Satan Worship – Teufelssprache

Behalten den kühlen Kopf im heißen Black Thrash Ritt

Artist: Satan Worship

Herkunft: Deutschland, Brasilien

Album: Teufelssprache

Spiellänge: 36:02 Minuten

Genre: Black Metal, Thrash Metal

Release: 31.01.2020

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/satanworshipofficial/

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Leatherface Perkele
Gitarre – Max The Nekromancer
Schlagzeug – Marc Reign El Patron

Tracklist:

  1. Death Incarnate
  2. Under The Sign Of The Reaper
  3. The Last Day Of Paul John Knowles
  4. Satanik Werewolves
  5. Motherfuckers From The Apokalipse
  6. La Catedral
  7. Mass Murder
  8. Antichrist
  9. Aokigahra

Vor neun Jahren schrieb Leatherface im Tourbus seiner Band Sodomizer. Richtig passen wollten die Kompositionen nicht in das Konzept der brasilianischen Black Metal Kapelle. Weniger später entschied sich der Bassist und Sänger, eine neue Formation mit dem Namen Satan Worship zu gründen, um die Stücke an die Hörerschaft zu bringen. Die erste Demo wurde 2015 auf den Markt gebracht und greift tief in die Thrash Black Metal Schublade der ersten Stunde. Kaltschnäuzig, unpoliert und mit dem Groove der späten Achtziger steht mit Teufelssprache der nächste Output auf der Abschussrampe, der noch diesen Monat gezündet in eure Ohren schießt. Das deutsch-brasilianische Projekt setzt auf neun Werke, die in etwas mehr als dreißig Minuten den Putz von den Wänden hauen sollen. Zu dem bereits genannten Gründer gesellen sich die beiden Haudegen Max The Nekromancer an der Gitarre und Schlagzeuger Marc Reign El Patron.

Mit Death Incarnate wabern die schroffen Bassläufe direkt in die Magengrube. Die Undergroundperle setzt auf einen Überfallangriff, der sämtliche Zweifel wegblasen soll. Die eigentliche Struktur bleibt bei Satan Worship gleich und lässt gleich wissen, dass hier keiner einen Angriff auf hochgepuschte Kassenschlager plant. Der mit pechschwarzen Rost überzogene Thrash Metal darf als nächster Angriff auf den Genreliebhaber gewertet werden. Ungezwungen brauchen Satan Worship keinem gefallen, sondern spucken ganz nach Belieben Gift und Galle. Der Gesang von Leatherface Perkele hat nicht nur typische Thrash Merkmale, vielmehr löst er sich von diesen und greift Death Metal Growls à la Paul Speckmann auf, um mit diesem frechen Mix den eigenen Weg zu asphaltieren. Kleine Zwischensequenzen wie bei Satanik Werewolves kann das Trio nicht liegen lassen und spielt Wolfsgeheule mit ein. Refrains werden nicht an der langen Leine gehalten, sondern dürfen wie einst bei den Niederländern Occult klare Treadmarks setzen. Mir persönlich fehlt bei Titeln wie La Catedral oder Antichrist der tödliche Dolch, der vergiftet mit in das Herz stößt. Als reines Mitläuferalbum Teufelssprache schlechtzureden, wäre völlig übertrieben. Die Bezeichnung solide Kunst mit kleinen Höhepunkten trifft es da eher.

Satan Worship – Teufelssprache
Fazit
Feuer frei: Die hasserfüllte internationale Krachmaschine Satan Worship will eure Köpfe sprengen. Für Besucher des Party.San, Under The Black Sun oder anderen einschlägigen Extreme Metal Veranstaltungen kann Teufelssprache die müden Köpfe zum Kreisen bringen. Mit dem Blick auf diese Zielgruppe haben die drei Musiker ein gutes Album eingespielt, das oft gut ankommt - nur den ganz großen Abriss nicht inszenieren kann.

Anspieltipps: Under The Sign Of The Reaper und Satanik Werewolves
Rene W.
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