Earthless – From The West (Livealbum)

„Ein weiteres Hammer Stoner Livealbum”

Artist: Earthless

Herkunft: San Diego / USA

Album: From The West

Genre: Psychedelic Rock, Blues Rock, Hard Rock

Spiellänge: 64:51 Minuten

Release: 13.10.2018

Label: Nuclear Blast (CD und Download), Silver Current Records (Vinyl und Tape)

Link: https://silvercurrent.bandcamp.com/album/from-the-west

Bandmitglieder:

Gitarre / Gesang – Isaiah Mitchell
Bass – Mike Eginton
Schlagzeug – Mario Rubalcaba

Tracklist:

  1. Black Heaven
  2. Electric Flame
  3. Gifted By The Wind
  4. Uluru _Rock
  5. Volt Rush
  6. Communication Breakdown
  7. Acid Crusher

Black Heaven, das vierte Album der (ehemals) instrumental Stoner Earthless ist im März dieses Jahres erschienen. Zu diesem außergewöhnlichen Album durfte ich bereits ein Review machen (hier geht es zum Review).

Nun erscheint mit From The West von Earthless am 13.10.2018 ein Livealbum. Erhältlich ist es als CD und auf schwarzem Vinyl (1000 Stück). Über die Bandcamp Seite ist From The West zusätzlich als Limited Edition Handmade Version – Black Vinyl (100 Stück) und als Clear vinyl with ultra clear and Kelly Green splatter (400 Stück) zu erhalten. Beide sind jedoch bereits vor Erscheinen dort ausverkauft. Eine Version als Tape (white cassettes, limitiert auf 200 Stück) ist dort noch erhältlich. 

Wer die Band Earthless kennt, weiß, was auf ihn zukommt! Songs wie Trips! Trips ohne gesundheitsschädliche Nebenwirkungen. Diese Trips gehen ab, ohne auf Droge zu sein. Da fühlt man sich in die Siebziger zurückkatapultiert. Das hatte ich bereits beim letzten Studioalbum Black Heaven geschrieben. Beim vorliegenden Livealbum, welches als „Official Live Bootleg“ am 1. März 2018 in der Great American Music Hall von San Francisco, Californien mitgeschnitten wurde, trifft dies natürlich in einem ganz besonderen Maße zu.

Auf dem Livealbum sind mit Black Heaven, Electric Flame, Gifted By The Wind und Volt Rush gleich vier der sechs Songs vom Black Heaven Album vorhanden. Diese sind noch mal eine Spur dreckiger und rauer, als schon die genialen Versionen des Studioalbums. Zudem gesellen sich mit Uluru Rock vom Album From The Ages und Acid Crusher vom Splitalbum mit Harsh Toke zwei ultralange geniale Songs dazu. Die Version von Uluru Rock ist mit fast zwanzig Minuten Spiellänge fünf Minuten länger als im Original.

Vor dem letzten Studioalbum noch eine rein instrumentale Band, hört man auch auf diesem Livealbum Isaiah Mitchell an den Voices bei Electric Flame und Gifted By The Wind vom Black Heaven Album. Hinzu kommt noch der Gesang bei ihrer Version des Led Zeppelin Klassikers Communication Breakdown. Isaiah Mitchell kann mit seinem Gesang durchaus überzeugen, wobei die Songs natürlich trotz Stimme noch sehr instrumental gehalten sind. Dieser Gesang passt richtig gut zur Mucke.

Mit persönlich gefallen die ultra langen Songs Uluru Rock und gerade auch Acid Crusher am besten. Diese erinnern sehr stark an eine Jamsession. Gerade solche Songs sind es, die Earthless ausmachen. Da heben die drei Musiker förmlich von der Erde ab und sie bedienen sich einer anderen Welt. Nun gut, so ein kleines Intermezzo wie Volt Rush lass ich gerne zu, wenn danach wieder ein Hammer kommt. Den Musikern kann ja auch einmal eingestanden werden, dass sie sich ein wenig entspannen, wenn man das mit solch einem Song überhaupt kann!

From The West ist ein Paradealbum dafür, wie ein authentisches Livealbum sein sollte. Rein, roh und ungebügelt! Toll, die meisten der Songs vom aktuellen Album nun hier auch Live zu hören.

Da es kein offizielles Video zu diesem Konzert gibt, habe ich hier den professionellen Mitschnitt ihrer Show im De Kreun in Kortrijk, Belgien im April diesen Jahres als link eingestellt, um etwas des Livefeelings dieser Band zu zeigen.

Fazit: Earthless sind nach Black Heaven im Live Heaven angekommen. Mit ihrem Groove und den Songs, die sich wie experimentelle Jamsessions anhören, übertreffen sie sich selbst. Obwohl die Studioalben schon sehr geil sind, merkt man bei ihren Liveaufnahmen erst richtig, was Earthless für geniale (Jam) Musiker sind. Eine weitere Must Have Empfehlung für die Stoner in diesem Monat. Nach Kadavar (mein vorangegangenes Review hier bei Time For Metal) und Earthless befinden wir uns regelrecht im goldenen Stoner Herbst.

Anspieltipps: Black Heaven, Uluru Rock, Acid Crusher
9.8
Leser Bewertung0 Bewertungen0
9.8

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Stillbirth – Back To The Stone Age