Emil Bulls mit Imminence und Lonely Spring am 7. April in der Pumpe in Kiel

                                „Emil Bulls mit Imminence und Lonely Spring am 7. April in der Pumpe in Kiel“

Event: Kill Your Demons Tour Part II

Headliner: Emil Bulls

Supportbands: Imminence, Lonely Spring

Ort: Die Pumpe, Haßstr. 22, 24103 Kiel

Datum: 07.04.018

Kosten: 25,90 € VVK, 27.- € Abendkasse

Genres: Metal, Hardcore, Alternative, Rock

Besucher: ca. 700

Veranstalter: MoreCore.de, Extratours Konzertbüro, Die Pumpe, Emil Bulls Official

Links:  https://www.facebook.com/EmilBullsOfficial/
https://www.facebook.com/imminenceswe/
https://www.facebook.com/lonelyspring/

1. Intro
2. Closure
3. For The Sake
4. Strangers
5. Run Better Run
6. Who Am I
7. Underwater

1. The Sickness
2. Diamonds
3. Last Legs
4. Broken Love
5. Up
6. Wine & Water
7. This Is Goodbye

1. Kill Your Demons
2. Between The Devil And The Deep Blue Sea
3. Not Tonight Josephine
4. Gone Dark
5. Here Comes The Fire
6. The Most Evil Spell
7. Levels And Scales
8. Leaving You With This
9. Euphoria
10. Mt. Madness
11. The Way Of The Warrior
12. Nothing In This World
13. When God Was Sleeping
14. The Age Of Revolution

Encore 1
15. The Ninth Wave
16. Hearteater
17. Winterblood (The Sequel)

Encore 2
18. Miss Magnetic
19. The Jaws Of Oblivion
20. Smells Like Rock’n’Roll
21. Man Or Mouse
22. Worlds Apart

Samstagabend, 9. April 2018. Um 20:00 Uhr ist Einlass in der Pumpe in Kiel. Emil Bulls sind hier und haben Imminence aus Schweden und Lonely Spring aus Passau in Bayern dabei. Es hat sich schon eine ordentliche Schlange gebildet, aber das Wetter ist schön, also kein Problem. Pünktlich gehen die Türen auf. Der Einlass geht schnell vonstatten. Wir richten uns, wie üblich, ganz vorne an der Absperrung häuslich ein. Mein Kollege Norbert C., der wieder für schöne Bilder sorgen will, guckt sich etwas verzweifelt den heutigen Fotograben an, der die Bezeichnung eher nicht verdient. Gefühlte 40 cm tief und teilweise mit Equipment bestückt, wird das ganz bestimmt kein Vergnügen. Daher gibt´s die Bilder der beiden Vorbands diesmal auch nur von einer Seite 😉

À propos Vorbands. Ich finde es immer wieder schön, neue Bands kennenzulernen, die als Supporter dabei sind. So habe ich schon so manche neue Lieblingsband entdeckt. Den Anfang machen heute Abend Lonely Spring. Die sind letztes Jahr auch schon mal spontan bei Emil Bulls als Supporter eingesprungen, als Vitja absagen mussten. Pünktlich um 21:00 Uhr fangen die Vier an. Ihren Job als Opener machen sie echt gut. Die Jungs sind seit Januar 2017 bei Monster Artists Management unter Vertrag. Im Februar haben sie ihr Debütalbum aufgenommen, das im Laufe des Jahres veröffentlicht wird. Trotz ihrer jungen Jahre (alle sind Anfang zwanzig), haben sie schon reichlich Bühnenerfahrung. So durften sie bereits mit Bands wie Being As An Ocean oder Rise Of The Northstar auftreten. Die Band selber bezeichnet ihren Stil als „Mischung aus Post-Hardcore/Emocore mit neumodernen Elektro-Elementen“. Beeinflusst wird ihre Musik von Papa Roach, My Chemical Romance, Billy Talent und Emil Bulls.
Ich fühle mich beim Anblick des Sängers (und Gitarristen) Julian Fuchs spontan an die Figur Jon Snow aus Game Of Thrones erinnert – und das geht offensichtlich nicht nur mir so, wie sich später herausstellt. Aber egal, Julian wechselt geschickt zwischen Cleanparts und Screams. Mit der Unterstützung von seinem Bruder Simon (am Bass), Madsn Angerer (Drums) und Manu Schrottenbaum an der 2. Gitarre errichten sie ein abwechslungsreiches Songlabyrinth, das erfrischend und zugleich brutal daherkommt. Wir bekommen eine energiegeladene Performance geboten, ihre Riffs machen einfach Spaß. Die Songs, die sie spielen, werden alle ausnahmslos erst auf der neuen CD veröffentlicht, wir waren also quasi bei einer Pre-Release Show dabei 😉 Leider konnte der letzte geplante Song nicht mehr gespielt werden. Basser Simon war während einem der ersten Songs, aufgrund eines weggebrochenen Podestes auf das Absperrgitter gestürzt. Während des Gigs war davon nichts zu bemerken. Nach Who Am I, ging er dann aber kurz hinter die Bühne und kam nicht wieder. Die Wunde war wohl doch schlimmer als gedacht und hörte nicht auf zu bluten. So musste bei Underwater dann das Publikum seinen Backgroundgesang übernehmen. Das haben wir auch gerne gemacht. Der Refrain klingt mir immer noch in den Ohren… Under water under under water … So war nach ziemlich genau einer halben Stunde Schluss.
Ich habe mich nach dem Konzert kurz mit Julian unterhalten. Seinem Bruder ging es wieder besser, die Wunde musste jedoch genäht werden. Gute Besserung auch noch mal von uns an dieser Stelle!

