Bewitcher – Cursed Be Thy Kingdom

Dreckig und angepisster Rock/Metal Bastard

Artist: Bewitcher

Herkunft: Portland/Oregon, USA

Album: Cursed Be Thy Kingdom

Genre: Black/Speed Metal

Spiellänge: 36:25 Minuten

Release: 16.04.2021

Label: Century Media Records

Link: www.bewitcher.us

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – M. von Bewitcher
Bass, Hintergrundgesang – A. Magus
Schlagzeug, Percussion – A. Hunter

 Tracklist:

  1. Ashe
  2. Death Returns…
  3. Satanic Magick Attack
  4. Electric Phantoms
  5. Mystifier (White Night City)
  6. Cursed Be Thy Kingdom
  7. Valley Of The Ravens
  8. Metal Burner
  9. The Widow’s Blade
  10. Sign Of The Wolf

Die amerikanischen Black/Speed Metaller Bewitcher verhexen ab dem 16.04.2021 die Metalwelt mit ihrem neuen Album Cursed Be Thy Kingdom.

Cursed Be Thy Kingdom ist nach Bewitcher (2016) und Under The Witching Cross (2019) der dritte Longplayer der US-Amerikaner seit ihrer Gründung 2013. Gleichzeitig ist es ihr Debüt bei Century Media Records, die das Album als CD und in den Vinylvarianten Black und Dark Green (200 Stück) herausbringen.

Bewitcher haben in alter Tradition von Robert Johnson irgendwann an einer Kreuzung mit dem Teufel einen Pakt geschlossen. Ehrlich gesagt, ist das Böse zu verlockend, zu stark, und die Hölle hat sowieso die beste Musik zu bieten. Im Gegensatz zum alten Blueser Robert Johnson will man doch schneller in die Hölle kommen, daher gibt man sich einem Blackened Speed Metal hin. So hat man nun auch recht schnell den Weg zu Century Media Records gefunden, was die Band wohl in ihrem bisherigen Handeln bestärken dürfte. Ob der Teufel hier wieder vertraglich zugegen war, ist mir allerdings unbekannt.

Auf jeden Fall sind Bewitcher, wie der Teufel selbst, immer bereit, den Deal zu machen. Dieser Deal ist im Falle von Cursed Be Thy Kingdom ein wilder Ritt aus Rock und Heavy Metal. Immer auf der Speed Side of Music.

Akustische Gitarren, im Westernsound durch die imaginäre Wüste trabend, führen uns im Opener Ashe in dieses verfluchte Königreich von Bewitcher ein. Schnell ist man am Scheideweg/an der Kreuzung angelangt und es geht mit stampfendem und groovendem Rhythmus und Death Returns…weiter. Satanic Magick Attack könnte die schwarze Seele von ZZ Top sein. Ist man schon einmal auf der Autobahn zur Hölle, kann man diese natürlich auch thrashig mit punkiger Attitüde auf Electric Phantoms befahren. Dazu gesellt sich ein geiler Drive.

So geht es mit einigen Facetten durch das Album Cursed Be Thy Kingdom, manchmal extrem rockig oder auch mal Eighties Metal like wie in Mystifier (White Night City) zu Gange.

Alle Register des (Extreme) Metals und Rocks werden gezogen. Dabei natürlich auch Hightempo Speed Metal bis zum Anschlag. Ein geiles Beispiel hierfür ist der Titelsong Cursed Be Thy Kingdom oder auch der Metal Burner.

Auf Cursed Be Thy Kingdom kommen so viele Rock- und Metalzüge zur Geltung, dass man manchmal nicht genau weiß, wo der Weg hingeht. Wollen sie vielleicht doch noch vor der Einfahrt in die Hölle einen kleinen Abstecher in irgendeine Bar machen? Auf jeden Fall fetzt das Ding durch seine teilweise recht schmuddelige Attitüde. Einige Rock- und Metalzitate der letzten Jahrzehnte kommen einem bekannt vor, jedoch irgendwie dreckiger und hingerotzter als man sie kennt. Manchmal taucht einfach ein Bulldozer in Form von Motörhead auf und treibt die Riffs vehement davon. Klobige Basslinien zerreißen die Songs und untermauern den schnoddrigen Gesang.

Wer es dreckig und angepisst haben will, der liegt bei Bewitcher vollkommen richtig!

Bewitcher – Cursed Be Thy Kingdom
Fazit
Bewitcher erfüllen ihren Vertrag mit dem Teufel, den sie irgendwann mal an einer Kreuzung geschlossen haben, nun bei Century Media Records. Höllisch dreckiger Blackened Speed Metal wird auf dem aktuellen Longplayer Cursed Be Thy Kingdom geboten. Ein guter Schuss schwarzer Rock tut es manchmal aber auch.

Anspieltipps: Satanic Magick Attack, Electric Phantoms und Sign Of The Wolf
Juergen S.
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