Melting Eyes – My Final Resting Place (EP)

Südholländische Death Metal Geschichten

Artist: Melting Eyes

Herkunft: Niederlande

Album: My Final Resting Place (EP)

Spiellänge: 29:08 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 01.08.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://meltingeyes.bandcamp.com

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Pier Segaar
Gitarre – Ben Ubert
Bassgitarre – Angelo Verlaan
Schlagzeug – Marco van der Meer

Tracklist:

  1. Bringer Of War
  2. My Final Resting Place
  3. Only The Void Remains
  4. Creation Undone
  5. Embrace The Madness
  6. Rise From Below

Marco van der Meer hat von 1993 bis 1994 bei Compos Mentis getrommelt, Angelo Verlaan hat 1985 bei Emphasis Bass gespielt, Ben Ubert hat von 2014 bis 2016 bei Warmaster die Gitarre bedient und Pier Segaar singt seit 2004 bei Constant Paranois und spielt seit 2005 die Leadgitarre bei The Impaler. Die schon etwas älteren Herrschaften haben mindestens zwei Sachen gemeinsam. Ersten sind sie alle Niederländer, und zweitens zocken sie alle seit 2017 bei Melting Eyes. So richtig viel haben die einzigen Protagonisten noch nicht herausgebracht. Nun werfen sie eine EP auf den Markt.

Los geht es mit Bringer Of War. Mit einem langsamen und drückenden Part geht es los. Kurz danach erklingen die Growls. Break, die Gitarren spielen los und dann ab ins schnelle Midtempo mit feiner Uftata. Jo, hier regiert die alte Schule, auch wenn man das so schon ganz, ganz oft gehört hat. Das Riffing kommt gut, ist natürlich nicht neu. Das Tempo wird wieder herausgenommen und es wird etwas atmosphärisch und melodisch. Man groovt ganz geil. Die Growls klingen schön fett. Dann wird wieder Fahrt aufgenommen. Diese Wechsel im Tempobereich und dieser recht melancholisch klingende Part sowie das Solo klingen echt gut. Und so endet man auch.

My Final Resting Place geht auch gleich in die Vollen. Straight Forward Death Metal der alten Schule ist angesagt und Gefangene werden nicht gemacht. Guter Wechsel in einen aggressiven Midtempopart. Ja, das schockt und dann wieder Gummi. So mag ich es. Und hin und her. Da kann man schön die Haare zu schütteln. Läuft. Dann wird das Tempo wieder ganz herausgenommen, die Doublebass läuft langsam mit und ein melodisches Lead erklingt. Gute Idee. Im langsameren Midtempo jagt man nun weiter durch den Song und dieses melodische, teilweise melancholische Lead zieht weiter seine Kreise. Wieder Tempoverschärfung und es geht hin und her. Macht durchaus Laune.

Sirenen leiten den Untergang bei Only The Void Remains ein und der Song wird langsam und schleppend aufgebaut. Die Sirenen erklingen im Hintergrund noch ein wenig weiter und so zieht man seine Kreise, bis man dann ausfädelt und der Trommler den Takt vorgibt. Aber man schleppt sich weiter durch die niederländischen Mühlenfelder. Nach einem Break gibt es Feinspieler und die Uftata-Attacke wird gestartet. Richtig schnell wird man nicht, aber das Riffing sitzt ohne Ende. Und dann wird erst einmal ordentlich eine Runde gegroovt. Sehr druckvoll. Tempoverschärfung darf nicht fehlen, ist klar. Und so geht es wieder hin und her. Auch recht geil.

Ein recht eingängiger Song ist Creation Undone. Das Riffing erinnert mich ein wenig an Bolt Thrower, ohne jetzt aber diese Wand erstellen zu können. Geht aber direkt ins Ohr, ohne jetzt schnell oder besonders aggressiv rüberzukommen. Die Brutalität wird durch die druckvolle Drumarbeit erzeugt und das lang gezogene Riff kommt auch total fett. Teilweise melodisch und dies passt total.

Auch Embrace The Madness und Rise From Below reihen sich nahtlos ein. Die knappen dreißig Minuten haben echt Laune gemacht, auch wenn nicht viel Neues geboten wird.

Melting Eyes – My Final Resting Place (EP)
Fazit
Die Niederlande haben ja in den letzten Jahren bewiesen, dass sie in Sachen Death Metal ganz gut mithalten können und auch Melting Eyes hauen auf ihrer ersten EP ordentlich einen raus. Schöner Old School Death mit vielen Tempowechseln und guten Riffs. Sehr interessantes Erstlingswerk.

Anspieltipps: My Final Resting Place und Creation Undone
Michael E.
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