Bartok – Silent Order (EP)

Ruhig ist anders

Artist: Bartok

Herkunft: Berlin, Deutschland und Israel

Album: Silent Order (EP)

Spiellänge: 12:12 Minuten

Genre: Groove Metal, Progressive Metal

Release: 17.10.2020

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/BartokBand

Bandmitglieder:

Gesang – James Woodward
Gitarre – Liran Aloni
Bassgitarre – Nativ Kedem
Schlagzeug – Matias Sempronii

Tracklist:

  1. Hail The Dead
  2. Deconstruct
  3. Silent Order

Manchmal schreiben mich Bands direkt an und fragen, ob ich zum neusten Output was schreiben möchte. Manchmal fragen Bands auch in einer der vielen Facebook-Gruppen, ob jemand jemanden kennt, der vielleicht Interesse hätte. So lief es bei Bartok. Ich war eine derjenigen, die von jemand anderem markiert wurde, und somit war ich drin. 😀 Gegründet wurde die Band bereits im Jahr 2015, und neben Bartok sind oder waren die Jungs auch noch in anderen Bands involviert. Aktuell sind sie fleißig dabei, ein komplettes Album zu produzieren, aber auch hier machte die aktuelle Situation einen Strich durch die Rechnung. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen saß James in Israel fest, die drei anderen Jungs waren in Berlin. Um die Fans aber nicht länger warten zu lassen, schoben Bartok am 17.10.2020 schon mal drei Songs raus, am Rest wird weiter gebastelt.

Musikalisch kann man den drei Songs einen ordentlichen 90er-Vibe attestieren, ohne dass die Tracks verstaubt oder gar antiquiert klingen. Und wenn man ab und zu mal an Bands wie Pantera, Meshuggah oder Gojira denkt, würden die Jungs das sicherlich unwidersprochen stehen lassen. Dementsprechend ballern die Tracks mit ordentlich Groove aus den Boxen. Dank der richtig guten Produktion habe ich fast das Gefühl, ich kann die einzelnen Instrumente und den Gesang richtiggehend verorten. Stur durchgeballert wird hier nicht, Bartok fahren einen – nicht übermäßigen – progressiven Ansatz. Regelmäßige Tempo- und Rhythmuswechsel werden noch garniert mit Breaks oder kleinen Schlenkern. So etwas wie Klargesang gibt es tatsächlich auch, und zwar in den Refrains, ansonsten schreit und growlt sich James durch die Songs. Dass alle Bandmitglieder über reichlich Erfahrung verfügen, hört man den Songs definitiv an, denn spieltechnisch ist das schon ziemlich abgefahren und auf höherem Niveau.

Bartok – Silent Order (EP)
Fazit
Es ist natürlich ziemlich schwierig, eine Veröffentlichung mit nur drei Songs zu bewerten, die insgesamt auf ungefähr 12 Minuten kommen. Man kann Bartok aber zumindest nicht vorwerfen, dass sie irgendwas künstlich in die Länge ziehen und damit den Hörer ermüden. Die Jungs kommen auf den Punkt und wissen, wie man energiegeladene und nach vorn treibende Songs schreibt, spielt und produziert. Da darf man gespannt sein, wenn das komplette Album fertig ist.

Anspieltipps: eigentlich alle drei Songs, mein Favorit ist Silent Order
Heike L.
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