Schmutzki – Bäm

“Vorsicht! Stolpergefahr!“

Artist: Schmutzki

Herkunft: Stuttgart, Deutschland

Album: Bäm

Spiellänge: 40:16 Minuten

Genre: Punk, Rock

Release: 05.06.2015

Label: Sony Music

Link: https://www.facebook.com/schmutzki/info?tab=page_info

Bandmitglieder:

Beat Dany Flo

Tracklist:

1. Meine Party
2. Bäm
3. Rodeo
4. Kunst Der Verdrängung
5. Risiko
6. Viel Spaß
7. Piss Gegen Den Wind
8. Letzter In Der Disko
9. Überdose
10. Immer Weiter
11. So Ne Sorte
12. Panik In Der Dizze
13. Erinner Dich Mal
14. Wir Bleiben Drauf

Schmutzki - Bäm

Das Debütalbum Bäm der neuen Punkrock-Gruppe Schmutzki aus Stuttgart steht in den Startlöchern und wird Anfang Juni auf alle Fans des Genres losgelassen. Dass die musikalische Reise über Sony Music beginnen soll, ist die erste Auszeichnung für die drei jungen süddeutschen Musiker. Mit vierzehn in der Landessprache gehaltenen Titeln und 40 Minuten Spielzeit kommt die Platte Bäm auf einen runden Umfang der dargebotenen Kunst.

Mit der ersten Singleauskopplung Meine Party steigen sie in ihr erstes Langeisen ein. Alte Tugenden des Punkrocks findet man zu keiner Sekunde, vielmehr produzieren Schmutzki Lyrics, die früher dafür gesorgt hätten, um aus jedem Stadtpark in Deutschland herausgeschmissen zu werden. Meine Party ist der Start für eine wirklich leicht rockig angehauchte Pop-Platte, die mit deutlicher Rap-Note an den Nerven der Fans des Genres nagt. Bäm ist genauso weichgespült wie die darauffolgenden Stücke Kunst Der Verdrängung oder Viel Spaß. Modern lassen einfache Beats ein „Wir lassen uns auf Malle bei günstigem Sprit die Birne wegblasen“-Feeling aufkommen. Eingänige Refrains und klassische Erfolgskeulen werden aneinandergereiht, Punk-Geist ist in keinem einzelnen Stück vorhanden, da hilft auch das Standard Statement „Wir sind gegen Nazis“ nichts mehr. Piss Gegen Den Wind oder Immer Weiter sind weder Punk noch Rock. Kunst Der Verdrängung klingt wie die neue Deutsche Härte, die im falschen Jahrzehnt gestrandet ist. Bäm ist das grenzwertigste Album, welches in diesem Jahr versucht, die Gunst der mit Patches besetzten, gefärbten und Anarchie versessenen Fraktion zu gewinnen. Einzig und allein kann Schmutzki da überzeugen, wo Horden aufeinander treffen, die bei (Punk) Pop mit einem Hauch von Rock die Lampen wegschießen können und wo die Lyrics sowie die Musik sowieso egal sind.

Fazit: Das ist harter Tobak, aber ich würde meinen Hintern fast darauf verwetten, dass wir keinen Leser in unserem Magazin finden, der Schmutzki abfeiert. Da Punkrock eh schon ein Randgenre bei uns ist und die Stuttgarter dieses noch nicht einmal erfüllen, ist die Platte schlicht und ergreifend bei uns an der falschen Adresse gelandet. Daher will ich auch gar nicht sagen, dass Bäm nicht einschlägt, wahrscheinlich sind die Jungs gerade deshalb erfolgreich, was in ein paar Tagen die ersten Chartergebnisse eventuell schon belegen könnten. Ein Rocker, geschweige denn Metalhead wird sich bei jedem einzelnen Titel lieber selber Schmerzen zufügen als den Silberling durchhören zu müssen.

Anspieltipps: Meine Party und So Ne Sorte
Rene W.
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