Borealis – The Offering

“Borealis greifen eindrucksvoll mit eingängigem Power-Progressive Metal an!“

Artist: Borealis

Herkunft: Orangeville, Kanada

Album: The Offering

Spiellänge: 01:01:14 Minuten

Genre: Melodic Power Metal, Progressive Metal

Release: 23.3.2018

Label: AFM Records/Soulfood

Link: https://de-de.facebook.com/borealisband/

Produktion: Sean Dowell

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Matt Marinelli
Gitarre – Ken Fobert
Bass – Trevor McBride
Schlagzeug – Sean Dowell
Keyboard – Sean Werlick

Tracklist:

1. The Fire Between Us
2. Sign Of No Return
3. The Offering
4. River
5. The Second Son
6. The Devil’s Hand
7. Into The Light
8. Scarlet Angel
9. The Awakening
10. The Path
11. Forever Lost
12. The Ghosts Of Innocence

Borealis ist die abgekürzte Version der Borealis Aurora, was nichts anderes ist als das Polarlicht. Diesen Namen hat sich die aus Kanada stammende Band um den aktuellen Frontmann Matt Marinelli gegeben, als sie 2005 abends abhing und über ihren Köpfen dieses Naturschauspiel zu sehen war. Seitdem haben sie vier Platten auf den Markt geworfen. Zunächst war noch Sängerin Siobhan O’Brian dabei, die aber seit 2007 von dem eben genannten Matt Marinelli ersetzt wurde. Seine Stimme, die eine ähnliche Stimmfarbe wie Russel Allen hat, tut der neuen Scheibe gut und liefert dadurch ein schönes Stück Melodic-Power-Progressive Metal, was ja für Kanada an sich schon eher selten ist. Nun soll das neueste Werk The Offering zu einem Hoffnungsträger des Genres werden. Ob das gelingt? Wir werden sehen.

Schon gleich The Fire Between Us weiß zu gefallen. Leichte, symphonische Elemente, gepaart mit einer gesunden Portion Härte, dazu einige progressive Anleihen. Guter Track, der auch durch die markante Stimme von Matt Marinelli lebt. Sollte ein Vergleich gezogen werden, könnte man an Kamelot oder Nocturnal Rites denken. Textlich wird sich mit düsteren Thematiken wie Sekten und Menschenopfer auseinandergesetzt. So wird in The Offering über die Entstehung, den Aufstieg und den Untergang dieses Kultes berichtet. Musikalisch findet sich dies in den Stücken wieder. In Sign Of No Return, dem zweiten Stück, sind die Hooklines sehr eingängig und werden von treibenden Riffs begleitet. Das Titelstück The Offering überzeugt wieder durch die Stimme Marinellis. Das setzt sich in The River fort. Fette Riffs, hämmerndes Schlagzeug und die leichten symphonischen Anklänge gefallen sehr gut. Die ab und an düstere Atmosphäre passt zum thematischen Background.

The Second Son ist nicht ganz so aggressiv, sondern besticht mehr durch seine emotionsgeladene Tiefe. Das wird in The Devil’s Hand weiter ausgebaut. Diese Power Ballade kann es locker mit ähnlichen Savatage Kompositionen aufnehmen. Das ruhige Intro wird durch eine leichte Orchestrierung unterstützt und dann setzt Matts gefühlvolle Stimme ein. Im letzten Drittel des Tracks explodiert das Stück geradezu, ohne den balladesken Charakter zu verlieren. Auch Into The Light beginnt nicht so schnell wie die ersten fünf Songs. Das ändert sich nach einer knappen Minute und das Stück wird härter und durch im Hintergrund verhaltene Synth-Klänge untermalt. Dann kommt die nächste Ballade Scarlet Angel. Da, wo The Devil’s Hand aufgehört hat, geht es weiter. Super schön und gefühlvoll intoniert.

The Awakening überzeugt mit fast schon hymnisch Zügen und wird von einem eingängigen Chorus begleitet. Mit einer meiner Favoriten auf dem Werk. Das ist bisher eine durchgängig gute Leistung und dürfte den Anhängern dieses Genres eine eindeutige Bereicherung liefern. Das kurze The Path ist rein Instrumental und so darf sich Sänger Marinelli erholen, um bei den letzten beiden Stücken nochmals alles zu geben. Forever Lost und das epische, fast neun Minuten andauernde The Ghosts Of Innocence, hier mit Unterstützung einer weiblichen Stimme, schließen die vierte CD der Kanadier eindrucksvoll ab.

Fazit: Gelungener Silberling der Kanadier. Damit sollte es auch in Übersee, also bei uns, vorangehen. Da sie bisher eher einen Untergrundstatus innehatten, könnte hiermit ein Durchbruch erreicht werden. Es sei ihnen gegönnt, denn das Schätzchen lohnt sich gehört zu werden.

Anspieltipps: Scarlet Angel, The Awakening, The Ghosts Of Innocence
kay l.
9.5
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
9.5
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: