
Da dies nicht immer so war, und um die Menschen in die Plattenläden zu bekommen, wurde 2007 der Record Store Day ins Leben gerufen. Zunächst war dies ein rein amerikanisches Angebot, das sich aber schnell weltweit ausgeweitet hat. In Deutschland nehmen ca. 180 Plattenläden daran teil, weltweit sind es mittlerweile ca. 3.000 Läden und dabei handelt es sich ausschließlich um unabhängige Geschäfte. Eine Liste der teilnehmenden Händler findet ihr hier. Große Ketten nehmen daran nicht teil, ebenso gibt’s die Scheiben zunächst auch nicht online. Der Fokus liegt dabei auf Vinylausgaben und so finden dann exklusive Angebote, oftmals streng limitiert, den Weg in die Regale. Dabei handelt es sich um Neuerscheinungen oder auch einige Re-Issues, die sonst nicht mehr aufgelegt werden würden. Dieser Record Store Day hat sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Vinyl-Fans und Sammler entwickelt. Somit erfreut sich der RSD einer immer größeren Beliebtheit.
In diesem Jahr sollte der Record Store Day bereits im April stattfinden, aber aus bekannten Gründen wurde der zunächst in den Juni verschoben. Nun hat man sich gedacht, ein Tag könnte zu erhöhten Besucherströmen führen und hat kurzerhand aus einem Termin drei gemacht, bei denen dann die geplanten Veröffentlichungen gesplittet erhältlich sind. Letztendlich sind es nun der 29. August, 26. September und 24. Oktober geworden. Eine Übersicht der an diesen Tagen erhältlichen Platten erhaltet ihr hier.

Dazu gehören unter anderem noch Paragon, Stormwarrior, Dark Age, Burdon Of Grief und die Italiener Airborn (nicht verwechseln!). Um dem Deutschrock und dem Kick Ass Rock ’n‘ Roll eine Plattform zu geben, wurde kurzerhand noch das Label Rude Records ins Leben gerufen, bei dem heute u.a. Hardbone, die Kneipenterroristen und Drunken Swallows eine Heimat gefunden haben. Auch im Festivalbereich sind die Macher des Remedy Records Shop unterwegs und haben 2003 das Hamburger Metal Bash auf die Beine gestellt. Inhaber Jörn Rüter hat also von 1989 bis heute ein kleines, aber feines Imperium geschaffen, bei dem ich, das muss ich zu meiner Schande gestehen, heute das erste Mal zu Gast bin. In der Hoffnung, den Jörn zu treffen und einige Fragen stellen zu können, betrete ich den Laden. Der Chef ist allerdings schon nicht mehr da, weil er als Sänger der Kneipenterroristen zu einem Auftritt in Heide aufbrechen musste. Wir waren aber auch etwas spät dran, denn samstags nach Hamburg (von Kiel) ist so eine Sache. Hinterm Verkaufstresen steht heute aber Petra Peters, der unser Erscheinen bereits angekündigt wurde. Unsere vorab bestellten Platten liegen, bis auf ein paar wenige, schon bereit und für das Magazin dürfen wir auch noch ein paar Bilder machen. Die Petra hat sich dann unserer angenommen und so haben wir etwas gequatscht und dabei einige interessante Fragen klären können. Das Interview dazu könnt ihr hier lesen.
Die heutige Ausbeute hat sich dann gelohnt, obwohl ich nur die bestellten Platten mitgenommen habe. Das sind ein Motörhead – Ace Of Spades Shape, eine Black Sabbath 7“ Picture, zwei Gamma Ray Platten, je eine Hawkwind, Stratovarius und eine Manilla Road Platte. Leider konnten eine Pink Floyd Single, und eine Nick Mason 12″ Maxi nicht geliefert werden und auch die British Steel von Judas Priest glänzte durch Nichtlieferbarkeit. Da diese Scheiben aber noch kommen werden, habe ich die Möglichkeit, mir einen weiteren lohnenswerten Besuch bei Remedy Records vorzunehmen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei Petra und Jörn von Remedy Records für die Infos und die Bilder.
Wie bereits oben erwähnt, soll mit dem Record Store Day eine neue Rubrik bei Time For Metal starten. Hier findet ihr den dazugehörigen Link.


