Gost – Skull

House Baby, House Baby

Artist: Gost

Album: Skull

Spiellänge: 30:06 Minuten

Genre: Electronic/House

Release: 03.05.2019

Label: Century Media

Link: https://www.facebook.com/gost1980s

Bandmitglieder:

Baalberith

Tracklist:

  1. Chasm
  2. Cursed
  3. They
  4. Oddened
  5. Skull
  6. Manic
  7. She Lives In Red
  8. The Call Of The Faithful

Tja, was kommt dabei heraus, wenn eine Plattenfirma einen Praktikanten oder weniger fähige Mitarbeiter beschäftigt und diese die Zuteilung von Promoexemplaren nach Covern einrichtet? Sollte man nicht wenigstens doch vorher einmal in die Platte reingehört haben? Frei nach dem Motto: „Ah, ein Schädel, muss Metal sein. Rein in die Schublade“. Richtig, ein Metalmagazin bekommt eine House Platte als Rezensionsexemplar! Gut, man kann ja seinen Horizont erweitern. Der einzige Berührungspunkt zur Metalszene ist dann auch schnell ausgemacht, angeblich hat Mister X hinter der lächerlichen Maske als Teenie Metal gemacht, keine Lust mehr gehabt, sich eine „treue“ Fanbase aufgebaut und schon mit drittklassigen Bands wie Black Dahlia Murder getoured. So what? Ganz ehrlich, keine Sau interessiert sich für die Musik, der Typ kennt jemanden in der Firma und diese versucht nun den Mist krampfhaft unter die Meute zu bringen. Das macht nun die Musik, wenn man das Synthie-Gebrumme, Gestampfe und Gepiepe denn so nennen mag, auch nicht besser. Ganz im Gegenteil, das hier abgelieferte Material bekommt jeder versierte Achtklässler mit einem fünfzig Euro Soundprogramm besser hin, jede Wette. Ah ja, bezüglich Innovation kann man auch nicht gerade punkten. Einen ähnlichen Sound haben zwei Franzosen, die als Roboter verkleidet auf die Bühnen dieser Welt kletterten und deren letztes Album weit von ihren Wurzeln entfernt liegt, laut eigener Aussage ist das Genre ausgelutscht, bereits vor knapp zwanzig Jahren gemacht. Nur mal so am Rande erwähnt. Da hilft es dann auch nicht mehr, wenn man lasziv seufzende Sirenensänger in bester 80er-Jahre Manier She Lives In Red Light ins Mikro hauchen lässt, das haben The Cure, Type O Negative, Project Pitchfork, HIM und The 69 Eyes schon besser gemacht. Lieber Baalberith, mach deine Hausaufgaben und überrasche deine Hörer.

Fazit
Das war doch wirklich eine Horizonterweiterung - nicht. Die EP kann ich kaum empfehlen und besonders gut sollte man die "Musik" hoffentlich auch nicht finden, aber Century Media scheinen an Baalberith zu glauben und Geld in ihn zu investieren, Hut ab für die Hoffnung. Wer kauft so etwas? Ich vergebe einen Punkt für den Praktikanten, der die CD angesichts des Covers zugesendet hat. Klarer Ausfall.
Dominik B.1
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