblich, gibt es hier auch einfach nur sehr schöne Melodien zum Entspannen. Diese Melodien sind großteils auf dem gesamten Album verarbeitet. Leider gibt es in sehr wenigen Songs etwas härteren Sound, der nochmal ein etwas anderes Bild hervorruft und das Gesamtbild abrundet.
Sängerin Berenice Musa hat eine sehr starke Sopranstimme, die oft sehr kräftig herüberkommt und so die fiesen Growls von Gitarrist Miguel Ángel Marqués Castellano einfach mal in den Schatten stellt. Trotzdem ist das eine sehr gute Kombination und es wird einem dadurch ein größerer Hörgenuss ermöglicht.
Auch einige Balladen finden sich auf Tales wieder – zum Beispiel Mermaid And Loneliness, das im normalen Sound gespielt wird. Aber dann ist da noch die Ballade, die für mich ein Highlight darstellt: Auf Ancient Pine Awaits wird mal alles ausgestellt und es geht in eine sehr angenehme Akustiksession mit gezupften Gitarrensaiten über. Dieses Mal gibt es keinen Soprangesang – eigentlich fast ein Klang wie aus dem Mittelalter. Einfach nur empfehlenswert.
Von der Produktion her kann man nicht meckern, denn die Melodien sind gut zu hören und dadurch, dass die Musik ab und an mehr in den Hintergrund gestellt wird, kommen manche der gesprochenen Parts wie z.B. bei Of A Raven Born sehr gut rüber.



