Nervosa – Agony

“Brasilianische Thrash-Keule“

Artist: Nervosa

Herkunft: São Paulo, Brasilien

Album: Agony

Spiellänge: 48:05 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal

Release: 03.06.2016

Label: Napalm Records

Link: http://nervosaofficial.com

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Fernanda Lira
Gesang und Gitarre – Prika Amaral
Schlagzeug – Pitchu Ferraz

Tracklist:

  1. Arrogance
  2. Theory Of Conspiracy
  3. Deception
  4. Intolerance Means War
  5. Guerra Santa
  6. Failed System
  7. Hostages
  8. Surrounded By Serpents
  9. CyberWar
  10. Hypocrisy
  11. Devastation
  12. Wayfarer

Nervosa-Agony

Bisher gingen Nervosa komplett an mir vorbei. Dies mag zum Einen daran liegen, dass wir bei Time For Metal einer massiven Flut an alteingesessenen Bands und Newcomern unterliegen, zum Anderen ist es jedoch auch der Tatsache geschuldet, dass es einfach auch Bands gibt, für die man sich einfach nicht interessiert.

Ich habe den Namen der brasilianischen Truppe, bestehend aus drei Mädels, zwar irgendwo mal vernommen, jedoch noch nie in einen Song der Band gehört – bis jetzt. Dank unserem René, der mir dieses Review quasi aufgezwungen hat, soll sich das jedoch nun ändern. Was für ein Glück!

Arrogance heißt der Opener des Albums, welcher direkt in die Vollen geht. Wozu ein Album ruhig beginnen lassen, wenn man direkt ein paar Ohrfeigen verteilen kann? Überwiegend gibt es auf diesem Album durchgängig ordentlich was auf die Ohren, wobei es jedoch an einigen Stellen so wirkt, als seien die Songs künstlich in die Länge gezogen – wie beispielsweise bei Deception. Besonders das Bassline-Intro von CyberWar bietet jedoch wieder eine gelungene Abwechslung und lässt den Hörspaß wieder in die Höhe schießen. Der Song ist definitiv ein Highlight dieses Albums.

Da mir leider die Vorkenntnis fehlt, um das aktuelle Album mit seinem Vorgänger Victim Of Yourself zu vergleichen, versuche ich es mal so: Man werfe Arch Enemy, als sie noch mit Angela Gossow unterwegs waren, mit Kreator in einen Topf, mixe das Ganze gut durch und gebe es bei 200°C (fast so warm ist es in Brasilien ja bekannterweise) für 48 Minuten in den Ofen.

Heraus kommt ein Thrash-Feuerwerk der Extraklasse, welches im aktuellen Kalenderjahr definitiv an der Spitze meiner persönlichen Neuentdeckungen steht.

Fazit: Nervosa ist eine Band auf definitiv aufsteigendem Ast. Gäbe es die künstlich langgezogenen Passagen auf Agony nicht, wäre auch eine glatte 9 drin gewesen. Donnernde Beats treffen auf eingängige Riffs und eine markerschütternde Stimme. Klasse! Mehr davon!

Anspieltipps: CyberWar, Arrogance
Martin W.
8.5
Leser Bewertung3 Bewertungen
6.7
8.5
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