Festivalname: Keilertage – Mittelalterfest by Hardenberg Distillery
Ort: Nörten-Hardenberg
Datum: 30.05. – 01.06.2025
Autoren: Hannah & Sebastian Unverzagt
Kosten:
Freitag & Samstag:
Kinder unter 12 Jahre haben freien Eintritt
Markt: 12,00 €
Festival: 41,00 €
Kombiticket pro Tag: Gäste ab 13 Jahren 48,00 €
Markt + Festival Sonntag:
Gäste 5-12 Jahre 20,00 €, Gäste ab 13 Jahren 25,00 €
Familie 2 Erwachsene + 2 Kinder 80,00 € (jedes weitere Kind 10,00 €)
Kinder unter 4 Jahre haben freien Eintritt
Tageskasse:
Freitag & Samstag:
Markt 14,00 €
Festival 45,00 €
Kombi 52,00 €
Sonntag:
Erwachsene 27,00 €
5-12 Jahre 22,00 €
Familie 2 Erwachsene + 2 Kinder 88,00 € (jedes weitere Kind 11,00 €)
Zudem fand ein Vorverkauf bis einschließlich 31.12.2024 statt, bei welchem man noch mal am Ticketpreis sparen konnte.
Genre: Mittelalter, Rock, Folk Rock
Veranstalter: Hardenberg-Wilthen AG
Link: https://www.keilertage.de/

Mit Spannung erwarteten wir die zweite Folge der Keilertage in Nörten-Hardenberg. Bereits im letzten Jahr wurden wir mit bekannten Szenegrößen wie Versengold und Subway To Sally beglückt. Aber auch Newcommer, wie zum Beispiel die lokalen Gruppen von Die Legende Von Nord und von Nathanael fanden ihren großen Auftritt.

In der Mitte Deutschlands liegt dieser magische Ort. Oben auf dem Berg liegt die Burgruine Hardenberg, derer man den Glanz alter Tage noch heute bei einem genaueren Blick ansieht. Übrigens auch ein atemberaubender Ort für eine Hochzeit mit dem besonderen Etwas.
Eben diese Burg wurde im Mittelalter von den schurkischen Rittern der benachbarten Burg Plesse in Bovenden des Nachts überfallen. Glücklicherweise stolperten diese über eine Rotte Wildschweine, welche die Verteidiger der Burg Hardenberg warnten – der Überraschungsangriff konnte erfolgreich abgewehrt werden. So zog der Keiler in das Wappen der Gräflichen Familie ein und so war es eben dieser Keiler, welcher dem Mittelalterfest seinen Namen gab.
Direkt unterhalb dieses historischen Schmuckstücks liegt die beeindruckend Hardenberg Distillery, welcher wir neben besonderen Spirituosen auch ein wirklich bekömmliches Getränk mit dem wundervollen Namen Persico verdanken. Aber auch exklusive Spirituosen, wie der Von Hallers Gin mit Kräutern aus dem Alten Botanischen Garten in Göttingen und der Beverbach Whisky, können sich sehen lassen, um nur einen kleinen Teil des beeindruckenden Sortiments zu nennen. Kleiner Tipp am Rande, probieren lohnt sich. Deshalb trifft es sich auch, dass die leckeren Tropfen auch auf dem Markt ausgeschenkt werden.

