Lacrimas Profundere und A Life Devided am 09.02.2017 im Bi Nuu, Berlin

“Lacrimas Profundere und A Life Devided im Bi Nuu!“

Eventname: Hope is Human Double Headline Tour 2017

Headliner: Lacrimas Profundere

Vorband: A Life Devided

Ort: Bi Nuu, Berlin

Datum: 09.02.2017

Kosten: 25,90€ VK, 26,00€ AK

Genre: Gothic Metal, Dark Rock, Synth-Rock

Besucher: ca. 400 Besucher

Veranstalter: Trinity Music, Berlin

Link: http://trinitymusic.de/events/berlin/lacrimas-profundere-a-live-divided

Setliste:

A Life Devided

  1. Intro/Awake
  2. Antiadore
  3. Her Occasion Of Sin
  4. The Worship Of  Counting
  5. My Halo Ground
  6. My Velvet Little Darkness
  7. Rememberance Song
  8. A Sigh
  9. One Hope’s Evening
  10. Black Moon
  11. Again It’s Over
  12. Amber Girl
  13. My Mescaline
  14. My Release In Pain
  15. Pageant
  16. Dead To Me
  17. Dear Amy
  18. A Pearl
  19. Ave End

Lacrimas Profundere

  1. Intro
  2. Lost
  3. Drive
  4. Change
  5. Right Where I Belong
  6. Walking In My Shoes
  7. On The Edge
  8. Apology
  9. Own Mistake
  10. Burst
  11. Other Side
  12. Doesn’t Count
  13. Perpetual
  14. Inside Me
  15. Words
  16. Space (Unplugged)
  17. Heart On Fire
  18. Last Dance
  19. Lay Me Down

Die beiden Bands aus Bayern schlossen sich zu einer Double-Headliner-Tour zusammen, was nicht nur sinnvoll, sondern auch schon lange überfällig war. Gitarrist Toby Berger spielt zudem eh in beiden Bands, freut sich aber sichtlich über seine Doppelschicht.
Bereits im Vorwege beteuerten beide Bands, dass überall ein volles Set gespielt würde und dass von Stadt zu Stadt auf den 10 Stationen entschieden wird, wer beginnt.
Im Berliner „Bi Nuu“, eine Location innerhalb des Bahnhofes Schlesisches Tor, beginnen A Live Divided. Die überwiegend weibliche Fangemeinde dieser Band stand schon eine Stunde vor Türöffnung im eisigen Wind vor dem Rundbau und wärmte sich an mitgebrachten Getränken auf.

Pünktlich geht es los, ein langer Konzertabend ist schließlich angekündigt.
Für mich neu, als Synth-Rock-Band angekündigt, legen die Jungs nach kurzem Intro richtig los. Von Synth erstmal keine Spur. Sänger Jürgen Plangger dominiert den Stil und begeistert die, wie schon gesagt, zumeist weiblichen, textsicheren Gäste. An den Drums arbeitet sich Karl-Heinz „Korl“ Fuhrmann ab, der bis 2011 bei Lacrimas Profundere den Takt schlug.
Leider kommt der Sound erst ab der dritten, vierten Reihe gut rüber. Die Boxen sind weit vor der Bühne an die Decke gehängt. Das Gemisch aus alten und neuen Songs kommt gut an, das letzte Album Human ist bereits aus 2015.


Nach 100 Minuten ist dann ohne Zugabe Schluss. Schließlich soll ja noch ein kompletter Gig folgen. Als nach kurzer Umbaupause Lacrimas Profundere die Bühne entern, starten sie furios. Die ersten Titel sind noch von der neuen, 2016er CD Hope Is Here, dann beginnt eine Zeitreise durch die seit 1995 bestehende Bandgeschichte. Die Titel von der neuen CD werden vom Publikum scheinbar besser angenommen als die alten. Dies mag am Bekanntheitsgrad liegen, denn die CD kam kurz nach ihrem Erscheinen auf Platz 30 der Charts. Auch bei diesem Gig stört ein wenig, dass der kräftige, kernige Sound nicht klar in den vorderen Reihen herüberkommt. Die vorderen Reihen weichen immer mehr nach hinten, vor der Bühne ist plötzlich viel Platz. Negativ fällt auch auf, dass viele der Damen vom A Life Divided-Gig verschwunden sind. Ein Blick über die Fangemeinde nach hinten verrät: Mindestens 100 Leute fehlen. Sicher, an einem Donnerstagabend ist es schwierig, wenn man am nächsten Tag arbeiten muss, aber ich finde das gehört sich nicht. Zumal ein wirklich richtig guter, ebenfalls 100 Minuten langer, Gig verpasst wurde. Zugaben gibt es auch hier keine. Tony Berger hat auch nach über drei Stunden Kondition, man sieht ihm aber diesen Kraftakt an. Auch ein Bruce Springsteen wäre da nicht mehr der Frischeste…

Nach Beendigung der Konzerte zu vorgerückter Stunde lassen sich noch ein paar Bandmitglieder auf ein Gespräch, ein gemeinsames Bierchen oder ein Selfie am gut ausgestatteten Merch-Stand blicken. Leider kommen nicht alle oder die Securities schmissen uns einfach nur zu früh raus…

Fazit: Für mich als Schleswig-Holsteiner hat sich der Trip nach Berlin gelohnt. In unserem Bundesland hat sich die Band bisher nach eigenen Angaben erst zweimalig blicken lassen. Dies wiederum waren zwei Konzerte, die mich zum Fan machten: Wacken 2011 und 2014. Uns als Fotografen wurde das Leben leider sehr schwer gemacht. Offiziell nur die ersten drei Lieder erlaubt, waren diese aber von der Belichtung her sehr düster und der Musik angepasst gehalten. „Einheimische Bildberichterstatter“ wussten um die eher schlechte Beleuchtung im Saal und scherten sich nicht um die Ansage. Wie ich dann merkte, aus gutem Grund…

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