Freddie Mercury Celebration Days 2019 vom 05. – 08.09.2019 in Montreux, Schweiz (Vorbericht)

Schweizer ehren verstorbenen Queen Sänger zum 73. Geburtstag

Event: Freddie Mercury Celebration Days 2019

Bands: Queen In Rock, Queen In Heaven, 39-Queen Tribute, Alfie Thomas, Smile-Chor, The Bohemians, Vladimir Hron And The Drops

Ort: 1820 Montreux, Schweiz

Datum: 05. – 08.09.2019

Kosten: Events und Konzerte frei

Genre: Rock

Veranstalter: Montreux Celebration https://www.montreuxcelebration.com/en-5-contact.html

Link: https://www.montreuxcelebration.com/en-182-freddie-celebration-days-2019.html

Farrokh Bulsara alias Freddie Mercury war einer der bekanntesten und bedeutsamsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre. Mercury wurde 1946 in Sansibar-Stadt auf der Insel Sansibar im ehemaligen britischen Protektorat geboren. Die Familie stammte ursprünglich aus Indien. Schon früh im Internat bemerkte man sein Gesangstalent und brachte ihm das Klavierspielen bei. Dort im Internat in Panchgani im indischen Bundesstaat Bombay erhielt er auch den Spitznamen Freddie, den er sein Leben lang beibehielt. Auch trat Freddie dem dortigen Schulchor bei und nahm an Aufführungen teil. Bereits mit zwölf Jahren wurde er Mitglied der Band The Hectics, der Beginn einer großen Karriere.

Im Sommer 1963 kehrte man nach Sansibar zurück, doch das Ende der britischen Kolonialherrschaft war nah. 1964 kam es zu einer gewaltsamen Revolution gegen den Sultan von Sansibar, woraufhin die Eltern, Bomi und Jer Bulsara, mit ihrem 17-jährigen Sohn Freddie und der jüngeren Schwester Kashmira nach London flüchteten und in Feltham ein neues Zuhause fanden. Freddie besuchte dort das College und wurde anschließend Kunststudent, er fertigte zahlreiche Portraits seiner großen Idole wie Jimi Hendrix, Paul McCartney und Cliff Richard an und entwarf modische Männerkleidung.

Durch einen Studienkollegen lernte Freddie Bulsara die Band Smile kennen, die damals aus Tim Staffell (Vocals / Bass), Brian May (Guitar) und Roger Taylor (Drums) bestand. Er begleitete die Band als Roadie und gab ihnen Tipps, wie sie ihr Erscheinungsbild und ihre Bühnenauftritte gestalten sollten. Er selbst schloss sich aber zunächst der Liverpooler Band Ibex als Leadsänger an und man trat ab 1969 unter dem neuen Namen Wreckage auf. Ab und an wirkten auch Brian May und Roger Taylor als Gastmusiker mit. 1970 wurde Freddie für kurze Zeit Sänger der Band Sour Milk Sea, mit denen er einige Auftritte absolvierte.

Im Frühjahr 1970 verließ Frontmann Tim Staffell die Band Smile, die sich daraufhin auflöste. Im April 1970 gründeten dann Brian May, Roger Taylor und Freddie Bulsari eine eigene Band, nannte sie kurzerhand Queen, und holte 1971 Bassist John Deacon mit ins Boot. Freddie nannte sich nun fortan Freddie Mercury. Das Debüt-Album Queen erschien 1973 und wurde von John Anthony, Roy Thomas Baker und Queen produziert. Freddie war nicht nur Leadsänger von Queen, sondern neben Brian May auch Hauptkomponist und war auch in der Ausgestaltung von Stil und Image der Band wesentlich beteiligt. Seine Stimme war hinsichtlich Umfang und Volumen sehr ungewöhnlich für einen Rocksänger. Mercury lebte zu der Zeit mit der Verkäuferin Mary Austin zusammen und als offizielle Lebenspartnerin erlebte sie den internationalen Durchbruch von Queen mit. Mercury arbeitete aber auch unter dem weiteren Künstlernamen Larry Lurex, unter dem er 1973 eine Single veröffentlichte, I Can Hear Music.

