Novelists – Souvenirs

“Haute Cuisine ohne Schnickschnack“

Artist: Novelists

Herkunft: Paris, Frankreich

Album: Souvenirs

Spiellänge: 49:26 Minuten

Genre: Progressive Metalcore, Djent

Release: 06.11.2015

Label: Arising Empire / Nuclear Blast Records

Link: https://www.facebook.com/NovelistsMusic

Bandmitglieder:

Gesang – Matt Gelsomino
Gitarre – Florestan Durand
Gitarre – Charly Kelevra
Bassgitarre – Nicolas Delestrade
Schlagzeug – Amael Durand

Tracklist:

  1. Inanimate
  2. Earth Graver
  3. Gravity
  4. Antares
  5. Ouroboros
  6. Black Lights
  7. The Voyager
  8. Mouchos Touché
  9. Echoes
  10. 5:12 AM
  11. The Lichtenberg Figure
  12. Souvenirs

Novelists - Souvenirs

Die Band Novelists kann noch nicht auf eine lange Geschichte zurückblicken, sie wurde nämlich erst Anfang 2013 gegründet. Allerdings gehören die fünf Jungs aus Paris definitiv zu der fleißigen Sorte, denn sie veröffentlichten kurz hintereinander sechs Singles und mehrere Videos, mit denen sie sich die Aufmerksamkeit vieler Metalheads sicherten. Es folgten Shows auf so namhaften Festivals wie dem Euroblast Festival, dem Ghostfest oder dem Damage Fest. Außerdem ging man als Support von I, The Breather auf ausgedehnte Europatournee. Am 06.11.2015 erschien nun endlich über Nuclear Blast Records das Debütalbum Souvenirs.

Nach dem verhaltenen Beginn von Inanimate wird schnell klar, was ich mir vorher auch schon gedacht hatte. Natürlich können Novelists das Genre nicht neu erfinden sondern es „nur“ bereichern, wenn Souvenirs denn ein gutes Album ist. Und das ist es. Irgendwo in der Schnittmenge zwischen Monuments, Periphery und Ghost Iris liegen Novelists. Die Songlängen, bis auf wenige Ausnahmen, irgendwo zwischen vier und fünf Minuten, somit sind die Songs auch nicht mit zu ausladenden Instrumentalparts überfrachtet. Technisch auf einem (für mich) überirdisch guten Niveau, der Gesang ist zwischen Shouts, Growls und Klargesang den Songstrukturen angepasst.

Mit dem Gesang steht und fällt in meinen Ohren auch die Härte der Songs. Das kommt besonders gut im direkten Vergleich zwischen dem sehr schönen und sehr ruhigen Black Lights und Mouchos Touché, in dem es nur Shouts und Growls gibt und die Gitarren anscheinend extra tief gestimmt wurden, zum Tragen. Auch 5:12 AM ist noch einmal sehr ruhig gehalten, der fast schon chillige Sound erinnert ein wenig an TesseracT. Ab der dritten Minute wird das Ganze dann etwas voluminöser, und es gibt eine sehr schöne Frauenstimme zu hören.

Mit dem zweitlängsten Stück des Albums, dem stellenweise sehr groovigen The Lichtenberg Figure, lassen Novelists noch eine andere Band aus dem Genre anklingen, nämlich Uneven Structure. Leider schon der vorletzte Song des Albums, denn mit längsten Stück, dem Titeltrack Souvenirs soll es schon zu Ende gehen. Hier sorgen Novelists noch ein letztes Mal für eine richtige Wohlfühlgänsehaut. Die teilweise parallel laufenden Gesangsstile (Shouts und Klargesang) sowie das atemberaubende Gitarrenspiel sind nicht von dieser Welt. Da können sich einige bereits gut etablierte Musiker aber warm anziehen.

Fazit: Dass die Band Novelists aus Frankreich kommt, erinnert mich an eine weitere Band aus diesem schönen Land, nämlich Betraying The Martyrs. Die kamen mir während des Hörens dieses sehr genialen Albums des Öfteren in den Sinn, auch wenn sie weniger progressiv sind. Aber das, was Betraying The Martyrs mit zwei Sängern machen, muss Matt Gelsomino hier allein stemmen, und das macht er richtig gut. Ich bedauere es einmal mehr, dass ich es nicht zum Euroblast Festival in Köln geschafft habe. Die Jungs sind bestimmt auch live richtig gut, und das Album wird meine Playlist weiter vergrößern. Die Anspieltipps sind eigentlich eher fakultativ, denn jeder Song ist überaus hörenswert.

Anspieltipps: Gravity, Black Lights, Mouchos Touché und Souvenirs
Heike L.
9
Leser Bewertung1 Bewertung
5.9
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