Archspire – Bleed The Future

Extrem in Tempo und Technik

Artist: Archspire

Herkunft: Vancouver, Kanada

Album: Bleed The Future

Spiellänge: 31:35 Minuten

Genre: Technical Death Metal

Release: 29.10.2021

Label: Season Of The Mist

Link: https://www.facebook.com/Archspireband

Bandmitglieder:

Gesang – Oliver Rae Aleron
Schlagzeug – Spencer Prewett
Gitarre – Dean Lamb
Gitarre – Tobi Morelli
Bass – Jared Smith

Tracklist:

  1. Drone Corpse Aviator
  2. Golden Mouth Of Ruin
  3. Abandon The Linear
  4. Bleed The Future
  5. Drain Of Incarnation
  6. Acrid Canon
  7. Reverie On The Onyx
  8. A.U.M.

Die kanadische Technical Death Metal Band Archspire ist ab dem 29.10.2021 mit ihrem neuen Album zurück. Bleed The Future, so der Albumtitel, wird es über ihr Label Season Of Mist als CD, Black Vinyl auch auf Kassette geben.

Spätestens seit ihrem Album Relentless Mutation aus dem Jahr 2017 sind die Kanadier Archspire zur Messlatte geworden, was den Technical Death Metal betrifft. Dabei bemerke ich gerade, dass das ja auch schon vier Jahre her ist. Vier Jahre, die die Band genutzt hat, um ihren schon so genialen Sound noch etwas zu verfeinern.

Ich selbst mag ja, was diese Band da so in Höchstgeschwindigkeit fabriziert. Ich verstehe es echt nicht, wenn der eine oder andere Hörer sagt, dies sei ihm zu schwierig, es an einem Stück zu hören. Aber Leute, es sind dieses Mal auch wieder nur knapp über 31 Minuten extremes Tempo mit allerlei technischen Finessen und Gefrickel geworden. Von mir aus könnten es ruhig sechzig Minuten sein.

Also, Fans von extremer (Metal) Mucke: Festschnallen, denn wir befinden uns in einem extremen Technical Death Metal Krieg. Das Imperium Archspire schlägt in Form von Bleed The Future zurück. Die Waffen sind keine Lichtschwerter, sondern extreme schnelle Gatling Maschinengewehre, da habt ihr bestimmt schon von gehört!? Wenn nicht, dann lest es in meinem Review zum vorangegangenen Album nach, ich möchte mich hier nicht wiederholen. Schlagzeuger Spencer Prewett sichert mit seinem Schlagzeug in Gatling Manier das Schlachtfeld ab. Versucht doch mal nachzuzählen, auf wie viel Schuss er in der Minute (oder auch BPM) kommt. Assistiert wird er dabei von Jared Smith am Bass. Flankiert wird er von einem weiteren Maschinengewehr in Form von Sänger Oliver Rae Aleron, der kurze, schmerzhafte Salven in die Reihen feuert.

Dazu gesellen sich die Scharfschützen an den Saiten Tobi Morelli und Dean Lamb, die in diese Szenerie sehr präzise, teilweise mit Klassik und Jazz Munition, nach allen Seiten absichern.

Hört euch doch einfach einmal den Opener Drone Corpse Aviator an, dann spürt ihr, wie feierlich schön sich Death Metal anhören kann. Das vorab als Video veröffentlichte Golden Mouth Of Ruin kommt noch ein Stück extremer daher. Kann zudem mit einem schönen Solo und einigen verrückten Spielereien glänzen. Viel verspielter ist Abandon The Linear. Ob das dann noch Death Metal ist (ja klar, diese unheimlich schnellen Growls und das Gatling sind natürlich noch da), sei dahingestellt. Anlehnend an Free Jazz würde ich es einmal als Free Technical Death Metal bezeichnen wollen.

Bleed The Futue beginnt in „Zicke Zacke hoi hoi“-Manier und überrascht mit ein paar Breaks, unter anderem mit einer akustischen Gitarre. Das folgende Drain Of Incarnation beginnt mit einem träumerisch verspielten Intro. Das könnte auch in einer Kirche aufgenommen worden sein. Der Dämon, der dann kommen wird, ist bereits nach ein paar Takten zu erahnen.

Auf Acrid Canon geht man dann scharf zur Sache, bevor man auf Reverie On The Onyx erneut mit einem klassischen Intro vor dem anstehenden Inferno täuschen möchte, welches immer wieder durch klassisch anmutende Sequenzen aufgelockert wird. Die Spoken Words zum abschließenden A.U.M. sagen bereits alles „… bring back the fucking danger in the music!“ Yeah, so soll es sein und Archspire machen es!!!

Archspire – Bleed The Future
Fazit
Wie erwartet bringen Archspire auf ihrem neuen Album Bleed The Future extremen Technical Death Metal in Vollendung. Technical Death Metal in extremer Geschwindigkeit mit Finessen und Gefrickel auf höchstem Niveau. An Archspire geht kein Weg vorbei, wenn man Anhänger von Technical Death Metal ist. Leider hat das Album wieder nur knapp über 31 Minuten. Jungs, wenn es demnächst 45 Minuten sind, bekommt ihr die letzte Stelle hinter dem Komma auch noch!

Anspieltipps: Drone Corpse Aviator, Bleed The Future und Drain Of Incarnation
Juergen S.
9.9
Leser Bewertung9 Bewertungen
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