Parkplätze stehen unweit des Geländes gegen eine Gebühr von 3 Euro in ausreichender Menge zur Verfügung. Aber auch mit dem Zug ist eine Anreise problemlos möglich. Nörten-Hardenberg verfügt praktischerweise über einen Bahnhof. Von hier aus ist nach einem kurzen Fußweg durch den Ort auch eine Anreise ohne Auto problemlos möglich.
Auf der direkt an dem Eingang gelegenen Pferdearena treibt neben epischen Ritterspielen von den Reitern vom Drachenmoor auch so manch schuppiger Drache aus dem Hause RaptoRex sein Unwesen.
Dem Weg weiter folgend, kommen auch die kleinen Gäste auf dem mittelalterlichen Riesenrad auf ihre Kosten. Schließlich gelangt man – etwas versteckt – nach dem Überqueren der Brücke über den Beverbach auf eine große Wiese, umringt von vielen mächtigen und alten Bäumen.
Hier kann man neben vielfältiger Handwerkskunst auch für das leibliche Wohl sorgen. Jeder Geschmack wird hier sicherlich fündig, gleich ob vegan, fleischig oder doch lieber ethanollastig.
Auch lokale Anbieter sind vertreten, so beispielsweise die Heldenbienen Imkerei aus Salzderhelden. Direkt vor Ort ist eine Verkostung des selbst hergestellten Honigs möglich. Nicht festivalmäßig genug? Dann probiert direkt den selbstgefertigten, nach mittelalterlichem Rezept hergestellten, Met. Für uns ein absolutes Highlight.
Folgt man weiter dem Weg der Mittelalterbegeisterten, so gelangt man schließlich unweit des Mittelalterdorfes zur Tagesbühne. Hier heizt im wechselnden Rhythmus Timo Der Barde, die Tanzwut Mittelaltershow und die Gaukelei Mit Dem Feuervariete die Menge ordentlich an.
Direkt neben der Tagesbühne entführt uns das Theatrum Diaboli in ferne Welten mit eindrucksvoll gestalteten Elementen. Dieses Puppentheater ist ein schönes Beispiel, dass auch den kleinsten Mittelalterfans ordentlich etwas geboten wird.
Ausreichend Sitzmöglichkeiten sind vorhanden und neben den saubersten Dixi-Klos samt Desinfektionsschaum, welchen uns auf unseren bisherigen Festivals begegnet sind, gibt es auch Toiletten mit Wasserspülung gegen eine Gebühr von 50 Cent.
Gestärkt und voll in Mittelalterstimmung öffnet abends schließlich die Hauptbühne ihre Pforten. Am ersten Abend eröffnen die Kilkenny Bastards die Bühne, gefolgt von der Letzten Instanz. Headliner des Abends sind Mr. Hurley Und Die Pulveraffen, welche auch dieses Mal ohne elektronische Komponenten auskommen. Die Letzte Instanz befindet sich aktuell auf ihrer Abschiedstournee und man hat ihnen angemerkt, dass sie diese letzten Züge ihrer Bandgeschichte noch einmal ordentlich feiern wollen.

Dieses majestätische Feuerwerk krönt den letzten Abend und bereitet dem Fest ein würdiges Ende. Musikalisch untermalt zeigten die Sprengkünstler ihr Können. So wurde diesjährig neben der Finsterwacht von Saltatio Mortis auch so manch feuchtfröhlicher Song à la Thekenmädchen von Versengold eindrucksvoll inszeniert. Ein Highlight, welches man sich bei den nächsten Keilertagen auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Der Sonntag steht als Familientag auf dem Programm. Hier können nicht zuletzt auch die zahlreichen Aktivitäten für unsere Kleinsten punkten. So können sie sich beispielsweise in der Kinderrüstkammer ordentlich einkleiden und beim Bogenschießen ihr Können unter Beweis stellen.

Den pünktlichen Abschluss des Festivals leitet dann der Wettergott ein. Nachdem er den Gästen bis zum Nachmittag des Sonntags viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen geschenkt hat, profilierte er sich nun mit einer warmen Dusche.
Als Fazit lässt sich festhalten, dass es sich um ein großartiges Mittelalterfest handelt. Die Kombination aus Musik, Markt und mittelalterlichem Treiben ist durchweg gelungen. Die Sanitäranlagen sind mustergültig gepflegt, und auch die Security ist zahlreich vorhanden – dabei aber immer zurückhaltend und durchweg freundlich, an dieser Stelle ein großes Kompliment an die Organisation und alle am Festival beteiligten Parteien.
Wir freuen uns schon sehr auf eine Fortsetzung der Keilertage im Jahr 2026!


















