Bands: Lucifer, Dead Lord
Ort: Das Bett, Schmidtstr.12, 60326 Frankfurt am Main
Datum: 23.11.2021
Kosten: 26 € VK, 28 € AK
Genre: Heavy Rock, Doom Metal, Rock, Stoner Rock
Besucher: 200
Veranstalter: Das Bett
Link: https://bett-club.de/event/lucifer-special-guest/
Setlisten:
Letze Woche Thrash im Kesselhaus in Wiesbaden. Heute Abend Rock und Doom im Das Bett in Frankfurt. Kumpel Udo und ich freuen uns, endlich mal wieder in unseren geliebten Locations unterwegs zu sein. Wir freuen uns ganz besonders heute Abend auf den Gig von Lucifer und Dead Lord im Das Bett. Eine gefühlte Ewigkeit ist es leider her, dass ich hier war. Wobei – über 1 ½ Jahre coronabedingt ist eben keine gefühlte Ewigkeit, sondern eine echte Ewigkeit. Damit der Abend hier überhaupt stattfinden kann, ist 2G+ angesagt. Also haben wir uns vorher noch testen lassen. Früh genug angereist, gehen wir nebenan noch eine Pizza essen. Der Pizzamann hat viel zu tun, er sagt, es würde ca. ½ Stunde dauern. Pustekuchen, weit über eine Stunde dauert es und wir befürchten schon, dass wir zu spät zum Konzert kommen. Da sind aber noch einige Fans, die am Einlass warten und der Pizzabote rast an uns vorbei und liefert selbst noch Pizza (wohl für die Bands) in die Location. Also doch noch früh genug drinnen. Hier treffen wir unseren neuen Freund Robert wieder, den wir eben erst in der Pizzeria kennengelernt haben und der sich als großer Stoner Fan outet. Wiedersehen werde ich ihn dann am Samstag auf dem Ripple Fest in Köln. Mit etwas Verspätung beginnen Dead Lord den heutigen Abend. Dead Lord habe ich nun bereits einige Male gesehen, bzw. sie verfolgen mich auf jedem kleineren oder größeren Open Air. Die Jungs aus Stockholm sind natürlich immer sehens- und hörenswert. Das letzte Mal bin ich mit einem Teil von ihnen nach ihrer Show beim Rock The River in Koblenz in der Altstadt regelrecht versackt. Nur Sänger Hakim Krim war damals nicht mit auf Kneipentour, denn er war an diesem Abend ein wenig unpässlich. Unpässlich ist er heute Abend aber auf keinen Fall. Von der ersten Minute an gut aufgelegt sind die Jungs hier. Mittlerweile gibt es im Line-Up bekanntermaßen einen Wechsel. Gitarrist Olle Hedenström hat die Segel gestrichen, dafür ist Bassist Martin Nordin, den wir nachher noch einmal mit Lucifer sehen werden, aufgerückt und hat zwei Saiten mehr dazubekommen. Am Viersaiter steht jetzt Ryan Kemp, der bereits die letzte Platte Surrender mit eingespielt hat. Mit dem Titel Distance Over Time von eben diesem Album startet das Quartett seinen heutigen Gig. Auch die Songs Evil Always Wins und Messin‘ Up der heutigen Setlist sind vom letzten Album Surrender. Dead Lord produzieren seit 2012 Classic Rock / Hard Rock im Stile eines Thin Lizzy Klons. Melodiöse Songperlen, eine nach der anderen, werden heute Abend abgeliefert. Da kann man es mal mit Thin Lizzys Song sagen: The Boys Are Back In Town. Sie erinnern wirklich stark an Thin Lizzy und Phil Lynott, das können sie einfach nicht verleugnen. Den Jungs merkt man an, dass sie Freude daran haben, endlich mal wieder auf der Bühne vor Publikum zu stehen. Unterhaltung pur ist für die Fans angesagt. Es gibt zuhauf prächtige Doppelleads von Martin Nordin und Hakim Krim dargeboten. Ausgelassene Stimmung vor der Bühne. Es folgen Lucifer, die ich heute Abend zum dritten Mal sehe. Erstmals gesehen habe ich die Band auf dem Desertfest in Berlin vor ein paar Jahren. Tief in der Stoner Ecke angesiedelt, spielen Lucifer einen Heavy Magic Doom Metal Rock. So bezeichne ich es jedenfalls. Lucifer werden manchmal auch unter den Begriff Retro Rock gepackt, ohne aber Retro zu sein. Lucifer, das ist herrlicher authentischer Rock der Gegenwart, jedoch tief verwurzelt in den Ursprüngen. Lucifer stehen natürlich ganz im Zeichen von Frontfrau Johanna Platow Andersson, der Frau von Nike Andersson, dem Mann am Schlagzeug. Den Multiinstrumentalisten kennt man auch als Frontmann von den Hellacopters, oder auch durch sein Mitwirken bei Imperial State Electric, Entombed und weiteren Bands. Bei Lucifer hält er sich am Schlagzeug im Hintergrund und lässt seine Frau Johanna das Publikum beeindrucken, die mit ihrer Stimme großartig wirkt und die Musik von Lucifer stark prägt. Ganz toll im Element ist auch hier wieder Martin Nordin, der sein Gitarrenspiel mit gekonnten Ausfallschritten tänzelnd in Szene setzt. An der anderen Gitarre spielt Linus Björklund, wie Martin Nordin seit 2018 dabei. Am Bass ist seit 2019 Harald Göthblad der Saitenzupfer. Fazit: Großartiger Konzertabend mit den beiden Stockholmer Bands Lucifer und Dead Lord. Die Kombi hat wirklich absolut gepasst, zumal beide Band den gleichen Gitarristen haben. Toller Doom, Classic Rock, Heavy Rock Abend, den man gerne wiederholen kann. Im Frühjahr 2022 sind Lucifer wieder unterwegs, dann mit Year Of The Goat. Ich habe versprochen, wieder dabei zu sein!























































