Crest Of Darkness – The God Of Flesh

Abwechslungsreiches Werk aus Norwegen

Artist: Crest Of Darkness

Herkunft: Norwegen

Album: The God Of Flesh

Genre: Evil Black Metal

Release: 06.12.2019

Label: My Kingdom Music

Link: https://crestofdarkness.com

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Ingmar Amelien
Gitarre – Rebo
Schlagzeug – Bernhard

Tracklist:

  1. The God OF Flesh
  2. The Child With No Head
  3. Endless Night
  4. The Spawn Of Seth
  5. Forgotten
  6. Euthanasia
  7. Blood
  8. Godless Evil Eyes
  9. Salvation In Hell

Norwegen, die Wiege des Black Metals, fällt mit einem weiteren musikalischen Angriff über uns her. Diesmal haben die Krieger von Crest Of Darkness ihre Schlachtrösser gesattelt und dreschen zum zehnten Mal auf unsere Ohren ein. Evil Black Metal bezeichnet die Band ihr Genre und Evil trifft es ziemlich gut. Auf neun Songs wird ordentlich böse Stimmung verbreitet und alles Fröhliche mit einem ausholenden Schlag dem Erdboden gleich gemacht. Und das kann sich durchaus hören lassen.

The God Of Flesh ist die bisher dunkelste, brutalste und zugleich persönlichste Platte der Norweger. Die Band hat sich Anfang der 90er Jahre gegründet und sich von Beginn an dem aus ihrem Heimatland üblichen Black Metal gewidmet.

Das satanische Werk beginnt mit dem titelgebenden The God Of Flesh, dass mit einem Unheil vorhersehenden und düsteren Intro beginnt, um dann ziemlich an Tempo zu gewinnen. Hier zeigt sich, dass Crest Of Darkness dem True Norwegian Black Metal treu bleiben und keinen Zweifel an ihren musikalischen wie kompositorischen Fähigkeiten lassen. Auch der nächste Titel The Child With No Head ist hierfür ein wunderbares Beispiel. Es setzt noch ein wenig Tempo oben drauf und haut uns ordentlich Düsterheit um die Ohren. Großartig eingängig und kein bisschen langweilig. Das zieht sich durch die ganze Scheibe und macht richtig Spaß.

Titel Nummer drei ist Endless Night und überrascht mit einem softeren Einstieg mit verzerrter Stimme. Das Ganze nimmt dann wieder wie gewohnt Fahrt auf, bleibt aber dennoch etwas weicher und klarer. Mit The Spawn Of Seth lassen die Norweger dann wieder keine Gnade walten und hauen mit Härte und kratziger Gitarre um sich. Ein kurzer Ruhepol ist da Forgotten. Hier bekommen wir sphärische Frauengesänge und weinerliches Klagen kredenzt, das die Band dann noch mit ein paar Sounds aus den Händen von Gast-Keyboarder Kristian Wentzel abschmeckt. Klingt fast wie ein Horrorfilm-Soundtrack.

Nach diesem kleinen Ausflug kommen wir mit Euthanasia wieder zurück und haben ein Highlight von The God Of Flesh angespielt. Hier spielen vor allem Heavy und Doom eine Rolle und auch im nächsten Song Blood fühlt es sich ein wenig nach den guten alten 70ern an. Nur die Stimme von Amelien hält da dagegen. Godless Evil Eyes ist noch einmal ein Vollangriff auf die Ohren der dunklen Anhängerschaft. Mit Salvation In Hell endet dann auch die höllische Kampfansage mit den Truppenführern Crest Of Darkness und im Vergleich zu den vorherigen Songs kann dieser nicht ganz so mithalten. Das tut dem Ganzen aber keinen Abriss und ist zu verschmerzen. Ein rundum gelungenes Album haben Crest Of Darkness hier abgeliefert, dass definitiv in meiner Playlist einen festen Platz finden wird.

Crest Of Darkness – The God Of Flesh
Fazit
Mit The God Of Flesh liefern Crest Of Darkness eine wunderbar düster eingängige Scheibe ab. Abwechslungsreich und doch bleiben sie dem True Norwegian Black Metal treu. Ich kann die Scheibe nur wärmstens empfehlen.

Anspieltipps: Euthanasia, The Child With No Head, Endless Night
Martha K.
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8.5
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