Omnium Gatherum + Support am 19.10.2019 im Z7 in Pratteln

Das Trio kann überzeugen

Headliner: Omnium Gatherum

Vorband(s): In Mourning und Heidra

Ort: Z7, Pratteln

Datum: 19.10.2019

Genre: Melodic Death Metal, Death Metal

Link: http://www.z-7.ch/event.php?eventid=1730

Als erste Band gehen Heidra am heutigen Abend auf die Z7 Bühne in Pratteln in der Schweiz. Die Tour des Trios Omnium Gatherum, In Mourning und Heidra zieht es in die Alpenregion. Die Skandinavier aus Kopenhagen haben bisher zwei Alben veröffentlicht und dürfen nun als Eröffner fungieren. Zeit für sechs Songs, die intelligent genutzt werden will, haben Heidra, um das Publikum in der Schweiz um den Finger zu wickeln. Frontmann Morten Bryld steuert mit seinen Kollegen in sehr nordische Fahrwasser. Die Gruppe zelebriert einen Spagat aus Melodic Death Metal, Power Metal und Black Metal mit typischen Folk Merkmalen. Nach einer halben Stunde ist der Auftritt sehr schnell wieder vorbei. Ein gelungener Auftakt mit einer talentierten Formation, von der man noch in den nächsten Monaten lesen wird.

Im Anschluss die nächsten Nordlichter: In Mourning aus Schweden. Erst vor zehn Tagen brachten sie ihr Album Garden Of Storms über Agonia Records heraus. Mit den grandiosen Klängen aus dem Studio in den Ohren, liegt die Erwartung an Tobias Netzell extrem hoch. Mal sehen, wie sich die fünf schlagen werden. Wie Sabaton, stammen sie aus Falun, technisch haben sie mit ihren Nachbarn rein gar nichts gemeinsam. Eine Mischung aus Death und Prog Metal dringt aus den Boxen und bringt die Muskeln in der Nackenregion zum Pulsieren. In Mourning spielen in diesem Jahr überhaupt erstmals in Deutschland, und das, wo sie im nächsten Jahr ihren zwanzigsten Geburtstag feiern. Fünf Studioalben, eine schon recht dichte Fanschar, gekoppelt mit einer agilen Bühnenbewegung, merkt man davon auch in der Schweiz nichts. Unsere Nachbarn in Pratteln wissen, wo der Hammer hängt, und können auch die atmosphärischen Passagen gut verarbeiten. Wie schon Heidra schicken auch sie nur sechs Werke ins Rennen. Die Spielzeit ist jedoch deutlich länger, was an kompakteren Kompositionen liegt. Black Storm vom neuen Album ist der Opener. Weiterhin wird Yields Of Sand vom neuen Album gespielt. Insgesamt können In Mourning die hohen Erwartungen bedienen, auch wenn die ganz großen Höhepunkte im Set fehlen.

Mit The Burning vom aktuellen Album The Burning Cold starten die Finnen Omnium Gatherum. Nun ist das Publikum sofort hellwach. Nach starken Auftritten unter freiem Himmel und in Clubs zählen die Künstler längst nicht mehr zur grauen Maus, die nur im Schatten der großen Genreacts dümpelt. Jukkas Growls und ein hervorragendes Gitarrenspiel begeisterten das Publikum von den ersten Minuten an. Der Mischer im Z7 macht alles richtig, die Klangstruktur in der Region des Mischpultes lässt keine Wünsche offen. Das Zusammenspiel des neuen permanenten Mitglieds von Insomnium und ehemaliger Mitbegründer von Sonata Arctica Jani Liimatainen mit Markus Vanhala überzeugt auf voller Länge. Jani agiert als „Livesupport“ auf der Tour von Omnium Gatherum. In über anderthalb Stunden gibt es eine Menge aufs Trommelfell. Be The Sky geht immer. Refining Fire und Unknowing zementieren den späten Mittelpart, um langsam ins Finale abzubiegen. Over The Battlefield und Skyline beenden das eigentliche Set. Ganz ohne künstliche Zugabe geht es auch bei Omnium Gatherum nicht. Last But Not Least Luoto, New Dynamic und Cold. Bis zum Ende machen die Skandinavier Dampf, machen die Bühne zu ihrer Spielwiese und können mit Spielwitz und Charme überzeugen.

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