”Da bebt der Deich”

Band: Mob Rules

Location: Kulturzentrum Pumpwerk, Wilhelmshaven

Homepage: http://www.pumpwerk.de

Datum: 20.10.2012

Einlass: 20:00 Uhr / Konzertbeginn: 21:00 Uhr

Kosten: VVK: 16,40€ (Limited Edition: 19,70€ inkl. T-Shirt) €; AK: 20 €

Besucher: 500

Veranstalter: Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (http://www.pumpwerk.de)

Es ist ein überraschend warmer Samstagabend im Oktober. Nach einem gemütlichen Bierchen laufe ich los in Richtung Pumpwerk. Da ich selbst in Wilhelmshaven wohne, stellt die Anreise für mich kein Problem dar, da ich nach 30 Minuten Fußweg bereits dort bin. Für Anreisende aus größerer Entfernung sind jedoch auch Parkplätze vor und hinter dem Pumpwerk vorhanden und auch das Hotel Columbia ist keine fünf Minuten Fußweg entfernt. Voller Vorfreude auf Mob Rules geht’s für mich direkt zur Kasse, wo ich noch kurz warten muss, da die Gästeliste noch nicht dort ist, wo sie sein sollte. Doch dann kurz den Ausweis vorgezeigt und rein geht’s.

Erste Amtshandlung: Bierchen ordern (2,50€ + Pfand). Daraufhin wird kurz die Location, die mir schon sehr gut bekannt ist, unter die Lupe genommen. Das Pumpwerk selbst hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Rechts die Theke, in der Mitte der Boden, links neben der Bühne und über dem Eingang die Ränge für die Sitzfleisch-Freunde der Metalszene – warum auch immer man bei einem Konzert sitzen möchte. Egal wo man sich nun im Raum befindet: Die Bühne (auf der auch schon Die Toten Hosen oder J.B.O. gespielt haben) ist stets gut sichtbar. Es fällt lediglich eine Änderung auf: Ein Kamerateam ist anwesend. Denn zusätzlich zur Relase-Party des neuen Mob Rules-Albums Cannibal Nation wird vom bekannten ROAX-Filmteam (u.a. bekannt durch Wacken:Open:Air-Aufnahmen) Videomaterial für eine DVD gefilmt. Während ich ein kurzes Pläuschchen mit dem Anwesenden Erste Hilfe-Trupp halte, füllt sich der Saal.

Um 21:03 Uhr legen Mob Rules dann auch direkt los. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht stürmt Sänger Klaus Dirks auf die Bühne und legt direkt ordentlich los. Insgesamt werden vier Songs des neuen Albums Cannibal Nation zum Besten gegeben. Wie man es so von neuen Songs kennt, ist das Publikum ziemlich zurückhaltend. Teilweise komme ich mir sowieso so vor, als würde ich mit meinen 22 Jährchen einer der jüngsten und aktivsten Gäste sein – und der mit den längsten Haaren.

Doch mit Songs wie Black Rain, Celebration Day, Rain Song und selbstverständlich Hallowed Be Thy Name taut das Publikum zusehens auf und so bekommt das ROAX-Team doch ein paar fliegende Haare und Pommesgabeln vor die Linse.

Egal, ob schneller, fast Thrash-ähnlicher Sound oder balladenartiger Gesang, Dirks trifft einfach JEDEN einzelnen Ton so gut, wie man es nichtmal von Bruce Dickinson besser erwarten könnte. Auch beim Bühnenaufbau haben die Jungs sich nicht lumpen lassen. So befindet sich unter dem Steg der Bühne eine Nebelmaschine samt Ventilator, die Klaus Dirks während des Konzertes mehrmals in einer dichten Nebelwand verschwinden lässt.

Insgesamt geht das Konzert im Publikum friedlich über die Bühne und das Erste-Hilfe-Team der Johanniter Wilhelmshaven darf ebenfalls den Klängen lauschen.

Nach dem Konzert geht es ab 23:00 Uhr im Orange, direkt gegenüber der Konzerthalle, weiter mit der Aftershow-Party, für die mir leider nun die Zeit fehlte. So geht’s für mich glücklich, verschwitzt und mit einem netten Fiepen im Ohr ab nach Hause.

An dieser Stelle nochmal ein persönliches DANKE an die Band, die mir mit dem Konzert den eher verhagelten Tag gerettet hat.

Fazit: Unglaublich! Mob Rules haben wiedermal gezeigt, dass sie definitiv das Zeug haben, sich bei den ganz großen Bands der Geschichte einzureihen. Zu den Songs des neuen Albums lässt sich sagen: Sie sind schnell, sie sind laut, sie sind geil! Und genau so war das Konzert auch, mit Ausnahme von ca. 50% des älteren Publikums.

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