Sleeping With Sirens – How It Feels To Be Lost Tour – Europe 2019 & Support am 16.11.2019 im Batschkapp in Frankfurt

Zurück zur alten Stärke!

Eventname: How It Feels To Be Lost Tour

Headliner: Sleeping With Sirens

Vorband(s): Palisades, Holding Absence, Shvpes

Ort: Batschkapp, Frankfurt

Datum: 16.11.2019

Kosten: 29,90 € VVK

Genre: Post-Hardcore, Alternative Rock, Hardcore, Screamo

Besucher: ca. 1500

Link: https://www.facebook.com/events/491287041624900/

Häufig kommt es vor, dass nicht alle Supports eines Abends die Zuschauer groß interessieren oder aber auch nur eine Vorband den Abend eröffnet. Doch manchmal ist auch genau das Gegenteil der Fall. So zeigt sich der 16. November 2019 im Batschkapp in Frankfurt. Innerhalb der How It Feels To Be Lost Tour 2019 stürmen nämlich nicht nur Sleeping With Sirens als Headliner die Bühne, sondern bringen mit Palisades, Holding Absence sowie Shvpes auch noch ordentlichen Support aus der eigenen bzw. ähnlichen Szene mit. Dass hier das musikalische Interesse bei den Zuschauern überschneidet, dürfte wohl auf der Hand liegen und so kann der Abend vor allem als dynamisch und intensiv beschrieben werden.

Um Punkt 18:00 Uhr eröffnen Shvpes den Abend mit ihrem neuen Song One Man Army und das Batschkapp zeigt von der ersten Minute an eine durchaus ordentliche Fülle, trotz des frühen Beginns. Die Mischung aus Metalocre, Hardcore und Post-Hardcore zeigt sich perfekt, um die Stimmung des Abends einzuheizen. Insgesamt dürften Shvpes wohl nicht unbekannt sein für die meisten Zuschauer, wird doch bereits ordentlich mitgesungen (oder doch eher geschrien). Nach knapp 30 Minuten ist es leider dann auch schon wieder vorbei für den Opener, was durchaus nicht überraschend ist, und dennoch hätte man sich die ein oder andere Nummer mehr gewünscht.

Kurz danach geht es mit Holding Absence weiter, die eventuell noch etwas unbekannter sind als Shvpes, jedoch deutlich mit musikalischer Stärke und intensiven Atmosphären punkten können. Das Debütalbum unter demselben Namen schaffte es jedenfalls bereits vor dem ersten Liveauftritt voll zu überzeugen und auch ‚in Farbe‘ schaffen Holding Absence es, sich als authentisch und gefühlvoll zu präsentieren, ohne an Härte zu stark einzubüßen. Hier darf man durchaus gespannt sein, was die Band noch so treiben wird die nächsten Jahre. Das Publikum scheint jedenfalls bereits mit den Texten vertraut zu sein.

Als letzte Vorband des Abends betreten dann wenig später Palisades die Bühne, die ähnlich zu Shvpes durchaus nicht zum ersten Mal innerhalb Deutschlands unterwegs sind. Der präsentierte Post-Hardcore zeigt sich hier mit deutlichen elektronischen Einflüssen, die durchaus zu gefallen wissen und auch das Genrebild des Abends noch zusätzlich erweitern. Leider scheint das Publikum doch eher zwiegespalten und geht nicht so zu 100 % mit, wie bei den Voracts zuvor. Die Band selbst lässt sich davon nur gering beeinflussen, sondern zieht ihre Sache durch und versucht auch die Stmming entsprechend immer wieder ins Rollen zu bringen. Ein durchaus guter Auftritt, wobei das Genre halt am Ende dann doch nicht jeden begeistern kann.

Nach einer fast schon überraschend kurzen Pause betreten dann auch Sleeping With Sirens als Headliner die Bühne und eröffnen ihr Set auch gleich mit der Single Leave It All Behind ihres neuen Albums, welche natürlich beim Zuschauer bereis textlich verankert ist. Insgesamt zeigen sich Sleeping With Sirens von der ersten Minute an begeistert auf der Bühne – eine Stimmung, die auch durchaus auch im Publikum widerspiegelt. Nach dem etwas schwächeren Album Gossip scheint die Band mit How It Feels To Be Lost wohl wieder in der Szene angekommen zu sein und dies merkt man deutlich!

Das Set besteht größtenteils aus neueren Songs sowie älteren ‚Klassikern‘, welche dann auch mal als Akustikversion zum Besten gegeben werden, hier unter anderem Scene Five: With Ears To See And Eyes To Hear. Der Auftritt gleicht einem Blick in die Vergangenheit, ohne die Gegenwart außer Acht zu lassen, und liefert damit den perfekten Mix. Zudem eine Stimmung, die wohl auch bei Neulingen sofort ankommt und dazu inspiriert, jeder Band eventuell auch nach dem Konzert mal wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Sleeping With Sirens ist es jedenfalls gelungen, mit ihrem neuen Album zum einen zu alten Stärken zurückzukehren, zum anderen aber auch, sich weiterzuentwickeln und neue Facetten aufzuzeigen. Mit den drei durchaus überzeugenden Supports lässt sich der Abend als voller Erfolg beschreiben und hier kann jeder Zuschauer eigentlich auch nur glücklich, wenn auch müde nach Hause gehen – oder eben direkt zur After Party wechseln.

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