Bölzer – Hero

„Dantes Inferno wartet auf Dich!“

Artist: Bölzer

Herkunft: Zürich, Schweiz

Album: Hero

Spiellänge: 46:39 Minuten

Genre: Death Metal, Black Metal

Release: 25.11.2016

Label: Iron Bonehead Productions

Link: https://www.facebook.com/pg/erosatarms/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang und E- Gitarre – Okoi Thierry „KzR“ Jones
Schlagzeug – Fabian „HzR“ Wyrsch

Tracklist:

  1. Urdr
  2. The Archer
  3. Hero
  4. Phosphor
  5. Decima
  6. I am III
  7. Spiritual Athletizisn
  8. Chlorophylia
  9. Atropos

Bereits vor fast einem Jahr haben Bölzer ihr bis dato neuestes Album Hero auf den Markt gebracht. Um so mehr freut es mich, dass ich es hier und jetzt bewerten darf. Für mich war es zunächst ungewöhnlich, dass lediglich zwei Musiker am Start sind. Wie kann das sein? Wie mein bester Freund Matzemann schon damals bei meinen Aufnahmen sagte (Tascam Vierspurgerät): „Nicht schlecht, aber da fehlt doch der Bass!“ Okoi spielt auf einer zehnseitigen Gitarre und hat zumeist drei Verstärker, die er unterschiedlich mit jeweils eigenen Equalizereinstellungen belegt. Dadurch kommt diese unglaublich Klangfülle zustande. Und ich muss gestehen: es knallt!

Gehen wir das Album Stück für Stück durch: Das Intro Urdr könnte bereits, und das im besten Sinne, nichts Gutes für den weiteren Musikverlauf verheißen….. Und so entfachen Bölzer mit The Archer bereits ein Inferno voller Urgewalten, fernab gottgewollter Gnade und Zuversicht. Hero schließt sich dieser höllengleichen Boshaftigkeit nahtlos an. Mit Phosphor lässt die Band nichts anbrennen. In meinem Skript steht dazu: „kontrolliertes Abfeuern instrumentaler Salven“. Das passt. Decima erinnert mich ein wenig an Atemübungen eines an COPD erkrankten Menschen. Ist nicht ganz so mein Ding. I am III eskaliert zum grandiosen Infernal, zur musikalischen Apokalypse. Spiritual Athletizism ist ein weiteres Highlight, grandios und konsequent bösartig. Chlorophylia gleicht einem Albtraum unter Einfluss eines Dämons und mit Atropos werden wir wieder in die Normalität des Alltags entlassen, wären da nicht die Worte des Sängers……

Fazit: Bölzer haben mit dem Album „Hero“ Dantes Inferno neu entfacht. Schon die ersten Töne des zweiten Stückes „The Archer“ kündigen eine apokalyptisch- virtuose Reise zu den Ursprüngen dämonischer Gewalt an. Der Dialog zwischen beiden Bandmitgliedern ist fantastisch, ich bezweifle tatsächlich, dass so etwas mit einem dritten Mann am Start überhaupt möglich ist. Ich bin auf jeden Fall auf eine weitere Tournee gespannt, und habe richtig Bock darauf, dieses Werk gemeinsam mit der Band live zu zelebrieren. Bis auf „Decima“ ein absolutes Meisterwerk.

Anspieltipps: Hero und I am III
Jens O.
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