Hatriot – From Days Unto Darkness

Destroy and delete!

Artist: Hatriot

Herkunft: Oakland, Kalifornien (USA)

Album: From Day Unto Darkness

Genre: Thrash Metal

Spiellänge: 52:22 Minuten

Release: 26.07.2019

Label: Massacre Records

Link: https://www.hatriotofficial.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Cody Souza
Gitarre – Kevin Paterson
Gitarre – Kosta Varvatakis
Schlagzeug – Nick Souza

Tracklist:

  1. One Less Hell
  2. Daze Into Darkness
  3. Carnival Of Execution
  4. Organic Remains
  5. World, Flesh & Devil
  6. Frankenstein Must Be Destroyed
  7. In The Mind Of The Mad
  8. Delete
  9. Ethereal Nightmare

Die US Thrasher Hatriot sind mit ihrem dritten Album zurück. Nachdem die beiden Vorgänger 2013 und 2014 Schlag auf Schlag herauskamen, hat man sich nun doch etwas mehr Zeit gelassen. Das aktuelle Baby nennt sich From Days Unto Darkness.

Erschienen ist es, wie die vorangegangenen Alben auch, bei Massacre Records. Seit dem 26.07.2019 ist es als CD und als limitiertes schwarzes Vinyl verfügbar.

Kurz zum Hintergrund der Band: Steve „Zetro“ Souza gründete die Band 2011. Ja genau, das ist der Steve „Zetro“ Souza, den man auch von den US Thrashern Exodus kennt. Der hat seinerzeit Exodus verlassen, um sich dem Projekt Hatriot voll zu widmen. Da auch seine Söhne Cody und Nick begabte Musiker sind, wurden sie kurzerhand in die Band Hatriot eingebunden. Nach der Einspielung des zweiten Albums Dawn Of The New Centurion, welches er noch besang, wechselte er erneut zurück zu Exodus, um dort wieder den Gesangspart zu übernehmen.

Da ist zunächst einmal ein Abstand von fünf Jahren zum letzten Album. Also man hat sich da wahrlich Zeit gelassen, nachdem die beiden Vorgängeralben in nur einem Jahr aufgenommen wurden. Das Line-Up des letzten Albums Dawn Of The New Centurion ist, bis auf dem Abgang von Steve „Zetro“ Souza geblieben. Der alte Herr ist zwar von Bord gegangen, er hat seinen Kiddies jedoch ein tolles Erbe hinterlassen: Bay Area Thrash auf aller höchster Ebene.

From Day Unto Darkness ist aus meiner Sicht ein saugutes Bay Area Thrash Album geworden. Die fünf Jahre, die man in dieses Album investiert hat, haben sich voll gelohnt.

Waren schon die Vorgänger nicht schlecht, ist man hier nochmals einen Schritt weiter gekommen. Der alte Herr dürfte sich im Nachhinein über seinen Abgang von Hatriot in den Arsch beißen. Nein Quatsch, ich denke, er hat da genügend an seiner Vorstellung von Bay Area Thrash an seine Jungs weitergegeben.

Inhaltlich handelt es sich um düstere Texte, die sich unter anderem mit Themen wie dem Ende der Welt, Verschwörungstheorien, Horror-Ikonen oder einer neuen Weltordnung beschäftigen.

Das macht die Mucke dann auch noch ein weniger dunkler und bedrohlicher. Wut und Aggression sind in den einzelnen Songs richtig spürbar. Da dürfte es bei der Liveumsetzung einige Moshpits geben.

Das Album überzeugt durch geschickte Intros und Outros der jeweiligen Songs, schnellen Gitarrenläufen und lang gezogenen Gitarrensoli.

Viel Abwechslung darf man natürlich nicht erwarten, werden da einige wohl sagen. Aber Quatsch, aus meiner Sicht ist From Day Unto Darkness für eine Platte des Genres Thrash Metal, speziell Bay Area Thrash Metal, sehr abwechslungsreich gehalten. Zudem sind hier und da sogar Death Metal Growls zu vernehmen.

Kurzes Intro, Einsatz der Instrumentalfraktion und das Shouting/Screaming setzt ein. Geniales Gitarrengefrickel zwischendurch und das Schlagzeug zerlegt alles zu Brei. So läuft es in der Regel ab. Cody Souza hat in seinem Keifen doch mächtig vom Vater gelernt.

Der Opener One Less Hell zeigt schon, wo die Reise hingeht. Oh wie geil, da freue ich mich bereits auf das gesamte Album und werde nicht enttäuscht!

Die Songs sind alle schauerlich fies und gemein gehalten! Bestes Beispiel für den Ablauf der Songs nenne ich einmal Frankenstein Must Be Destroyed. Aber nicht nur der, da sind mehrere großartige Kracher dabei.

Allen Song gleich ist, dass es immer voll eins auf die Nüsse gibt. Gerade das wollen wir Thrasher doch so. Tolles Tempo zum Austoben und Haare kreiseln lassen. Dem wird auf dem aktuellen Album von Hatriot absolut genüge getan. Dies dazu noch perfekt produziert. Hier zeigt sich, dass man ein Thrash Album eben auch sehr toll produzieren kann, ohne es dann gruselig flach und seicht wirken zu lassen. Nach dem Abgang des Vaters haben die Söhne Souza alles richtig gemacht.

Hatriot – From Days Unto Darkness
Fazit
Hammer Album der Bay Area Thrasher von Hatriot. From Days Unto Darkness könnte für mich das Thrash Album des Jahres werden. Fies und gemein gibt es hier mit neun großartigen Songs gewaltig was auf die Nüsse. Nicht nur Frankenstein wird hier zerstört, wie es der Track Frankenstein Must Be Destroyes vermuten lässt. Das Album hat einfach nur diese Zielsetzung: Destroy and delete!

Anspieltipps: One Less Hell, Frankenstein Must Be Destroyed und Delete
Juergen S.
9.7
Leserwertung4 Bewertungen
9.3
Pro
Contra
9.7
Punkte
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