Escape The Fate & Support am 25.01.2018 in Köln

                          „Escape The Fate & Support am 25.01.2018 in Köln“

Eventname: Escape The Fate I Am Human Tour

Headliner: Escape The Fate

Vorband(s): Set To Stun, Shields

Ort: Essigfabrik, Köln

Datum: 25.01.2018

Kosten: 19,00 € zzgl. Gebühren VK

Genre: Metalcore, Punk

Besucher: ca. 1000

Veranstalter: Prime Entertainment (http://prime-entertainment.de/index.php?id=konzerte&L=0)

Link: https://www.facebook.com/events/1841176906194275/

Setlisten:

[cbtabs][cbtab title=“Escape The Fate“]

1. This War Is Ours (The Guillotine II)
2. Your Are So Beautiful
3. 10 Miles Wide
4. Ungrateful
5. Do You Love Me?
6. Just A Memory
7. Remember Every Scar
8. The Flood
9. Something
10. I Am Human
11. Ashley
12. Broken Heart
13. Gorgeous Nightmare
14. Dead! (My Chemical Romance Cover)
15. One For The Money

[/cbtab][cbtab title=“Shields“]

1. Noch unveröffentlichter Song
2. Noch unveröffentlichter Song
3. It’s Killing Me
4. Guilt
5. I’ve Dealt With Worse
6. Jordan
7. I Just Feel Hate

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Um ihr neues Album I Am Human (vö. 30.03.2018) bereits vorab zu promoten, begeben sich Escape The Fate auf eine ausgedehnte Europatour und schauen in diesem Zuge auch gleich mal in der Essigfabrik in Köln vorbei. Zusammen mit den Metalcore „Neulingen“ Shields aus Großbritannien und der Post-Hardcore Truppe von Set To Stun aus den USA, kann ich mir das natürlich nicht entgehen lassen, weshalb ich mich am 25.01.2018 zu meinem ersten Konzert im neuen Jahr auf den Weg nach Köln mache.

Angekommen um 19:00 Uhr fliehe ich erst einmal von dem verregneten Wetter und schaue mich etwas in der Essigfabrik um, welche mit einer Garderobe, dem Merchstand und zwei riesengroßen Theken super ausgestattet ist. Preislich gesehen sind gegen einen Euro für das Aufbewahren von persönlichen Gegenständen an der Garderobe und durchschnittlichen drei Euro für ein kühles Getränk nichts auszusetzen – weshalb ich diese Gelegenheiten auch gleich einmal genutzt habe.

Um 20:00 Uhr begeben sich dann die Jungs von Shields auf die Bühne, um die Menge etwas anzuheizen. Die Location hat sich bereits ziemlich gefüllt und alle sehen ihrer energiegeladenen Show aufmerksam zu. Die fünf Jungs aus London hatten jedenfalls großen Spaß an der Sache und konnten diese Energie super an das Publikum weitergeben, wodurch der erste Circlepit natürlich nicht lange auf sich warten ließ. Durch den besonderen Clean-Gesang von Gitarrist und Sänger Sam Kubric und den wundervollen Melodien à la Novelists von Lead Gitarrist George Christie ist das Quintett direkt in meinem Gedächtnis geblieben und ich musste sie mir unbedingt nach dem Konzert noch einmal genauer anhören (es lohnt sich auf jeden Fall). Genau dafür sollte eine Vorband da sein. Super Job.

Nach kurzer Pause ging es um 20:45 weiter mit der zweiten Vorband des Abends – Set To Stun aus Kalifornien überfordern die Menge mit einem gewöhnungsbedürftigen Mix aus Post-Hardcore, Deathcore und irgendwas dazwischen. So lässt sich neben Blastbeats und dem Gebrüll der zwei Sänger lediglich durch den Leadgitarristen ein kleines bisschen Struktur erkennen, die das Ganze aber leider auch nicht viel erträglicher macht. Was mich aber voll und ganz überzeugt hat, ist die Bühnenperformance und das Herzblut, was vor allem Sänger und Rhythmusgitarrist Damien Wong an den Tag gelegt hat. Abgesehen davon, dass seine komplette Hose bei dem Auftritt dran glauben musste, seine Gitarre hin und wieder mal in die Luft geschmissen wurde (die eigentlich eh nur Alibi zu sein schien) oder er mit gelegentlichem Rumkriechen durch die Menge (wie im Film „Der Exorzist“) die Leute fast schon erschreckt hat, hat er die Musik von ganzem Herzen gefühlt und dementsprechend rübergebracht. Das habe ich so noch nie gesehen und er verdient echt meinen vollsten Respekt. Obwohl das Ganze live wirkte, als wären die einzelnen Instrumente ohne Sinn und Verstand zusammengebastelt worden, erkennt man auf den Studioaufnahmen der Band doch einen gewissen roten Faden, der live jedoch leider nicht wirklich rüberkommt.

Ziemlich genau um 21:45 Uhr kamen dann endlich die Jungs von Escape The Fate auf die Bühne und haben die Menge mit alten Klassikern wie This War Is Ours (The Guillotine II) oder 10 Miles Wide zum Toben gebracht, sodass von Beginn an eine Stimmung in der Essigfabrik herrschte, wie sie besser nicht hätte sein können. Thrasher und Co. hatten Spaß an der Sache und haben den auch perfekt rübergebracht. Mit Do You Love Me?, I Am Human und Broken Heart haben auch drei Stücke vom neuen Album ihren Weg in die Setlist gefunden und standen den älteren Stücken keineswegs nach.  Die knapp 1000 Besucher scheinen auch die neuen Stücke bereits gut geübt zu haben und waren dementsprechend schon sehr textsicher. Ich muss wirklich gestehen, dass ich bis dato selten so eine gute Stimmung bei einem Konzert dieser Größe erlebt habe… Bis auf die ständigen Tonprobleme, die Gitarrist Thrasher verteilt über das Konzert hatte und er somit leider oft nicht zu hören war, stimmte auch soundtechnisch alles. Stücke wie Ashley oder das Cover von My Chemical Romance wurden natürlich super angenommen und ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Nach nur etwas über einer Stunde Spielzeit war mit nur einem Refrain One For The Money auch bereits alles rum und man hatte die Chance zu guter Letzt noch mit allen drei Bands am Merchstand etwas zu plaudern.

Zum Ende bleibt nur zu sagen, dass sich der Weg nach Köln definitiv gelohnt hat. Ich hatte die Chance mit Shields eine Band kennenzulernen, die ich sicherlich in Zukunft noch des Öfteren hören werde, und durfte mit Set To Stun eine Bühnenshow voller Energie erleben, die mich vollkommen geflasht hat. Das Sahnehäubchen haben dem Ganzen dann aber doch Escape The Fate aufgesetzt, die eine ausgezeichnete Show hingelegt haben.

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