Hammers Of Misfortune – The Bastard

Vinyl Re-Release des ersten Albums der amerikanischen Prog Metal Band

Artist: Hammers Of Misfortune

Herkunft: San Francisco, USA

Album: The Bastard

Genre: Progressive Metal

Spiellänge: 46:15 Minuten

Release: 09.07.2021

Label: Cruz Del Sur Music

Link: https://www.facebook.com/hammersofmisfortune

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang (Screams) – John Cobbett
Gesang, Gitarre – Mike Scalzi
Schlagzeug – Chewy
Bass, Gesang – Janis Tanaka

Tracklist:

  1. The Dragon Is Summoned
  2. The Bastard Sapling
  3. On Wings Of Vengeance
  4. Hunting Tyrant
  5. You Should Have Slain Me
  6. An Oath Sworn In Hell
  7. The Blood Ax Speaks
  8. Tyrant Dies
  9. The Witch’s Dance
  10. The Prophecy Has Two Meanings
  11. The New King’s Lament
  12. For The Ax
  13. Troll’s March
  14. Sacrifice / The End

Kommen wir im Jahre 2021 des Herren, im zweiten Jahr der Pandemie mal zu einem Re-Release. Es handelt sich hierbei um das Album The Bastard der amerikanischen Progressive Band Hammers Of Misfortune aus dem Jahre 2001. Das Label Cruz Del Sur Music bringt das Album zum ersten Mal überhaupt auf Vinyl heraus. Dann auch noch gleich in einer sehr geilen Version, denn The Bastard wird in einer Deluxe DLP translucid gold and black splatter und einem tollen silkscreen auf der D-Seite erscheinen.

Hier eine kurze Info für all diejenigen, die mit der Band bisher noch nicht in Berührung kamen: Von 1995 bis 2000 war die Band in der gleichen Besetzung, wie auf dem hier vorliegendem Album The Bastard, unter dem Namen Unholy Cadaver unterwegs. Musikalisch bediente man sich in dieser Phase einem vom Heavy Metal beeinflussten Black/Death Metal. Der neue Bandname Hammers Of Misfortune geht auf einen Songtitel des Unholy Cadaver Demos zurück. Ein Album, welches aus den Demos der Band aus der Phase von 1995 bis 2000 besteht, wurde erst 2011 beim Label Shadow Kingdom Records veröffentlicht. Mit dem Namenswechsel im Jahr 2000 folgte auch ein Musikwechsel hin zum progressiven (Heavy) Metal, wobei aus meiner Sicht in der Unholy Cadaver Phase bereits ein progressiver Ansatz zu erkennen ist. In der vorliegenden Besetzung nahm man neben The Bastard noch das Album The August Machine auf. Danach folgten eine Menge Splits in der immer noch aktiven Band, in der John Cobbet noch das einzig verbliebene Gründungsmitglied heute ist.

Das Albumdebüt von Hammers Of Misfortune ist bereits ein Hammer. The Bastard wandert auf den Wegen zwischen NWOBHM, Traditional Doom, Black Metal, Folk und Progressive Metal. The Bastard ist ein Konzeptalbum und geht auf eine Konzeptgeschichte über einen Bastardsohn zurück, der von seinem plündernden Vater bei der Geburt für tot gehalten wurde. Im Erwachsenenalter wird er von einem Geist dazu aufgerufen, seinen Zorn gegen diesen tyrannischen König auszuleben und ihn zu töten. Dies geht jedoch nicht ohne die sogenannte Blood Axe, die ihm überreicht wird. Der Bastard tötet schließlich den Tyrannen und übernimmt den Thron und die Herrschaft.

Die Musik selbst ist sehr vielseitig. Es wird ständig zwischen den Stilen/Genres gewechselt. Die Grundsequenz kann man sicherlich als Heavy Metal bezeichnen. Drei unterschiedliche Gesangsstimmen sind zu vernehmen, die zur Vertonung der epischen Geschichte beitragen. Gelegentlich werden keltisch angehauchte Akustik- und Folkelemente eingebaut, was die Musik in diesen Sequenzen zuweilen esoterisch wirken lässt. Das Album endet im großartigen epischen finalen Song Sacrifice / The End. Im Großen und Ganzen ist der Eindruck, den das Album hinterlässt, schwer zu beschreiben. Einzigartig progressiv wäre da jedoch ein Begriff, der mir spontan dazu einfällt.

Hammers Of Misfortune – The Bastard
Fazit
Tolles Vinyl Re-Release des Debütalbums Bastard der amerikanischen Prog Metaller Hammers Of Misfortune. In dieses Album wurden eine Menge unterschiedlicher Stile eingearbeitet, trotzdem bleibt es in seiner Grundsubstanz metallisch. Ich weiß jedoch nicht, wie es auf einen Old School Metaller wirken wird!

Anspieltipps: You Should Have Slain Me, The New King’s Lament und Sacrifice / The End
Juergen S.
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