Abscession – Rot Of Ages

Schweden sind nun mal Schweden und das ist auch gut so

Artist: Abscession

Herkunft: Schweden

Album: Rot Of Ages

Spiellänge: 40:00 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 07.05.2021

Label: Transcending Obscurity Records

Link: https://abscession.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang  – Thomas Clifford
Gitarre, Bassgitarre und Keyboards – Skaldir
Schlagzeug – Markus Porsklev

Tracklist:

  1. Rat King Crawl
  2. Theater Of Pain
  3. Dead Man’s Hate
  4. Rains Of Death
  5. Rot Of Ages
  6. The Final Furnace
  7. When The Guillotine Falls
  8. War Machine
  9. Prometheus Unbound
  10. Età Della Putrefazione

Die Schweden von Abscession lungern jetzt bereit seit 2009 herum, haben aber nicht den Drang oder die Möglichkeit, viel herauszubringen. Nach einem Demo im Jahre 2010 hat man fünf Jahre gebraucht, um das Debütalbum namens Grave Offerings herauszubringen. 2016 folgte noch eine Single und dann wurde es wieder still um die Band. Immerhin konnte man einen Deal mit dem geilen Label Transcending Obscurity Records ergattern und nun erfolgt das Album Nummer zwei. Wer das Label kennt, wird wissen, dass es irgendetwas mit Death Metal zu tun hat.

Rat King Crawl lässt alle Schweden Death Metal Herzen höherschlagen. Uftata und typisches Old School Uptempo. Ja, läuft. Dann ein Stakkato-Abggehpart, der wie Sau drückt und heavy ist. Im Midtempo agiert man weiter, sehr aggressiv. Der Gesang wird gedoppelt und das passt sehr gut. Ein atmosphärisches Solo muss natürlich her und wieder in die Stakkato-Geschichte. Dass ich dabei gute Laune bekomme, muss ich wohl nicht extra erwähnen, mache ich aber. Weiter geht es mit einem schon sehr oft gehörten Mitdempo-Part, der aber trotzdem fetzt ohne Ende. Dann wieder ein langer, instrumenteller Part. Sehr druckvoll, aber der Song ist dann zu Ende.

Theater Of Pain kommt auf der einen Seite melodisch, auf der anderen Seite sehr brutal, da er überwiegend schnell vorgetragen wird. Diese eingebauten Melodien sind nicht nur hier geil. Sehr straighter und direkter Song, welcher mich total überzeugt. Feiner Ballersong mit Uftata-Einsätzen. Mein Favorit.

Dead Man’s Hate klingt zu Beginn ein wenig nach Edge Of Sanity. Es bleibt aber eine straighte Abgehnummer.

Rot Of Ages legt auch gleich einmal ordentlich los. Mit einem dreckigen Uftata-Part hat man bei mir eh schon gewonnen. Guter Beginn. Hier regiert wieder einmal der Death Metal. Die alte Schule wird bedient und so knüppelt man sich schön durch den Song. Ein Solo darf nicht fehlen und natürlich die Uftata-Momente und Tempoverschärfungen. Ein bisschen D-Beat und Crust dürfen auch nicht fehlen, aber dann, nach zwei Minuten, wird es theatralisch. Ein Klavierpart erhellt den Tag und es kommen Clean-Vocals hinzu. Was jetzt denn los? Aber nach einer Minute wird klar, dass der Death Metal weiter triumphieren wird. Ein Schrei und ein treibendes Riff folgen und der Angriff erfolgt aufs Neue. Schnelles und melodisches Riffing und ordentliches Uptempo. Ja, so kann es machen. Klingt schon ein wenig blackig. Ein fettes Solo folgt noch und dann darf das Klavier noch einmal ran.

The Final Furnace klingt so richtig schwedisch. Der Anfang ist ganz alte Schule und so kämpft man auch weiter. Zwar bieten sie den typischen Sound an, den eben auch viele andere Bands innehaben, aber sie versuchen recht abwechslungsreich zu Werke zu gehen und dieses schaffen sie auch. Natürlich sind auch normale Elchtod-Riffs am Start und das braucht man ja auch, um glücklich zu werden, aber sie sind weit davon entfernt, abzukupfern oder nur nachzuspielen.

So auch bei When The Guillotine Falls. Eine sehr straighte Nummer, schön aggressiv, teilweise ein wenig vertrackt. Auf der einen Seite eben dieses Szenario, auf der anderen Seite bieten sie eine geile melancholische Melodie an und typische Abbangparts, überwiegend vom Drummer erzeugt. Dann einen Mitgrölpart mit anschließendem Knüppelgemetzel und langem Screaming. Geil. Und ab in die melancholische Ecke. Sehr geil. Der Gesang wütet über den Part und wird teilweise clean vorgetragen. Diese Melodie setzt sich sofort in deine Gehirnzellen und zerstört da ein wenig, diese Melodie wird am Ende noch mit einem Keyboard wiederholt und dann ist auch Feierabend.

Dass der Schweden Death Metal sehr facettenreich sein kann und immer wieder neu interpretiert wird, hört man auch beim recht atmosphärischen War Machine. Es werden immer kleine, interessante Facetten mit eingebaut.

Abscession – Rot Of Ages
Fazit
Abscession stammen aus Schweden, und das hört man zu jeder Sekunde ihres Schaffens, allerdings versucht man immer wieder, kleine Nuancen mit einzubauen und so bleibt man interessant. Natürlich wurden die Kettensägen-Riffs mit dem HM2-Sound versehen. Diese sind aber echt stark und die eingestreuten Soli bringen einen melodischen Touch. Gutes Album.

Anspieltipps: Theater Of Pain und Rot Of Ages
Michael E.
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