Lionheart – The Reality Of Miracles

Solides Werk von namhaften Musikern

Artist: Lionheart

Herkunft: London, England

Album: The Reality Of Miracles

Spiellänge: 44:56 Minuten

Genre: Melodic Rock, Hard Rock, AOR, NWoBHM

Release: 31.07.2020

Label: Metalville

Links: http://www.lionheart-music.com/
https://www.facebook.com/lionheartrock

Bandmitglieder:

Gesang – Lee Small
Gitarre und Backgroundgesang – Dennis Stratton
Gitarre und Backgroundgesang – Steve Mann
Bassgitarre und Backgroundgesang – Rocky Newton
Schlagzeug und Perkussion – Clive Edwards

Tracklist:

  1. Salvation
  2. Thine Is The Kingdom
  3. High Plains Drifter
  4. The Reality Of Miracles
  5. Five Tribes
  6. Behind The Wall
  7. All I Want Is You
  8. Widows
  9. Kingdom Of The East
  10. Overdrive
  11. Outlaws Of The Western World
  12. The First Man
  13. Still It Rains On Planet Earth

Lionheart aus London sind eine Band aus den 80ern und nicht zu verwechseln mit der Hardcore Band Lionheart aus Kalifornien. Hier geht es also mehr um traditionelle Klänge der 80er und nicht um Core. Gegründet 1980 mit Jess Cox (ex-Tygers Of Pan Tang), Dennis Stratton (ex-Iron Maiden), Steve Mann (ex-Liar, MSG, Michael Schenker und Eloy), Rocky Newton (ex-The Next Band, Wildfire) und Drummer Frank Noon (ex-The Next Band, Def Leppard). 1986 trennte man sich und 2016 gab es eine Reunion der ehemaligen Saitenbearbeiter. Dazu gesellten sich Lee Small (Shy, Phenomena) sowie Clive Edwards (ex-UFO und Wild Horses) als Schlagwerker. Die Diskografie von Lionheart ist bisher durchaus überschaubar. Hot Tonight erschien 1984, Unearthed – Raiders Of The Lost Archives 1999 und 2017 folgte Second Nature. 2020 nun also The Reality Of Miracles, der Zweitling nach der Reunion.

Was gibt es zu hören? Salvation begrüßt den Hörer mit Glockengeläut und ist der Opener für Thine Is The Kingdom, welcher in eine runde AOR Nummer dreht. High Plains Drifter bewegt sich irgendwo zwischen AOR und melodischem Rock und ist nicht weniger langweilig als der Opener. Der Titeltrack ist leider auch nicht viel besser und schleppt sich im Midtempo mühsam vorwärts. Five Tribes ist die erste Nummer, die mit etwas mehr Tempo um die Ecke kommt und nach einem klassischen NWoBHM Track klingt. Gut hörbar, aber keine Nummer, die den Hörer aus dem Sessel haut. Behind The Wall ist die zwingend auf ein melodischen Rockalbum gehörende Ballade. All I Want Is You macht mit rundem, melodischem Rock weiter und ist solide aber mir etwas zu schmalzig und rund im Refrain. Widows eröffnet gleich mal mit intensiver Gitarrenarbeit, auf dem Weg zum Refrain geht das Tempo etwas verloren, trotzdem einer der besseren Tracks. Kingdom Of The East startet etwas folkig mit Flöten und akustischem Gesang, nimmt dann Tempo auf und ist im Refrain sehr rund und melodisch, bietet aber deutlich mehr Abwechslung als andere Tracks und gehört so zu den positiven Beiträgen. Overdrive liefert einen melodischen Rocker, bevor mit Outlaws Of The Western World die Scheibe aufs Ende zugeht. Zum guten Schluss noch mal solide Musik zwischen Rock und AOR. Eine Nummer, die weder stört oder begeistert.

Lionheart – The Reality Of Miracles
Fazit
Irgendwie ist es gerade Mode für Heroes der 80er und 90er neue Scheiben auf dem Markt zu werfen. Das Ding ist in der zweiten Hälfte ganz solide, hat ein paar Nummern, die okay sind, jedoch gerade mit den Tracks zum Anfang auch einiges an Langeweile in petto. Es ist nicht ganz schlecht oder zu glattpoliert, wie einige andere Releases, aber ein Highlight ist es leider ganz bestimmt auch nicht. Evtl. etwas für Freunde des melodischen Rocks bzw. Stadionrocks der 80er und 90er, wer jedoch eher in NWoBHM tendiert, schaut besser woanders.

Anspieltipps: Five Tribes, Widows und Kingdom Of The East
Jürgen F.
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