Im Oktober 1975 veröffentlichten Queen die Single Bohemian Rhapsody. Die Scheibe wurde der erste Nummer-eins-Hit von Queen, belegte neun Wochen lang die Spitze der britischen Charts und verkaufte sich weltweit über fünf Millionen mal. Die Single erhielt zwei Platin- und mehrere Goldene Schallplatten und Mercury erhielt daraufhin den Ivor Novello Award. Laut seinem persönlichen Assistenten Peter Freestone verarbeitete Mercury in Bohemian Rhapsody sein Coming-Out als Homosexueller Mann.

Von 1979 bis 1985 lebte Mercury überwiegend in München und nahm dort, unbehelligt von der Medienöffentlichkeit, Alben auf und lebte sich in der Homosexuellenszene aus. 1983 lernte er dort die österreichische Schauspielerin Barbara Valentin kennen, mit der er eine Wohnung teilte und in der Münchener Schwulenszene unterwegs war. Liiert war er jedoch mit dem Gastronom Winfried Kirchberger (starb 1993 an den Folgen von AIDS), bei dem er auch sein Luxusappartement gemietet hatte. 1985 erschien Mercury`s Solo-Album Mr. Bad Guy, in deren Liner-Notes er Barbara Valentin dankte für ihre großen Titten und schlechtes Benehmen. Das Album erreichte Platz sechs der britischen Charts.

1985 zog Mercury in seine Villa Garden Lodge im Londoner Stadtteil Kensington und ging eine Lebenspartnerschaft mit Jim Hutton ein. 1987 veröffentlichte Freddie den alten Platters-Song The Great Pretender als Single. Die B-Seite Exercises In Free Love wurde später als Duett mit der spanischen Opernsängerin Montserrat Caballè veröffentlicht. Roger Taylor steuerte zu diesem Song die Backing Vocals bei und die Scheibe erreichte Platz vier der britischen Charts. Im Mai 1987 erfüllte sich Mercury den langgehegten Wunsch und trat mit Caballè gemeinsam im Ku Club auf Ibiza auf. Im Oktober erschien die gemeinsame Hymne Barcelona, die zur Erkennungsmelodie für die Olympischen Sommerspiele in Barcelona 1992 wurde. Bei einer Benefizveranstaltung des Musicals Time 1988 sang Freddie Mercury vier Lieder im Londoner Dominion Theatre, teilweise gemeinsam mit Cliff Richard, dem Hauptdarsteller des Musicals. Es sollte der letzte Bühnenauftritt Mercury`s sein, bei dem sein Gesang live zu hören war. Im Oktober 1988 erschien das Album Barcelona als gemeinsames Projekt von Mercury und Caballè und wenige Tage später traten die beiden beim Konzert La Nit in Barcelona auf, doch die Musik kam schon vom Band.

Im Mai 1989 erschien das Queen-Album The Miracle. Trotz seiner fortgeschrittenen AIDS-Erkrankung arbeitete Freddie Mercury bis zum Schluss im Studio und erstellte Material für zwei weitere Alben. Im Februar 1990 wurden Queen mit dem Brit Award für ihre hervorragenden Leistungen geehrt. Mercury`s Auftritt bei dieser Veranstaltung gab zu weiteren Spekulationen bezüglich seines Gesundheitszustandes Anlass, denn nach Brian May`s Dankesrede kam von Freddie nur ein kurzes „Thank you! Good night!“.

Im Februar wurde das Innuendo-Album veröffentlicht und in die Songtitel I`m Going Slightly Mad, These Are The Days Of Our Lives und The Show Must Go On ließ sich einiges hineininterpretieren. Der fortgeschrittene gesundheitliche Verfall war in den dazugehörigen Videos zu beobachten und nicht mehr von der Hand zu weisen.

Im Sommer 1991 verdichteten sich die Gerüchte, das Freddie Mercury schwer erkrankt sei und an AIDS leide, er und sein Umfeld hielten die Erkrankung seit Jahren geheim. Freddie wusste angeblich bereits seit 1984 davon und bereits auf der 1986`er Queen-Tour, dass es die letzte sein würde. Barbara Valentin erfuhr es 1985 von ihm, sein Lebensgefährte Jim Hutton erst 1987. Die Band erfuhr angeblich erst im Mai 1989 von seiner HIV-Erkrankung und am 23. November 1991 unterrichtete Mercury dann die Öffentlichkeit über seine Krankheit. Am nächsten Morgen fiel er ins Koma und starb am gleichen Abend im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Lange Jahre war unklar, ob und wo es eine Ruhestätte für Freddie Mercury gibt. Einige berichteten, seine Eltern hätten seine Urne mitgenommen, andere behaupteten, seine Asche wurde im Genfersee in der Schweiz verstreut, um eine Pilgerstätte zu vermeiden. Seit 2016 gibt es eine Gedenktafel in seinem Heimatort Feltham.

