Killing Mike – Staffel 1

Dänisch trocken, mit langem Atem und ordentlicher Grundstruktur

Filmtitel: Killing Mike – Staffel 1

Sprachen: Deutsch, Englisch

Laufzeit: ca. 480 Minuten

Genre: Krimi, Thriller

Release: 05.11.2020

Regie: Louise Friedberg

Link: https://www.av-visionen.de/vertrieb/realfilm/

Produktion: Eye See Movies

Schauspieler:

Claus Riis Østergaard, Anders Juul, Dar Salim, Lene Maria Christensen, Jesper Riefenstahl

Die in Skandinavien bereits sehr erfolgreich angelaufene Serie aus Dänemark Killing Mike wurde bei uns im Oktober ausgestrahlt und kann seit Anfang November erworben werden. Die Thriller-Serie kommt auf acht Stunden Spielzeit und zeigt weitere Abgründe der menschlichen Verachtung auf. Die Regie von Louise Friedberg bringt den Peiniger in eine Opferrolle und zeigt auf, wie schnell der Hass in einem Menschen gesät werden kann. Mit einem kleinen Booklet als Extra ausgestattet, möchte die Produktion aus dem Norden Europas nun auch bei uns in der Republik Fuß fassen.

Die Story von Killing Mike – Staffel 1:

Die kleine Gemeinde Balling auf der dänischen Insel Fünen hat ein Problem: Mike

Dorftyrann Mike verbreitet seit Jahren Angst und Schrecken. Keiner ist vor ihm sicher. Anderthalb Jahre nach dem Tod seines Sohns stellt Dorfarzt Peter Mike auf einem Fest betrunken zur Rede, weil er überzeugt ist, dass sein Sohn vorsätzlich von Mike überfahren wurde. Peter wird von seinen Freunden von dem Fest weggebracht. In der örtlichen Kneipe wird allen Beteiligten klar, dass sie Mikes Tod herbeisehnen – und so beschließen sie, ihn umzubringen …

Killing Mike – Staffel 1
Fazit
Gedreht wurde an verschiedenen Orten der Gemeinde Assens, was mich als Dänemark-Fan durchaus beeinflusst. Die Kulisse wurde geschickt gewählt, während die Story recht gradlinig aufgezogen wurde. Preise konnte der Streifen bislang ebenfalls einstreichen. Euphorisch darf man an Killing Mike herangehen, sollte die Erwartungen jedoch nicht zu hoch pushen. Die Rollen wurden gut ausgeschmückt. Die Situation vom Tyrann zum Gejagten ist nicht neu, kommt nahe an die Realität und dürfte nicht nur in einem Film Thema sein. Für meinen Geschmack wäre man mit weniger Spielzeit besser zurechtgekommen. Oft zu tief reichend, wird viel an Dynamik genommen, da wirken die acht Stunden Spielzeit eher negativ auf die Laune des Konsumenten. Ich persönlich bin ein Befürworter von komplexen Handlungen und daher dürfen eine Serie oder ein Film nur zu gerne länger dauern. Bei Killing Mike geht dann der Atem aus und das Ziel wurde überschritten. Wiederbelebt durch die authentische Handlung kann man Killing Mike nicht einfach in die Ecke schieben. Einlegen kann man die neue Serie ohne Probleme, der ganz tiefe Wahnsinn, der einem den Verstand raubt, bleibt aus. Negative Aspekte werden daher von positiven revidiert und hinterlassen einen ordentlichen Krimi-Thriller, dem es nur an kleinen Feinheiten mangelt.
René W.
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