Metal Church – Classic Live

Zu wenig für die Heiligsprechung

Artist: Metal Church

Herkunft: USA

Album: Classic Live

Genre: Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal

Spiellänge: 52:21 Minuten

Release: 16.10.2020

Label: Reaper Entertainment

Link: www.metalchurchofficial.com

Bandmitglieder:

Gesang – Mike Howe
Gitarre – Kurdt Vanderhoof
Schlagzeug – Stet Howland
Bass – Steve Unger
Gitarre – Rick Van Zandt

Tracklist:

01. Beyond The Black
02. Date With Poverty
03. Gods Of A Second
04. In Mourning
05. Watch The Children
06. Start The Fire
07. No Friend Of Mine
08. Badlands
09. The Human Factor

Am 16.10.2020 erscheint ein weiteres Livealbum der amerikanischen Heavy Metaller Metal Church. Classic Live wird als CD und in den Vinylvarianten Black, Mint (100 Stück), Crystal Clear (100 Stück) und Transparent Red (100 Stück) verfügbar sein.

Metal Church haben sich seit 1980 einige Male aufgelöst und immer wieder neu zusammengefunden. Wenn ich richtig gezählt habe, dann geschah dies bisher fünf Mal und dies auch mit unterschiedlichen Besetzungen. Einmal sogar unter einem anderen Bandnamen (Shrapnel von 1981 bis 1983).

So neu ist das hier vorliegende Classic Live Album allerdings nicht, denn die Aufnahmen stammen von der 2016er Tour der Band. Sänger Mike Howe war 2015 zur Band zurückgekehrt, und man hatte gerade das Album XI aufgenommen, das sogar Chartplatzierungen rund um den Globus schaffte.

Das anstehende Release von Classic Live stellt nur eine Neuerscheinung für Europa dar, denn in einigen Ländern außerhalb Europas ist es bereits nach der Produktion 2017 erschienen.
Was die Band dazu bewog, diese Livescheibe zunächst ausschließlich in anderen Teilen der Welt zu veröffentlichen und erst drei Jahre später hier in Europa, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht ist es einfach die Idee, mit vorhandenem Material noch einmal Geld zu machen. Das wäre dann quasi der Human Factor (so der letzte Song) auf der Scheibe. Oder aber die europäischen Länder waren bisher Badlands (so der Titel des vorletzten Songs) für die Band. Sei es drum, das Livealbum liegt also ab dem 16.10.2020 in Europa vor, und der geneigte Hörer kann selbst entscheiden, ob er zugreift oder nicht. Vielleicht steht es ja schon bei einigen Fans zu Hause, denn in Zeiten des Internets ist es kein Problem, sich Alben aus Übersee zu bestellen.

Das Livealbum Classic Live enthält entsprechend seinem Titel neun klassische Metal Church Songs, die 2016 auf der Tour aufgenommen wurden. Produziert wurde es von Metal Church Urgestein und Gitarrist Kurdt Vanderhoof.

Die Live-Performance und die Aufnahmequalität sind recht gut, jedoch nicht außergewöhnlich. Es sind dann, um dem Titel gerecht zu werden, wirklich nur Klassiker der Band auf der Scheibe. Titel vom kurz zuvor veröffentlichten Album XI fehlen. Von den neun Songs sind sechs aus der ersten Ära von Mike Howe als Sänger der Band. Drei Songs stammen aus der Zeit, in der David Wayne (RIP 2005) Sänger von Metal Church war.

Geboten wird natürlich klassischer Heavy Metal mit Power und Thrash Metal Anteilen. An den Gitarren glänzen Kurdt Vanderhoof und Rick van Zandt. Den Gesang von Mike Howe muss man echt mögen. Gerade in den Höhen fällt es mir persönlich etwas schwer. Das ist natürlich Geschmacksache.

Bei der 2017er Ausgabe wurde von vielen Fans bemängelt, dass zwischen den einzelnen Tracks immer ca. zwei Sekunden Pause seien und so kaum Freude am Livefeeling aufkomme. Mir liegt nur die MP3 vor, und so kann ich nicht definitiv sagen, ob dies bei dieser Ausgabe auch so ist. Zwischen den MP3s gibt es keine Pausen, sondern hier gehen der Beifall und der Jubel der Fans ineinander über. Wenn es denn auf CD oder Vinyl anders sein sollte, dann hätte man wohl die Pausen nachträglich eingefügt, was aus meiner Sicht dann doch ziemlich dämlich wäre. Gegenüber der 2017er Ausgabe fehlt hier auf der Veröffentlichung der Track Fake Healer mit Gastsänger Todd La Torre.

Metal Church – Classic Live
Fazit
Metal Church legen im Oktober dieses Jahres mit Classic Live ein neues Livealbum vor? Nein, das stimmt so nicht, denn dieses Album ist bereits 2017 in einigen Teilen der Welt veröffentlicht worden - aber eben erst jetzt in Europa. Wieso man das so macht? Keine Ahnung. Vielleicht will man ja mit einem alten Teil noch mal Geld machen. Das dürfte dann vielleicht The Human Factor sein (wie uns der letzte Song vermuten lässt). Für eine Liveaufnahme mit knapp über fünfzig Minuten auch wirklich etwas knapp.

Anspieltipps: Beyond The Black, Gods Of A Second und The Human Factor
Juergen S.
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