Kurze Umbaupause, Zeit für ein Kaltgetränk, bevor Imminence die Bühne betreten. Die Kombo aus Schweden gibt es seit 2010 und hat im Juli letzten Jahres ihr 2. Album This Is Goodbye veröffentlicht (ein Review meines Kollegen dazu könnt ihr hier nachlesen).
Die Jungs starten mit dem Song The Sickness, der 2015 als Single veröffentlicht wurde. Weiter geht´s mit Diamonds vom aktuellen Album. Die 4 Jungs bringen eine Energie mit sich, die sofort auf das Publikum überspringt und den Saal zum Kochen bringt. Der Aufforderung von Sänger Eddie Berg zur Wall of Death wird gerne nachgekommen. Nun kommt Last Legs vom 2014er-Album I. Wie bei den meisten ihrer Songs wechseln sich ruhige Passagen mit Cleanvocals ab mit brachialen Screams. Broken Love bringt dann wieder die Energie der neuen Richtung, die sie mit dem aktuellen Album nehmen. Bei Up wird´s ein bisschen ruhiger, wir können ein bisschen durchatmen. Der „Oldie“ Wine & Water knallt dann wieder richtig rein – eine weitere Wall of Death wird gebildet. Zum Schluss kommt dann passenderweise This Is Goodby.
Im Dezember gehen die Schweden übrigens auf eigene EU-Tour. Am 22.12. sind sie wieder hier in Kiel in der Pumpe. Alle Termine findet ihr hier.

Erneute Umbaupause, diesmal fast eine halbe Stunde. Um 22:45 Uhr steht dann endlich der Headliner auf der Bühne und beginnt mit Kill Your Demons, dem Namensgeber der Tour vom gleichnamigen aktuellen Album. Auf dem 2. Teil ihrer Tour ist nichts von Konzertmüdigkeit zu sehen. Letztes Jahr haben sie im November und Dezember knapp 20 Auftritte absolviert und auch dies Jahr stehen wieder diverse Termine auf dem Plan. Aber das Publikum dankt es Ihnen, es gibt kaum ein Halten bei den doch überwiegend jüngeren Fans. Ältere Semester findet man hier weniger. Die Titel ihres Auftritts sind bunt gemischt und springen von aktuellen über ältere zu noch älteren Songs. Alle werden begeistert abgefeiert. Der Pit erfreut sich großer Beliebtheit und auch hier wird Anlauf zur Wall genommen. Crowdsurfer gibt´s selbstredend auch. Zwischen den Songs gibt es immer wieder Ansagen von Sänger Christoph „Christ“ von Freydorf. Eine Wodkaflasche, aus der er sich hin und wieder eine neue Mische macht, lässt er durchs Publikum gehen, mit der für ihn selbstverständlichen Voraussetzung, dass da ordentlich mit umgegangen wird. Und klar, geht die Flasche rum und wird anschließend vernünftig auf die Bühne zurückgegeben. So soll es sein!
Nach 14 Songs ist erst mal Pause. Ein Chor mit lauten Emil BULLS! Rufen setzt ein, bis die Jungs auf die Bühne zurückkommen. Ungewöhnlich, aber es gibt sogar 2 Zugabenblöcke. Im 2. Block teilt uns Christ lachend mit, dass sie ein Lied im regulären Teil vergessen haben. So wird The Jaws Of Oblivion auch noch mit in die Zugabe gepackt. Wieder sehr sympathisch, andere Bands hätten das einfach weggelassen. Nach insgesamt 22 Songs und über anderthalb Stunden, in denen sie alles gegeben haben, ist dann aber wirklich Schluss.

Was für ein Abend! 3 wirklich tolle Bands, die ihre Auftritte mit viel Energie und Spielfreude absolviert haben. Imminence und Lonely Spring, für mich lohnende Entdeckungen von jungen Künstlern, von denen wir noch viel hören werden. Und dann Emil Bulls, die schon so viele Jahre auf der Bühne stehen, und sich ihre Frische und ihren Spaß an ihrer Musik erhalten haben.

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