Hällas – Conundrum

Auf in neue Sphären

Artist: Hällas

Herkunft: Jönköping, Schweden

Album: Conundrum

Spiellänge: 42:54 Minuten

Genre: Alternative Rock

Release: 20.03.2020

Label: Napalm Records

Link: https://www.hallasband.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Aleander Moratis
Gitarre – Kasper Eriksson
Bassgitarre – Marcus Petersson
Orgel – Niklas Malmqvist
Schlagzeug – Tommy Alexandersson

Tracklist:

  1. Ascension
  2. Beyond Night And Day
  3. Strider
  4. Tear Of A Traitor
  5. Carry On
  6. Labyrinth Of Distant Echoes
  7. Blinded By The Emerald Mist
  8. Fading Hero

Knapp zwei Jahre nachdem die schwedischen Retro-Rocker ihr letztes Album Exerpts From A Future Past herausgebracht haben, melden sich Hällas nun mit neuem Material zurück. Fünf Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung schließen sie nun mit Conundrum ihre Konzept-Trilogie. Wieder erwartet den Hörer eine kraftvolle Synthese aus 70er-Jahre Rock und psychedelischen Sounds. Aber geht die Rechnung auch ein weiteres Mal auf?

Das Release des Albums gestaltete sich etwas ungewöhnlich. Nachdem das Album am 31. Januar zunächst physisch ausschließlich in Skandinavien erschien, musste der Rest der Welt noch knapp zwei Monate bis zum 20.03.2020 warten. Doch die Wartezeit hat sich gelohnt, denn neben dem CD-Release durften sich vor allem Vinyl-Liebhaber auf ein breit gefächertes Angebot spannender Pressungen freuen.

Musikalisch geht die Reise genau da weiter, wo die Band beim letzten Album aufgehört hat. Nach einem kurzen Instrumental-Opener stimmen Hällas zunächst gemütlich auf den Rest des Albums ein. Die unkomplizierte, ruhige Herangehensweise der Band ermöglicht einen leichten Zugang zur Musik, die den Hörer weder überfordert noch langweilt. Ein erstes Highlight stellt Strider dar. Mystische Synthesizer nehmen den Hörer mit in die melancholisch-epische Abenteurerwelt des Quintetts. Der Song ist durchaus eingängig, bietet aber leider nicht dasselbe Hitpotenzial wie ihr großer Erfolg Star Rider.

Richtig spannend wird es auf der zweiten Hälfte des Albums. Hier wird die Geschwindigkeit teilweise ordentlich angezogen und die Schweden beweisen, dass sie ihr Songwriting noch weiter entwickelt haben. Die Songs schweben stets in der Balance zwischen progressiv und straight-nach-vorn. Obwohl vereinzelt mit aufwendigen Klangcollagen gearbeitet wird, wirkt dies zu keinem Zeitpunkt überladen. An den entsprechenden Stellen wird sich Zeit genommen, um die Stücke komplett zu entfalten, ohne dabei zu hetzen oder es unnötig in die Länge zu ziehen. Dadurch kommt zwar kein Stück unter sieben Minuten, aber diese mystische Reise ist es wert!

Schließlich lässt uns die Band mit Fading Hero in atmosphärischen Sci-Fi Klängen zurück. Hällas setzen einen Schlusspunkt, der groovige Drums, eingängige Gitarrensoli, mehrstimmige Gesangsspuren und Roboterstimmen vereint. Was will man mehr?!

Conundrum ist die logische Konsequenz ihrer bisherigen Werke. Hällas liefern genau das ab, was man von ihnen erwartet, entwickeln sich aber gerade genug weiter, um nicht langweilig zu werden. Ihnen gelingt ein spannender Schlusspunkt für ihre Trilogie, der gleichzeitig aber die Frage bezüglich der Zukunft der Band eröffnet.

Hällas – Conundrum
Fazit
Hällas stellen mal wieder unter Beweis, dass Retro-Rock auch im Jahr 2020 immer noch denselben Vibe wie in den 80ern versprühen kann. Das Album liefert eine spannende Reise in die mystische Band der Schweden, an dessen Ende man direkt wieder von vorne starten will.

Anspieltipps: Strider und Fading Hero
Fabian O.
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