Millarium – First Blood Running

“Die können nicht nur Hochdeutsch“

Artist: Millarium

Herkunft: Hannover, Deutschland

Album: First Blood Running

Spiellänge: 51:55 Minuten

Genre: Heavy Metal, Thrash Metal

Release: 23.10.2015

Label: Hänsel & Gretel/M. i. G. – music GmbH

Link: https://www.facebook.com/millarium und http://www.millarium.de/

Produktion: Wellencocktail Tonstudio & Musikproduktion, Hannover von Achim Dressler

Bandmitglieder:

Gesang – Daniel „Het“ Curcija
Gitarre – Steven Graupmann
Bassgitarre – Sören Scherf
Schlagzeug – Joschus Öl

Tracklist:

  1. Phoenix
  2. First Blood Running
  3. Two Bullets
  4. Sweet Revenge
  5. Hope And Misery
  6. Insidious
  7. Not Myself
  8. Wasted
  9. Long Forgotten
  10. Born To Be Wild

Millarium - First Blood Running

 

Wenn ich lese, dass eine Band aus der Gegend kommt, wo ich nach meiner Geburt den größten Teil meines Lebens verbracht habe, bin ich per se ja schon mal neugierig. Bislang sind Millarium komplett an mir vorbeigegangen, obwohl es die Band schon seit den Jahr 2009 gibt und im Jahr 2012 die erste EP Rise High veröffentlicht wurde. Mit First Blood Running erschien am 23.10.2015 nun das erste Album, das gleich mit einer Spielzeit von knapp einer Stunde aufwartet.

Nachdem der Phoenix aus der Asche gestiegen ist, hauen Millarium mit dem Titeltrack First Blood Running gleich mal richtig auf die Kacke. Oldschool Thrash meets Modern Heavy Metal würde ich mal sagen. Normalerweise nicht so mein Ding, aber der Song macht neugierig auf das, was da noch kommen mag. Und das ist für ein Debütalbum gar nicht mal so schlecht. Die Jungs liefern eigentlich alles, was das Herz des geneigten Hörers höher schlagen lassen dürfte: eine hervorragende Arbeit der Saitenfraktion und ein klasse Schlagzeugspiel. Der Gesang von Daniel Curcija könnte zwar etwas variabler sein, lässt mir aber auch nicht die Haare zu Berge stehen. Bei den überwiegend im oberen Tempobereich angesiedelten Songs werden die Nackenmuskeln definitiv ordentlich trainiert.

Etwas irritiert war ich, dass der vorletzte Song Long Forgotten bei mir mit knapp 15 Minuten Spielzeit angezeigt wurde, auf der Homepage der Band aber nur mit etwas über 6 Minuten. Definitiv der „ungewöhnlichste“ Song des Albums, wobei mich die ersten knapp 7 Minuten ein wenig an Bullet For My Valentine erinnern. Da haben sich die Jungs mit dem „Hidden Track“ mal richtig was einfallen lassen. Sollte aber bei Konzerten nicht in Gänze gespielt werden, denn drei Minuten absolute Stille dürften manchen Konzertbesucher doch eher nerven 😉

Dass man sich dann ausgerechnet noch am Steppenwolf-Song Born To Be Wild abarbeiten musste und ein nicht wirklich gelungenes Cover abliefert, verbuche ich mal unter „Trial and Error“. Wäre das ein neuer und eigener Song, wäre es sogar ein gelungener Abschluss des Albums.

Fazit: Wie ich schon schrieb, ist Oldschool-Metal eigentlich weniger mein Ding. Ich hatte mit diesem Album allerdings trotzdem meinen Spaß, und die knappe Stunde ist, bis auf ein paar entbehrliche Minuten, zügig vergangen. Auch hier braucht man sich jedenfalls um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen.

Anspieltipps: Sweet Revenge, Not Myself und Long Forgotten
Heike L.8
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