Metal auf der Kieler Woche 2018? Auf Spurensuche! (Vorbericht)

Das größte Volksfest Europas ruft! Auch dieses Jahr findet die Kieler Woche traditionell wieder in der letzten vollen Juniwoche statt. Ab in die nächste Runde!
400 Konzerte in neun Tagen auf über zwei Dutzend Bühnen quer durch die Stadt verteilt.
Klingt erst mal gut. Wenn man dann aber mal beleuchtet, wer dort auf dem Volksfest auftritt, wird einem schnell klar, dass Metalheads mal wieder zu einer Minderheit gehören. Aber auch die fahren zum Urlaub an die See und möchten den ihrigen Klängen lauschen.
Lediglich drei Anlaufpunkte braucht sich der Metaller auf der Kieler Woche zu merken. Sollte sich jemand verlaufen, muss er sich nicht wundern, wenn er bei unzähligen Coverbands, internationaler Folklore oder Künstlern wie Stefanie Heinzmann, Wolf Maahn, Joy Denalane, Pe Werner oder Heinz Rudolf Kunze landet.
Highlight der Kieler Woche ist Apocalyptica. Die sympathischen Finnen treten auf der Freilichtbühne Krusenkoppel auf. Dies ist auch die einzige Bühne, bei der es einen kleinen Eintritt kostet. Bei 20 € plus Vorverkaufsgebühr ist dieses Konzert schon lange ausverkauft.Nicht einmal das erst im letzten Jahr etablierte Vorzeigestück, das Radio Bob! Rockcamp, kommt in diesem Jahr so richtig aus dem Quark. Highlights hier Therapy?, Thundermother, Rose Tatoo, Battle BeastPyogenesis und Beyond The Black.
Die Location der Jungen Bühne im Ratsdienergarten bietet wirklich jungen Künstlern eine Plattform. Größtenteils Schüler präsentieren sich hier zum Teil zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Aber auch lokale Künstler, die schon renommiert sind, bekommen hier noch eine Plattform, sofern sie noch in den gesteckten Altersrahmen passen. Nicht verpassen werde ich hier The Pinpricks und Tequila And The Sunrise Gang. Dies sind genau solche Bands, bei denen vor Kurzem sogar CD-Releases stattfanden.
Am meisten puren Metal gibt es im Kulturzentrum Die Pumpe im Roten Salon. Auch hier Amateurbands bei kostenlosem Eintritt zu späterer Stunde. Wer also vom Trubel die Faxen dicke hat, geht bei moderaten Preisen zur Showbox in den Keller. Hier kreist bis zum angehenden Morgen der Blocker, wenn schon überall die Lichter aus sind! Viel Punk, viel Metal – ein Absacker ist hier eh Pflicht!

Und sonst so? Ohne Kultbands feiert es sich schlecht. So dürfen natürlich auch Klaus Büchner (Solo) und seine Torfrocker nicht fehlen. Beides findet sich, wie auch die Kultrocker von Extrabreit im Radio Bob! Rockcamp.
Auf dem Rathausplatz zu später Stunde, am 22. wenn die Rock-meets-Classic-Show gelaufen ist, darf getanzt werden. Die Lokalmatadoren und Wackenlegenden Tears For Beers werden in neuer Besetzung ihren Speed-Folk darbieten. Leider ist dies Konzert derzeit nur für 75 Minuten angesetzt, ich hoffe, da tut sich noch etwas am Zeitplan… Anders dagegen ist mit zweieinhalb Stunden die Pink Floyd Coverband Meddle angesetzt. Zum Soundcheck am Freitag werden die Herren ein Sound- und Lichtteppich über den altehrwürdigen Platz legen, den man gesehen haben sollte.

Ein detailliertes Programmheft erscheint Anfang Juni.
Auf den Internetseiten www.ki-wo.de sowie www.kieler-woche.de erfahrt ihr schon jetzt Details über das Gesamtprogramm.

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