Secutor – zurück aus der Asche
Mit der EP Idiocracy melden sich Secutor eindrucksvoll zurück – und das nach einer Phase, in der kaum noch jemand ernsthaft mit der Koblenzer Thrash-Metal-Band gerechnet hätte. Die vergangenen Jahre glichen einem echten Härtetest: tiefgreifende personelle Umbrüche, gleich zwei Frontmänner, die nacheinander ausstiegen, ein Schlagzeugerabgang und schließlich eine längere Funkstille. Viele Bands wären daran zerbrochen. Secutor entschieden sich stattdessen für einen radikalen, aber konsequenten Neustart.
Eine EP als Zäsur
Dieser Neustart trägt nun ein konkretes Datum: 31.12.2025. An diesem Tag erschien Idiocracy im Eigenvertrieb (Bandsite), das Datum bewusst gewählt und sinnbildlich für eine Zäsur in der Bandgeschichte. Die EP fungiert gleichermaßen als Rückblick, Standortbestimmung und Ausblick und schlägt damit eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Neues Line-Up, neue Entschlossenheit
Das aktuelle Line-up besteht aus Florian „Foemb“ Herzog (Gitarre), Tobias „Dobby“ Best (Bass), Fabio Baulig (Gesang, Gitarre) und Rafael „Peryton“ Stolpmann (Drums). Besonders prägend ist Fabios Schritt ans Mikrofon: Statt erneut nach einem Sänger zu suchen, übernahm er selbst die Rolle des Frontmanns. Ein mutiger, aber hörbar richtiger Entschluss, der der Band neue Geschlossenheit und Entschlossenheit verleiht.

Feuertaufe auf der Bühne bereits 2024
Dass dieser Neuanfang nicht nur auf dem Papier funktioniert, konnte ich bereits live miterleben: Den ersten Gig von Secutor in dieser Konstellation durfte ich beim ersten Horns Up Event 2024 im JUZ Andernach (Headliner: Destruction) erleben. Schon dort war spürbar, dass die Band wieder Feuer gefangen hat, roh, energiegeladen und mit einer Präsenz, die keinen Zweifel am eigenen Anspruch ließ.
Idiocracy – Vergangenheit trifft Zukunft
Der Titeltrack Idiocracy ist der einzige komplett neue Song der EP und markiert unmissverständlich den Neuanfang. Musikalisch aggressiv, schnell und kompromisslos, steht er für eine klare inhaltliche Weiterentwicklung. Die Lyrics verabschieden sich von reiner Bier-und-Bang-Ästhetik und wenden sich stärker sozial- und gesellschaftskritischen Themen zu. Die weiteren Stücke B.V.M (Original: Beer.Vomit.Metal.), Detonator und Shapeshifter stammen ursprünglich von den Veröffentlichungen Thrash Or Die, Stand Defiant und Executor. In der aktuellen Besetzung neu eingespielt, wirken sie jedoch alles andere als rückwärtsgewandt. Vielmehr bilden sie einen stimmigen Querschnitt durch die Bandgeschichte, der in neuer Frische präsentiert wird und eindrucksvoll zeigt, wie viel zusätzliche Power, Speed und Aggression heute in Secutor stecken.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Secutor – Idiocracy in unserem Time For Metal Release-Kalender.



