Bloody Hammers - Lovley Sort Of Death - Albumcover

Bloody Hammers – Lovely Sort Of Death

Etwas Endgültiges, vernichtend mit einer Schwere!“

Artist: Bloody Hammers

Herkunft: North Carolina, USA

Album: Lovely Sort Of Death

Spiellänge: 46:36 Minuten

Genre: Gothic Rock, Horror Doom, Post Rock

Release: 05.08.2016

Label: Napalm Records

Link: http://www.bloodyhammers.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Bass – Anders Manga
Piano – Devallia
Schlagzeug – Jack Griffin

Tracklist:

  1. Bloodletting On The Kiss
  2. Lights Come Alive
  3. The Reaper Comes
  4. Messalina
  5. Infinite Gaze To The Sun
  6. Soke The Fire
  7. Ether
  8. Shadow Out Of Time
  9. Astral Traveler
  10. Catastrophe

 

Bloody Hammers - Lovley Sort Of Death - Albumcover

Anfang August veröffentlichte die Band Bloody Hammers ihr neues Album Lovely Sort Of Death. Nach zwei Jahren Pause dürfen Fans nun also endlich in eine neue Platte reinhören – hat sich das Warten gelohnt?

Der erste Song beginnt mit einem stimmigen Intro, welches sogleich von einer ruhigen und tiefen Stimme des Sängers begleitet wird. Das Lied beginnt langsam, wirkt dabei vor allem durch die Instrumentalität im Hintergrund mysteriös, anschleichend, versprüht aber auch eine gewisse Monotonie. Insgesamt weiß der Song große instrumentelle Parts für sich zu nutzen, und die im Refrain aufkommende Geschwindigkeit zusammen mit den chorartigen Ausrufen passen, um dem Song die nötige Abwechslung zu geben, bevor man wieder in alte Muster verfällt. Als Neueinsteiger in die Band weiß man noch nicht, was man zu erwarten hat, dennoch schafft es Bloody Hammers den Zuhörer zunächst einmal zu fesseln.

Lights Come Alive beginnt direkt mit einer etwas leichteren Note innerhalb seiner Instrumente. Diese sind lauter, werden auch verstärkt eingesetzt, dennoch wirkt der Song so weniger schwer. Auch der Gesang scheint nun ein wenig lockerer, wobei die Stimme noch immer durch ihre Tiefe eine Schwere gibt, die im Genre Post Rock sehr passend erscheint. Sobald Bloody Hammers mehr Instrumente hinzuzieht, erscheinen ihre Songs weitaus melodischer und auch etwas eindringlicher als zuvor. Vom Stil her erinnert das Album bereits beim zweiten Song ein wenig an Poets Of The Fall, wobei Bloody Hammers ihre Songs weitaus ernster anlegen.

The Reaper Comes nimmt etwas von der eh schwach vorhandenen Leichtigkeit, die noch Lights Come Alive besessen hat. Stattdessen hat der Track etwas Endgültiges, vernichtend mit einer Schwere, die einen in leichte Trance versetzt und dabei zweifellos an ein nahendes Ende erinnert. Immerhin handelt der Song auch vom kommenden Tod, der nicht mehr aufzuhalten ist – Bloody Hammers gelingt es, die Bedeutungen ihrer Songs bzw. deren Inhalte innerhalb der atmosphärischen Lage, erzeugt von Gesang und Instrumenten, widerzuspiegeln.

Messalina beginnt etwas lockerer, doch die Schwere scheint allgegenwärtig, vor allem dadurch, dass sie über den Gesang übertragen wird. Dennoch unterscheidet sich Messina von seinen Vorgängern, ist doch der allgemeine Sound um einiges lauter, wirkt dadurch aber auch weniger anschleichend und ruhend, sondern eher aufbrausend. Infinite Gaze To The Sun enthält eventuell genau das, was ein wenig im Titel ausgedrückt wird – ein Blick zur Sonne. Immerhin wirkt Bloody Hammers hier um einiges lebendiger und auch etwas rockiger. Sie beweisen, dass sie wissen, wie sie melodisch bleiben und dennoch etwas mehr Fokus vom Gesang nehmen. Ein Stil, der der Band sehr gut steht und an dieser Stelle einen perfekten Rahmen für ein vielversprechendes Album darlegt. Stoke The Fire erscheint im Gesamtbild ein wenig schwächer als seine Vorgänger. Vielleicht, weil hier an dieser Stelle die bisher stets auffallende Schwere nicht mehr in diesem Maße vorliegt. Ether bringt diese ein wenig zurück, wobei der Song gewohnt langsam im Bloody Hammers Stil daherkommt. Shadow Out Of Time ist allein schon musikalisch innerhalb des Album einzigartig. Ein wohl stets wiederzuerkennenes Intro verleiht dem Song eine ganz eigene Note. Auch die bereits erwähnte Schwere der Song ist hier passend gewählt und versteht dem Song Tiefe zu verleihen, ohne den Zuhörer in unschöne Zustände zu versetzen. Astral Traveler zieht noch einmal zum nahen Ende hin das Tempo ein wenig an, bevor Catastrophe mit seinem anschleichenden Ton noch einmal das Album zurücknimmt und dabei gleichzeitig das Ende verkündet. Dabei ist dieses unaufhaltsam, gleichzeitig aber auch nicht zu düster und endgültig. Das Album endet also auf sehr passender und starker Note.

Fazit: Bloody Hammers gehen in der neuen Platte in sehr tiefe und ernste Gebiete, sprechen mit der Instrumentalität mit den Gefühlen des Zuhörers. Und auch wenn dem Album sicherlich ein wenig mehr Wagnis und Abwechslung guttun würde, so werden Fans von ernster, fast schon finsterer Musik definitiv nicht enttäuscht werden. Bloody Hammers verzichten in ihrem Album, dem Genre Metal irgendwie hinterher zu hetzen – ein perfekter Mix aus Rock und Gothic gibt dem Album seinen ganz eigenen Charakter.

Anspieltipps: Catastrophe, Shadow Out Of Time, Astral Travel
Anabel S.
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