Aborted – Maniacult

Belgier auf dem Vormarsch

Artist: Aborted

Herkunft: Beveren-Leie, Belgien

Album: Maniacult

Spiellänge: 40:54 Minuten

Genre: Death Metal, Deathcore, Deathgrind

Release: 10.09.2021

Label: Century Media

Link: http://www.goremageddon.be/

Bandmitglieder:

Gesang – Sven De Caluwe
Gitarre – Danny Tunker
Gitarre – Harrison Patuto
Bassgitarre – J.B. Van Der Wal
Schlagzeug – Ken Bedene

Tracklist:

  1. Verderf
  2. ManiaCult
  3. Impetus Odi
  4. Portal To Vacuity
  5. Dementophobia
  6. A Vulgar Quagmire
  7. Verbolgen
  8. Ceremonial Ineptitude
  9. Drag Me To Hell
  10. Grotesque
  11. I Prediletti: The Folly Of The Gods

Aborted sind seit 22 Jahren in der Musikszene unterwegs und haben bis zum heutigen Tage unglaubliche Platten abgeliefert. Es fing 1999 an mit The Purity Of Perversion und ging weiter bis zur bis dato erfolgreichsten Platte Terror Vision im Jahr 2018. Nun erwartet uns das neue Wunder, welches aus dem Haus Aborted kommt, es nennt sich Maniacult und wird wieder von Cenutry Media veröffentlicht. Die Besetzung ist gleich geblieben und wir dürfen uns auf ein Meisterwerk freuen, welches seinen Vorgänger in den Schatten stellen wird!

Nach und mit dem unglaublich starken Intro in Verderf beginnt der Ausruf von Warnrufen! Verzerrte Gitarren und eine atmosphärische Musikführung, die einer Apokalypse gleicht, stimmen einen direkt auf das Bevorstehende ein. Aborted waren schon immer bekannt dafür, die Mengen mit unglaublichen Grindcorevocaleinlagen zu begeistern und mit einem vollziehbaren Tempo her anzugaloppieren. Mit dem gleichnamigen Albumnamen und Track ManiaCult geht es dann so richtig mit dem los, was mit Verderf versprochen wurde. Dramatische Vocals treffen auf driftige Gitarrenriffs, welche niederschmetternd wie gewohnt sind. Aber erst das Zusammenspiel mit Bass rundet die ganze Sache ab. Zu vergessen sind hier nicht die Drums, welche wieder einmal mit gewaltigen Tempos überzeugen können und dadurch die Kirsche auf der Sahnetorte darstellen.

Die extreme Vielfalt überrascht mich – um ehrlich zu sein! Die älteren Alben haben Abwechslung gezeigt, aber keins war so extrem wie dieses, wie ManiaCult. Die Melodieführung ist einfach einzigartig – von Portal To Vacuity ist kein Vergleich zu ziehen zu Dementophobia. Die einzigen Parallelen, welche sich einheitlich über das Album ziehen, sind die Vocals, ebenso wie die Drums, welche einfach niederschmetternd, gnadenlos brutal sind.

Die Aggression, welche wieder mal verkörpert wurde, erinnert mich an Bilder, die eine Freundin von mir zeichnet. Diese veranschaulichen all ihre Gedanken in wirren Linien, welche beim genauen Betrachten keinen Sinn ergeben. Geht man aber etwas zurück und betrachtet das ganze Kunstwerk, dann erkennt man, dass die Linien sich zu einem Motiv verdichten. Ebenso ist das hier bei Aborted mit ManiaCult! Die einzelnen Passagen, Lieder oder Motive können kaum für sich stehen, es geht um das Ganze! Je öfter man sich das Album in voller Länge zu Gemüte führt, desto interessanter und klarer wird die Kunst hinter der Scheibe.

Aborted – Maniacult
Fazit
Für mich ist es eine gelungene Scheibe, für eine volle Punktzahl fehlt mir nur etwas mehr,… Ich hätte mir mehr Variationen in den Vocals und im Schlagzeugspiel gewünscht. Ansonsten wird die Energie über das ganze Album sehr deutlich ausgedrückt, was mich begeistert hat. Wer auf Deathcore steht und einfach Brutales auf die Schnauze benötigt, der benötigt ManiaCult in seiner Sammlung!

Anspieltipps: Dementophobia, Verbolgen und Grotesque
Paul M.
8
Leser Bewertung3 Bewertungen
6.7
8
Punkte
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