Im April 1992 fand im Londoner Wembley-Stadion das weltweit im TV übertragene Freddie Mercury Tribute Concert For AIDS Awareness statt, das die verbliebenen Queen-Musiker May, Taylor und Deacon zu Ehren Mercury`s veranstaltet hatten und bei dem auch Metallica`s James Hetfield, Guns`n Roses, David Bowie, Seal, Tony Iommi, George Michael, Lisa Stansfield, Elton John, Paul Young und Liza Minnelli auftraten.

1995 erschien das Queen-Album Made In Heaven mit den letzten Aufnahmen Mercury`s, welches in Queen`s Studio in Montreux am Genfersee aufgenommen wurden. Das Cover zeigt die überlebensgroße Mercury-Statue, die heute dort am Genfersee zum Gedenken steht.

Queen waren über all die Jahre kontinuierlich international erfolgreich. Sämtliche, nach ihren Durchbruch im Jahr 1974, veröffentlichten Alben erreichten Platz eins der Charts. Insgesamt verkauften sie weit mehr als 200 Millionen Alben und zählen damit zu den kommerziell erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Zu den größten Hits zählen u. a. Bohemian Rhapsody, We Will Rock You, Another One Bites The Dust, Bicycle Race, We Are The Champions, Radio GaGa, I Want To Break Free, Under Pressure, The Show Must Go On und Who Wants To Live Forever.

In Montreux am Genfersee war der schillernste Paradiesvogel der Rockgeschichte, Freddie Mercury, König. Wenn Musiker die Moderne satthatten, flohen sie im Zuge der britischen Steuerreformen in die Schweiz zur Arbeit, so auch Queen, Led Zeppelin, The Rolling Stones und Deep Purple. 1979 kauften Queen hier das hochmoderne Mountain Studio, in dem viele Aufnahmen der Band entstanden. Hier am See steht auch die überlebensgroße Mercury-Statue, die die Schweizer fünf Jahre nach seinem Tod in Bronze gießen ließen. Er schaut auf seinen Sockel hinab, stützt sich auf seinen Mikroständer und reckt den rechten Arm hinauf zu den Alpengipfeln. Seine ehemalige, heute 68-jährige, Lebensgefährtin Mary Austin behauptet bis heute, seine Asche wurde hier im Genfersee verstreut. Am Eingang des Kasinos kritzeln noch heute Fans ihre Trauer an die Wände. Hier in Montreux befindet sich auch das Queen-Museum, in dem Freddie bis heute weiterleben darf. Leider ist das Mischpult eine echte Fälschung, denn das Original von damals wurde schon vor Jahren an das Staatsstudio von Göteborg verkauft. Das Museum ist nicht größer als eine Zwei-Zimmer-Wohnung, und doch finden sich hier viele Objekte wie das berühmte Handmikrophon, das brustfreie Harlekinkostüm und vieles mehr. Zu seinem Haus pilgern am 05. September, seinem Geburtstag, noch immer unzählige Fans.

Freddie Mercury Celebration Days 2019

Was liegt nun also näher, hier am Genfersee die Freddie Mercury Celebration Days zum 73. Geburtstags des Rock-Königs von Montreux zu veranstalten. Die Freddie-Tage finden vom 05. – 08. September 2019 mit allerlei Events und Konzerten statt.

Am Donnerstagabend um 18:00 Uhr geht es an der Mercury-Statue los mit Queen-Musik und der Eröffnung, sowie einer großen Freddie-Geburtstagstorte für die Gäste. Um 19:30 Uhr geht es weiter mit einem Konzert der italienischen Queen Tribute-Band 39-Queen Tribute in der Markthalle in Montreux. Die Band wurde von Angelo Malatesta, dem Gitarristen der Innuendo Studios in Mailand, im Jahr 2010 gegründet. Neben Malatesta an der Gitarre besteht die Band aus Sänger und Frontmann Mitia Maccaferri, Bassist Roberto Brogi und Drummer Gabriele Grossi.

