Blaze Of Sorrow – Absentia

Blaze Of Sorrow tauchen aus dem Metal Underground auf

Artist: Blaze Of Sorrow

Herkunft: Mantua (Lombardei), Italien

Album: Absentia

Spiellänge: 43:59 Minuten

Genre: Atmospheric Black Metal, Post-Black Metal, Depressive Black Metal

Release: 24.04.2020

Label: Eisenwald

Link: https://www.facebook.com/blazeofsorrow/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – P.
Gitarre – A.S.
Bassgitarre – V.
Schlagzeug – Nevon (N.)

Tracklist:

  1. Settimo Requiem
  2. Furia
  3. Sonno D‘eterno
  4. Notturna
  5. Hybris
  6. Cupio Dissolvi
  7. Morte Di Un Immortale

Blaze Of Sorrow waren mir bislang kein Begriff, sie treiben jedoch schon seit 2007 ihr Unwesen im Metal Underground. Begonnen hatte alles als Soloprojekt von Gründer und Multi-Instrumentalist P. (Peter). In den ersten Jahren holte er sich diverse Drummer als Unterstützung dazu. Seit 2011 ist Schlagwerker Nevon (N.) fester Bestandteil der Atmospheric Black Metal Formation. Er hat bereits auf dem vierten Longplayer Echi (2012) mitgewirkt, den die Band als ihren Höhepunkt bezeichnet. Im letzten Jahr kamen dann noch Gitarrist A.S. und Bassist V. hinzu und machten das Quartett vollständig. Seit ihrem letzten Silberling Astri (2017) ist einige Zeit ins Land gegangen, sodass Blaze Of Sorrow sich sogleich an die Arbeit für das sechste Studioalbum Absentia machten, welches im April 2020 veröffentlicht wurde.

Stilistisch orientieren sich Blaze Of Sorrow an der ehemaligen US-amerikanischen Band Aagaloch, die sich 2016 aufgelöst hat. Die Texte der italienischen Metal Formation sind ausschließlich in Landessprache verfasst, anders als bei den meisten Bands. Ihre Lyrics behandeln Themen wie Trauer, Schönheit der Natur, Wasser, Feuer, Erde und Wind. In ihrem Sound vereinen sich Atmospheric Black Metal, Post-Black Metal und Depressive Black Metal mit folkigen Einflüssen.

Bei den ersten Klängen vom Opener Settimo Requiem erscheint vor meinem geistigen Auge ein mittelalterliches Segelschiff. Das Knarren der Hölzer und der Schlachtruf eines Horns entführen mich in eine andere Welt – ich tauche ein in die atmosphärischen Klänge von Absentia, lasse mich treiben. Furia beginnt zunächst doomig, geht dann zügig ins Midtempo über. Der Gesang von P. ist hierbei leidenschaftlich emotional. Dramatische Gitarren-Sequenzen bauen immer wieder Spannung auf. Sonno D’eterno zeigt seine dynamische als auch virtuose Seite. Die melancholische Stimmung nimmt mich komplett ein, wehmütige Leads fesseln vollends. Diese Melodie bekomme ich so schnell nicht wieder aus meinem Kopf. Notturna lässt sich danach mit anderthalb Minuten Gitarrenintro Zeit, bevor der Gesang einsetzt. Das Riffing ist dabei eisig und schroff. Insgesamt fällt mir dieser Song durch seine gute Gitarrenarbeit auf. Hybris setzt im Anschluss auf einen Mix aus Melodik und Rhythmik, der erstmals auf diesem Longplayer zum Bangen einlädt. Diese Nummer hat Hymnencharakter, zugleich aber auch Mitgrölpotenzial. Cuppio Dissolvi plätschert im Anschluss etwas flau vor sich hin. Zum Schluss drehen Blaze Of Sorrow aber noch einmal auf. Das Instrumental Morte Di Un Immortale lässt dieses Album melancholisch verträumt ausklingen. Ein letzter eisiger Windhauch fegt noch einmal durch die Gehörgänge. Das Gitarrengeplänkel kann mich leider nicht so recht mitziehen. Zum Abschluss hätte ich mir eine stärkere Nummer gewünscht.

Absentia kann man insgesamt gut durchlaufen lassen. Die kleinen Schwächen fallen nur wenig ins Gewicht.

Verfügbare Formate: Digital Album, Limited Edition Digital Pak CD

Blaze Of Sorrow – Absentia
Fazit
Wenn man sich auf Absentia voll einlässt, entdeckt man so manche Feinheit, die beim ersten Reinhören in diesen Longplayer an einem vorbeigehen. Das Album ist solide aufgebaut, mit Potenzial für mehr. Das Songwriting und die Gitarrenarbeit zeigen durchaus Blaze Of Sorrows Talent. Das Drumming fällt insgesamt zu dezent aus, es könnte eine kräftigere Aussteuerung vertragen. Für Fans dieses Genres kann ich diese Scheibe auf jeden Fall empfehlen.

Anspieltipps: Settimo Requiem, Sonno D’eterno und Notturna
Sandra R.
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