Rawtism – Raw And Off Its Head

Achtziger Klänge aus Downunder

Artist: Rawtism

Herkunft: Australien

Album: Raw And Off Its Head

Spiellänge: 32:16 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 21.05.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://rawtism.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Keith Hechinger
Bassgitarre – Naim Kirk Ibrahim
Schlagzeug – Rorry O’Donnell

Tracklist:

  1. Go Rawtistic
  2. Thrasher’s Endurance
  3. You’ll Get What’s Coming
  4. Stay Metal
  5. B.Y.H.A.S.T.F.U.
  6. Sultans Of Swing (Dire Straits Cover)

Die drei Burschen aus Melbourne konnten schon Erfahrungen bei Bands wie Catwitch, Strict Vincent oder Sepppuku sammeln. Weise wie ich bin, muss ich sagen, dass mir diese Bands total unbekannt sind. Rawtism kannte ich bis zum heutigen Tage auch nicht, aber das ist ja das Schöne am Schreiberlingleben. Man lernt immer neue Bands kennen. Heute also Rawtism. Das Trio haute im Vorfeld drei Singles heraus und nun das Debüt in Eigenregie.

Neben fünf Songs schaffte es ein Dire Straits Cover auf dieses Album.

Der Sound ist für eine Eigenproduktion schon einmal recht geil. Das kann man nach den ersten Klängen von Go Rawtistic! feststellen. Auch das Riffing zu Beginn ist fett und zügig. Die Vocals sind schön aggressiv und der Drummer drückt und reitet den Laden auseinander. Ich liebe dieses rhythmische Drumming. Beim Refrain werden Gangshouts mit eingebaut und die Musik unterbrochen. Es folgt ein cooler, grooviger Part mit Doublebasseinsatz, dann ein leckeres Solo und man kehrt danach zur Hauptthematik zurück. Ja, das ist Achtziger Thrash Metal, so wie er sein soll. Da bekommt man automatisch gute Laune. Ist das neu? Nein, kein Stück! Ist das innovativ? Nicht wirklich. Habe ich ein Grinsen im Gesicht? Ja, absolut. Der Sänger lacht zwischendurch auch einmal. Ein wenig Crossover dazu und fertig ist die Geschichte. Kann man definitiv so machen, besonders Slayer-Freunde dürfen sich hier freuen. Die eingebauten Moshparts erinnern dann an S.O.D.

Thrasher’s Endurance kommt da schon ein wenig grooviger und melodischer um die Ecke, aber auch hier können sie mich durchaus überzeugen, da das Rifffing echt sitzt, auch wenn man den Song hätte kurzer gestalten können. Das eine oder andere Riff wird doch in die Länge gezogen. Durch die kleinen Tempowechsel wird der Song aber nicht langweilig und man kann gut den Kopf dazu nicken.

You’ll Get What’s Coming erinnert auch an die Zeit, als man den Metal richtig aufgesogen hat. Eine Gitarre vorweg und dann setzen so langsam alle anderen ein. Im Midtempo agierend schafft man es, dass der Kopf rauf und runter geht. Ein Uargh! vom Sänger und dann geht es langsam weiter. Auch hier agiert man eher im Midtempo, nimmt dann aber Fahrt auf. Haut mich nicht so um wie die vorherigen Songs, geht aber auch gut ins Ohr. Besonders der Gesang schockt irgendwie. Auch den Song empfinde ich ein wenig zu lang-

Stay Metal legt mit einem krassen Basspart los und wird dann schön thrashig. So muss das. Cooles Riffing. Das Midtempo regiert den Tagesablauf. Nach einem Stay Metal drückt man kurz auf die Tube und wechselt dann wieder ins Midtempo. Dieses wiederholt man und thrasht sich durch das Universum.

B.Y.H.A.S.T.F.U. steht für „Bang Your Head And Shut The Fuck Up“. Mehr muss man eigentlich auch gar nicht sagen. Es handelt sich eher um einen Spaßsong. Der Crossovergedanke wird ausgelebt und man bewegt sich eher auf spaßigem Terrain. Am Anfang versprüht man ein wenig ein Green Jelly Feeling, aber dann mosht man ganz ordentlich und kommt wieder mit Tempowechsel daher. Der Gesang ist ein wenig nervig, aber ansonsten schockt der Song wohl.

Bei Sultans Of Swing handelt es sich wie oben bereits erwähnt um ein Dire Straits Cover. Gefällt mir aber leider nicht so gut. Geht gut ins Ohr, aber man hätte da mehr Thrash mir einbringen können. Klingt nicht wie der Rest der Scheibe.

Rawtism bieten mit einer Spielzeit von knappen 30 Minuten Gute-Laune-Musik an. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Rawtism – Raw And Off Its Head
Fazit
Das Debüt der Australier erinnert an Bands wie Slayer, Exodus, Metallica, Anthrax, S.O.D., Overkill und D.R.I. Die Achtziger werden gehuldigt, aber man hat auch Platz für eigene kleine Ideen, besonders im melodischen Bereich.

Anspieltipps: Go Rawtistic und Stay Metal
Michael E.
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