Papa Roach – F.e.a.r

“Zwischen arschgeil und völlig überbewertet!“

Artist: Papa Roach

Herkunft: Vacaville, USA

Album: F.e.a.r

Spiellänge: 42:10 Minuten

Genre: Modern Rock, Alternative

Release: 23.01.2015

Label: Eleven Seven Music

Link: https://www.facebook.com/paparoach

Bandmitglieder:

Gesang – Jacoby Shaddix
Gitarre – Jerry Horton
Bassgitarre – Tobin Esperance
Schlagzeug – Tony Palermo

Tracklist:

1. Face Everything And Rise
2. Skeletons
3. Broken As Me
4. Falling Apart
5. Love Me Till It Hurts
6. Never Have To Say Goodbye
7. Gravity
8. War Over Me
9. Devil
10. Warriors
11. Hope For The Hopeless
12. Fear Hate Love

Papa Roach - Fear Cover

Ihr letztes Album The Connection stammt aus dem Jahre 2012 und wurde recht verhalten aufgenommen. Die Rede ist von den Amerikanern Papa Roach, die ihre Karriere 1993 gestartet haben. Ihr neuestes und somit siebtes Studioalbum F.e.a.r ist bereits im Kasten und wartet nur noch darauf, Ende Januar von den Plattenläden in eure Hände zu gelangen. Was euch in dem zwölf Track starken Longplayer alles erwartet, werden wir in den nächsten Zeilen durchleuchten.

Wer Papa Roach vor gut zehn Jahren aus den Augen verloren hat, wird sich wundern, wie die Band heute unterwegs ist. Neben modernen Alternative Rockklängen verschwinden die alten Nu Metal-Anteile immer weiter im Hintergrund. Viel mehr schlagen sie weiter die Brücke zu ihren Kollegen von Linkin Park, wie es mein Kollege Kai R. bereits bei The Connection festgestellt hat. Glatt polierte Elektro-Einspielungen ziehen das Songwriting in noch modernere Gefilde. Tiefe Fahrwasser braucht man bei Papa Roach nicht mehr erwarten. Die Bezeichnung „Metal“ im Zusammenhang mit den Amerikanern müsste gestrichen werden, viel mehr sind sie eine flexible Alternative Band, die ab und an mal etwas härter unterwegs ist. Rock Pop ist bei Papa Roach  genauso gefragt wie ansatzweise eingebundener Sprechgesang, der mehr als Geschmackssache ist und vor allem im Rock-Lager auf Unverständnis stoßen wird. Wer ernsthaft noch Nu Metal erwartet, wird bitterböse enttäuscht, wer sich mit Elektro-Alternative anfreunden kann und sich zu allen Seiten offen zeigt, wird mit F.e.a.r ein mächtiges Partyfaß aufmachen. Anhänger der ersten Stunde dürften reihenweise die Augen verdrehen. Um Querschnitt liegt F.e.a.r zwischen arschgeil und völlig überbewertet. Was man trotz der Veränderung festhalten muss, ist die Tatsache, dass Papa Roach ihren Weg gnadenlos durchziehen und auf die Kritiken scheißen. Ihren Weg werden sie auch in Zukunft machen, nur wird das Publikum ein immer neues Bild vor der Bühne machen.

Fazit: Papa Roach haben den Weg von The Connection um keinen Millimeter verlassen. Viel mehr wirkt das Ganze gefestigt und F.e.a.r soll genau so klingen wie es die Amerikaner abgegeben haben. Fans von ersten Linkin Park-Zeiten werden sich freuen. Papa Roach jedoch voll auf die Landsleute zu degradieren, ist völlig falsch, dafür spielen sie hörbar ihren eigenen Stiefel, der vielleicht nicht mehr allen gefällt, in seiner Form aber nicht negativ zu bewerten ist, nur weil sich das Zielpublikum geändert hat.

Anspieltipps: Skeleton und Warriors
Rene W.
7.8
7.8
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