Dee Snider – For The Love Of Metal

“Auf in Runde vier mit Mister Dee Snider!“

Artist: Dee Snider

Herkunft: Long Island, USA

Album: For The Love Of Metal

Spiellänge: 36:48 Minuten

Genre: Rock, Heavy Metal

Release: 27.07.2018

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/facedeesnider/

Bandmitglieder:

Gesang – Dee Snider
+ Band

Tracklist:

  1. Lies Are A Business
  2. Tomorrow’s No Concern
  3. I Am The Hurricane
  4. American Made
  5. Roll Over You
  6. I’m Ready
  7. Running Mazes
  8. Mask
  9. Become The Storm
  10. The Hardest Way
  11. Dead Hearts (Love Thy Enemy)
  12. For The Love Of Metal

Das vierte Soloalbum For The Love Of Metal des Amerikaners Dee Snider kann man seit einigen Tagen über Napalm Records erwerben. Der ehemalige Frontmann von Twisted Sister hat eine große Fanbase im Nacken. Ob ihn das in den 36 Minuten beflügelt hat oder eher wie ein kleiner Teufel auf der Schulter saß, werden wir in den nächsten Teilen erfahren. Erst einmal holen wir den Rechenschieber raus: 36 Minuten auf 12 Titel – genau das macht genau drei Minuten pro Einheit. Bei Dee Snider liegt Würze wohl in der Kürze. Wenn man verstanden hat, was einen guten Heavy Metal Klassiker ausmacht, kommt man mit der geringen Laufzeit ohne Frage hin. Prägnante Riffs, einen penetranten Refrain und einen Sänger. der im Kopf bleibt. Alles bekommt man auf For The Love Of Metal geboten. Die erste Hürde wurde damit erfolgreich genommen, auch ohne an Twisted Sister Muster heranzukommen.

Lies Are A Business und Tomorrow’s No Concern bilden den Anfang. Der erste Titel greift in typische Heavy Muster aber zeigt, dass Thrash Einflüsse kein Fremdwort sind. Speed Metal Geschwindigkeiten küssen die prasselnden Schlagzeugrhythmen. Da ein atmosphärischer Ausbruch, hier eine kleine Ballade und was wichtig ist: Immer schön authentisch dabei in das Mikrofon säuseln. Dee Snider ist ein Profi, ohne Frage. Einziges Verhängnis auf dem neuen Silberling, dass er doch gerne berechenbar die Kompositionen aufzieht. Trotzdem kann der US Veteran den gelungenen Start bestätigen und haut ohne Abstriche headbangwürdige Kracher aus der Songwritingfeder. I Am The Hurricane groovt, während American Made stampfend den Vorschlaghammer herausholt. Eine echt coole Nummer, die nur ungern Platz für Roll Over You, I’m Ready und Running Mazes macht. Zu Become The Storm hat der Meister dann noch ein schickes Video gedreht. Auch an dieser Stelle alles richtig gemacht und den hitverdächtigen Gassenhauer als Zugpferd vor For The Love Of Metal gespannt.

[youtube]hljBz0zTEKQ[/youtube]

Fazit: Rundum zufrieden darf man die kurzen Sequenzen von Dee Snider genießen. Kurz, knapp, auf den Punkt gebracht werden einzelne Passagen nicht totgespielt und daher lieber die Laufzeit geringer gehalten, ohne den Refrains genug Platz zur Entfaltung zu bieten. Die Gitarrenkünste beflügeln zudem For The Love Of Metal positiv. Technisch kann man dem alten Recken rein gar nichts vorwerfen, außer, dass er weiterhin auf moderne Klänge verzichtet und lieber völlig Old School agiert.

Anspieltipps: Tomorrow's No Concern und Become The Storm
Rene W.
8.5
Leser Bewertung1 Bewertung
9
8.5
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