Dead By April, 19.03.2014, Matrix/Bochum

”Die drei Stunden vergingen wie im Flug”

Band: Dead By April

Vorbands: Rockboy & Beneath My Feet

Location: Matrix, Bochum

Homepage: http://www.matrix-bochum.de

Datum: 19.03.2014

Einlass: 19:00 Uhr / Konzertbeginn: 19:45 Uhr

Besucher: ca. 250

Trotz der vielen Baustellen, die momentan auf allen Autobahnen rund um Bochum herum eingerichtet sind, schaffe ich es, pünktlich an der Matrix anzukommen. Das Gebäude zeigt sich komplett eingerüstet und mit grünem Netz verhüllt. Da es erst 18:20 Uhr ist, bin ich doch überrascht über das relativ große Grüppchen, das sich bereits vor der Eingangstür versammelt hat.

Pünktlich wird die Eingangstür geöffnet und auch der Ort des Geschehens ist bereits zugänglich. Das erlebe ich in der Matrix zum ersten Mal, aber so kann ich schon mal sehen, wie die Lichtverhältnisse sind.

Einige Tage vor dem Konzert wurde als zweiter Supportact noch Rockboy angekündigt. Von dem hatte ich noch nie gehört, bin also sehr gespannt. Und plötzlich ist mächtig Bewegung auf der Bühne. Rockboy hat einen Bewegungsdrang wie ein Gummiball, ihn zu fotografieren, ist eine Herausforderung. Kaum hat man ihn vor der Linse, ist er auch schon wieder am anderen Ende der Bühne. Dabei drückt er immer wieder seine Begeisterung aus, lobt uns als das bislang beste Publikum der Tour. Seine Musik sei zwar eher Hip Hop, aber er würde auch Metal lieben, verkündet er. Und er schafft es mit seinen Liedern, die mich ein wenig an Limp Bizkit erinnern, das Publikum sofort zum Mitmachen zu animieren. Ein guter Start, Rockboy ist ein prächtiger Alleinunterhalter und verlässt nach vier Liedern unter lautem Applaus die Bühne.

Als zweiter Supportact kommt dann gegen 20:15 Uhr die Band Beneath My Feet auf die Bühne, von der ich ebenfalls noch nichts gehört hatte. Insgesamt sechs Mitglieder umfasst die Band. Zwei Shouter, zwei Gitarristen (wobei einer davon auch die Clean Voice übernimmt), Bassist und Schlagzeuger. Am 10.03. hatten Beneath My Feet ihr Debütalbum Origins als Full Stream ins Netz gestellt, man konnte sich also schon mal einen Höreindruck verschaffen. Und der war sehr vielversprechend, denn es gibt mächtig was auf die Ohren. Noch nicht ganz Hardcore, aber auch nicht mehr Metalcore, eben irgendwo dazwischen. Die Jungs legen eine ungeheure Spielfreude an den Tag, sämtliche Mitglieder (außer natürlich dem Schlagzeuger) sind ständig in Bewegung, wechseln von einem Bühnenende zum anderen. Die Shouter überzeugen mich beide auf voller Linie, einer erinnert mich – nicht nur vom Aussehen – an Richard Sjunnesson (Ex-Sonic Syndicate, The Unguided). Der Gitarrist muss an seinem Gesang noch etwas arbeiten, aber insgesamt auch ein beeindruckender Auftritt, der ebenfalls vom Publikum abgefeiert wird und gegen 21:00 Uhr beendet ist.

Nach einem erstaunlich kurzen und vor allem tonlosen Soundcheck betreten dann gegen 21:20 endlich Dead By April die Bühne. Die Show beginnt mit dem ersten Song des neuen Albums, nämlich Beautiful Nightmare. Und auch wenn es sich hier ja um die Let The World Know Tour handelt, werden natürlich auch Songs von den beiden anderen Alben zum Besten gegeben. Immer wieder hält einer der beiden Sänger von Dead By April sein Mikro ins Publikum und fordert zum Mitsingen auf. Bei Liedern wie Within My Heart, What Can I Say, Empathy, As A Butterfly, Losing You oder Angels Of Clarity fällt das auch nicht schwer. Bei Same Star wird zum Pit aufgefordert, auch dieser Bitte entsprechen einige Unentwegte gern. Als Kontrastprogramm gibt es auch zwei Balladen, nämlich Let The World Know und Replace you. Da können dann die Jungs von Dead By April und auch das Publikum mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Trotzdem Christoffer, Zandro, Marcus, Pontus und Marcus ja sehr luftig gekleidet sind, kommen sie bei ihrer sehr lebhaften Show doch mächtig ins Schwitzen: Zwei Zugaben lassen sie sich auch noch entlocken, bevor die Show dann gegen 22:40 Uhr endgültig zu Ende ist.

Fazit: Rockboy ist ja mit seiner Musik ganz leicht aus dem Rahmen gefallen, hat dies aber durch seine überaus sympathische Art wieder wettgemacht und das Publikum sofort auf seine Seite gezogen. Mit Beneath My Feet als zweitem Supportact hat man ebenfalls eine gute Wahl getroffen und die Show von Dead By April war tadellos. Dass vor dem Konzert in Bochum schon 11 (elf !!) Konzerte stattgefunden haben, hat man keinem Beteiligten in irgendeiner Weise angemerkt. Dass sich die Jungs von Dead By April nach der Show noch sehr viel Zeit für die Fans genommen haben, habe ich leider nicht mitbekommen, da ich ja noch ca. 60 km Rückfahrt nach Hause vor mir hatte. Das ist der Nachteil von Konzerten, die mitten in der Woche stattfinden. Trotzdem würde ich jederzeit wieder hingehen!

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