Am Freitag findet die Eröffnung um 11:00 Uhr wieder an der Mercury-Statue mit Queen-Musik statt. Von 12:00 bis 19:00 Uhr findet dann in der Markthalle eine große Ausstellung mit Queen-Items statt, die von Emmanuel Gaudron (Belgian Queen Fanclub) und Olivier Ruth und Estelle Ducrot (France Queen Fanclub) präsentiert wird. Es wird Videoprojektionen mit Peter Freestone, dem persönlichen Assistenten Freddie Mercury`s, geben. Es ist eine Bootstour zum Lake House, ein Making-Of zum Bohemian Rhapsody-Film, und viele andere Veranstaltungen geplant. Ab 20:00 Uhr findet in der Markthalle ein Konzert der The Bohemians aus London statt. Die britische Tribute-Band um Robert Comber alias Freddy Mercury lässt den Mythos der legendären Band in einer fulminanten Show noch einmal aufleben. Im Anschluss folgt noch ein Konzert mit Vladimir Hron And The Drops aus Tschechien.

Am Samstag findet die Eröffnung wieder ab 11:00 Uhr an der Freddie-Statue mit Queen-Musik statt. Am Nachmittag finden verschiedene Veranstaltungen statt: Ausstellungen, eine Bootstour zum Lake Haus … etc. Um 12:00 Uhr findet ein Konzert von Smile, dem Chor der Vevey-Schulen, in der Markthalle statt. Die 11 bis 15 Jahre alten Schüler bringen unter der Leitung von Musikdirektor Christophe Farin natürlich auch Queen-Songs auf die Bühne. Um 13:30 Uhr drehen Milan und sein Heroes-Project ein Musikvideo für ihren neuen Song Everyone`s A Hero, für den möglichst viele Freddie Mercury– und Queen-Fans anwesend sein sollten. Um 14:00 Uhr findet in der Markthalle ein Konzert von Alfie Thomas statt. Alfie ist ein 13-jähriger Junge mit Asperger-Syndrom, der Freddie regelrecht vergöttert. Er ist Autodidakt am Klavier, er singt und spielt Gitarre und Bass und schreibt auch eigene Songs. Am Abend findet im Casino Barrière Freddie Mercury`s 73. Geburtstagsfeier statt, die vom Mercury Phoenix Trust veranstaltet wird. Leider ist diese Veranstaltung bereits restlos ausverkauft. Für alle Fans, die keine der begehrten Eintrittskarten ergattern konnten, findet parallel in der Markthalle ein Konzertabend mit der italienischen Queen-Tribute-Band Queen In Rock statt.

Am Sonntag, dem letzten Tag, finden ab 10:00 Uhr erneut diverse Bootstouren zum Lake Haus statt. Um 11:00 Uhr findet ein letztes Mal die Eröffnung mit Queen-Musik an der Freddie-Statue statt. Um 12:00 Uhr kann man sich bei der Freddie-Statue an den Dreharbeiten zu einem Flashmob beteiligen, der von der Freedom Forever Association organisiert wird, um auf die Banalisierung und das Wiederauftreten von AIDS aufmerksam zu machen. Um 13:30 Uhr tritt noch einmal Alfie Thomas in der Markthalle auf und um 14:00 Uhr findet dort ein Konzert von Queens In Heaven statt. Die 10-köpfige Schweizer Female-A-Capella-Gesangsgruppe wurde von Claire Benhamou gegründet. Man will mit diesem Projekt Songs von Queen, die der breiten Öffentlichkeit nicht so bekannt sind, populärer machen. Mit fünf verschiedenen Frauenstimmen spiegelt man die Erfolgsgeschichte Geschichte von Queen in einzigartiger Weise wieder.

Alle Konzerte und Veranstaltungen sind, mit Ausnahme der ausverkauften Geburtstagsfeier im Casino Barrière, während der Freddie Mercury Celebration Days, kostenlos!

Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es unter: https://www.montreuxcelebration.com/en-182-freddie-celebration-days-2019.html

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