Angel Of Damnation – Ethereal Blasphemy

Sacred Steel treffen auf Manilla Road

Artist: Angel Of Damnation

Herkunft: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Album: Ethereal Blasphemy

Genre: Doom Metal, Epic Doom Metal, Epic Metal

Spiellänge: 47:44 Minuten

Release: 20.06.2025

Label: Dying Victims Productions

Links: https://dyingvictimsproductions.bandcamp.com/music

Bandmitglieder:

Gesang – Doomcult Messiah
Schlagzeug – Neudi
Gitarre, Bass, Keyboard – Avenger
Bass – Forcas

Tracklist:

  1. Eternal Life In Hell
  2. Evangeline
  3. Stigmata
  4. Warning From The Sky
  5. Lost In A World Of Despair
  6. Hungry Hordes Of Hades
  7. Anal Worship Of The Goatlord

Gerrit Philipp Mutz, Sänger von Sacred Steel, veröffentlichte mit seiner Hauptband gerade die neue Platte Ritual Supremacy. Anscheinend hat Mutz aktuell die Arbeitswut gepackt. Etwas weniger bekannt als Sacred Steel sind Angel Of Damnation, die Mutz als Doomcult Messiah gemeinsam mit Avenger (Daniel Cichos, unter anderem Nocturnal, Scalare oder Szarlem) vor circa 20 Jahren gegründet hat. Dazu gesellt sich ein neues Gesicht an den Drums. Andreas „Neudi“ Neuderth sitzt hinter der Schießbude, der vor allem von seinen Aktivitäten bei Manilla Road, Sentry oder auch neuerdings Ironsword bekannt sein dürfte.

Manilla Road, Ironsword, diverses schwarzes Metal und Sacred Steel. Die Einflüsse bei Angel Of Damnation sind vielfältig, lassen sich mit Epic Doom Metal aber relativ gut zusammenfassen. Dass Namen wie Candlemass, Pentagram, Saint Victus oder die zweite Doom-Metal-Band von Mutz, Dawn Of Winter, als Einflüsse genannt werden, versteht sich von selbst.

Quelle: Dying Victims Productions

Sieben Stücke haben die Protagonisten auf Ethereal Blasphemy gepackt, wobei der Schlusspunkt Anal Worship Of The Goatlord mit mehr als zehn Minuten Laufzeit sofort ins Auge sticht. Bereits der Einstieg Eternal Life In Hell liefert schwere Riffs, aber auch eine gewisse Epik und einen eingängigen Refrain. Evangeline ist mit weniger als fünf Minuten der Kurztrack, schielt mehr in Richtung Heavy und kommt deutlich schneller daher als sein Vorgänger. Die Tiefe und die Melancholie kehren mit Stigmata sofort wieder zurück, in dem Mutz und Co. wiederum einen bärenstarken Refrain verflechten.

Mit Warning From The Sky legen Angel Of Damnation fast einen Ohrwurm auf den Tisch, der für Doom sehr glatt durchläuft und von den Saiten an den schwarzen Sabbath aus Birmingham erinnert. Auch die weiteren Stücke wie Lost In A World Of Despair und Hungry Hordes Of Hades vermeiden die ganz große Schwere, sodass die Namen Candlemass und Saint Victus des Öfteren in den Sinn kommen. Der Schlusspunkt ist der bereits erwähnte Langläufer Anal Worship Of The Goatlord, der sich anfänglich sehr gemächlich vorwärts rollt. Im weiteren Verlauf variieren die Herren an der Temposchraube. Insgesamt bleibt der Langläufer bedrohlich und gefühlt das Stück mit der größten Melancholie und Schwere.

Angel Of Damnation – Ethereal Blasphemy
Fazit
Wer seinen Doom ausschließlich schwer und niederschmetternd konsumiert, der wird bei Angel Of Damnation und Ethereal Blasphemy nur bedingt fündig. Der mehr als zehnminütige Abschluss Anal Worship Of The Goatlord sollte Fans der tiefsten Melancholie mitnehmen. Dagegen stehen aber Sachen wie Evangeline oder das fast schon leichtfüßige Warning From The Sky, die eher Fans von epischem Doom ansprechen dürften.

Insgesamt gibt es ein starkes Doom-Metal-Album auf die Ohren, bei dem Mutz ähnlich wie bei Sacred Steel die gesamte Bandbreite des Genres nutzt. Antesten!

Anspieltipps: Warning From The Sky, Stigmata und Lost In A World Of Despair
Franziska W.
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