Child In Time am 01.06.2019 in Revensdorf beim Lindauer Mofarennen

Feiner Hard Rock beim Bikertreffen (Mofarennen)

Eventname: Lindauer Mofarennnen mit Abendveranstaltung

Band: Child In Time

Ort: Acker, Revensdorf

Datum: 01.06.2019

Kosten: Kostenfrei

Genre: Hard Rock

Besucher: ca. 80 Besucher

Veranstalter: Orga Team Revensdorf

Links: http://www.childintime.de/band.html
https://www.facebook.com/Lindauer-Mofarennen-1593396724304758/

Setliste:

  1. Woman Fron Tokyo
  2. Burn
  3. Maybe I’m A Leo
  4. Perfect Strangers
  5. Bloodsucker
  6. When A Blind Man Cries
  7. Pictures Of Home
  8. Never Before
  9. Child In Time
  10. Smoke On The Water
  11. Speed King
  12. Into The Fire (Whole Lotta Love/Kashmir, Led Zeppelin Cover)
  13. Highway Star

Vor ein paar Tagen fand in der Kieler Räucherei das Konzert der Kieler Deep Purple Coverband Child In Time statt. Da wurden die kommenden Auftritte angekündigt und so treten die fünf Herren heute beim traditionellen Lindauer Mofarennen auf. Das Rennen ist gut besucht und viele Zuschauer nutzen das gute Wetter, um die Teams anzufeuern, die hier auf aufgemotzten 50 ccm Maschinen innerhalb einer festgelegten Zeit möglichst viele Runden auf einem Parcours zu absolvieren. Der Rundkurs bietet alle möglichen Schikanen und auch eine längere Strecke für höhere Geschwindigkeiten ist integriert. Die aufgebaute Wurstbude und der Bierstand sind gut beschäftigt und versorgen die Gäste schnell und nett. Dabei sind die Preise mehr als human und so kann an diesem warmen Abend das eine oder andere gut gekühlte Pils schon lecker sein. Nach dem offiziellen Ende, so um ca 18:00 Uhr, müssen noch die Ergebnisse ausgezählt werden. Deshalb ist auch ein Rahmenprogramm initiiert worden und eine der beiden auftretenden Bands sind eben Child In Time.

Diese haben ihr Equipment auf die kleine Bühne gebracht und auch das Schmuckstück, die Hammond Orgel von Christian Muuß hat den Weg auf die Bühne gefunden. Vor dem kurzen Soundcheck gibt’s noch ’ne kurze Begrüßung und dann dürfen Child In Time mit ihrem Programm beginnen. Durch gewisse technische Schwierigkeiten legen die mit knapp zwanzig Minuten Verspätung mit Woman From Tokyo los. Sänger Arne Danklefsen meistert den Song einwandfrei und auch Gitarrist Matze Orlitz kann bereits überzeugen. Der Opener geht gut los und zeigt die Stärken von Deep Purple, die diesen Song vor über 40 Jahren komponiert haben. Weiter geht es mit Burn und Maybe I’m A Leo. Gerade der letztere Track besticht durch die typische Vermischung von Blues und Rock, was hier in Perfektion dargeboten wird.

Bassist Ufo Becker steht neben Christian und zupft die passenden Bassläufe, die auch schon zu Deep Purple Zeiten für die notwendigen Akzente sorgten. Wie fast immer sitzt der Drummer im Hintergrund, aber trotzdem kann Nils Dawert, mit einem passenden Deep Purple Shirt und Sonnenbrille, für den notwendigen Wumms sorgen. Nach Perfect Strangers, bei dem Christian Muuß sein Können an dem Tasteninstrument zeigt, und Bloodsucker kommt die Purple Ballade schlechthin. When A Blind Man Cries, bei dem Arne mal wieder mit klarem, gefühlvollem Gesang punktet und so meistert er auch problemlos die hohen Lagen. Matze, als Garant für gute Gartenarbeit, brilliert auch hier wieder an der Sechssaitigen. Schnell geht es mit Pictures Of Home, einem weiteren Klassiker der Mark II Ära weiter.

Das Publikum hält sich typisch norddeutsch etwas zurück und verfolgt den Auftritt aus der Ferne. Vor der Bühne ist bereits Schatten, und so halten sich sie meisten noch in der Sonne auf – aber die Musik lässt die Füße nicht stillstehen. Auch ein geradezu begeisterter Mittfünfziger tanzt beseelt von der tollen Musik auf dem Rasen. Der Sound ist gut, nicht zu laut und Arne versucht mit lockeren Sprüchen die Anwesenden nach vorne zu bewegen. Child In Time, der namensgebend Track der Kieler, zeigt die Spielfreude und das Improvisationsvermögen der Fünf auf. Die hohen Töne und Schreie werden getroffen, Keyboard und Gitarre jammen, Bass und Drums liefern den treibenden Rhythmus. So stelle ich mir das vor und auch den Zuschauern gefällt es. Da haben sich nun einige weiter an die Bühne getraut und auch die Jugend kann sich dem Sound nicht entziehen. Spätestens Smoke On The Water, inklusive Mitsingpart, lässt dann keinen mehr stillstehen.

Die letzten drei Songs sind dann Speed King, dem Namen gerecht werdend, schnell, Into The Fire und das rasante Highway Star. Auch hier darf Matze noch mal ordentlich Gas geben und zeigt sein Talent an der Gitarre. Rasante Gitarrenläufe, pumpender Bass, Hammond-Klangteppich und krachende Drums versetzen einen direkt auf die Rennstrecke. Dann ist aber auch schon Ende. Leider ist keine Zeit mehr für eine Zugabe – trotzdem ein toller Auftritt, der mit viel Beifall honoriert wird. Vielleicht noch etwas mehr Show auf der Bühne, aber bei Tageslicht entfällt die Lightshow, die schon so einiges ausmacht. Hier wird mehr Wert auf die Musik gelegt und zusätzliches Brimborium lenkt davon nur ab.

Dann muss auch schon abgebaut werden, denn auf der Bühne beginnt die Pokalvergabe. Die anschließend noch auftretenden Baltic Scots schenken wir uns, obwohl ein schönes großes Feuer für eine heimelige Atmosphäre sorgt.

Der nächste Auftritt von Child In Time ist auf der Kieler Woche. Dann spielen sie am Montag, den 24.06, um 19.30 Uhr auf der NetUSE Bühne am Hauptbahnhof. Hingehen! Das lohnt sich auf jeden Fall.

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